Warum hatte Ärztin Natalie Grams Kampagne gegen Heilpraktiker gestartet? Analyse eines Heilpraktikers

Als die Praxis der ehemals praktizierenden Ärztin Natalie Grams (heute eine Anti-Heilpraktiker-Lobbyistin) zu wenig abwarf, da machte sie den Laden dicht (siehe oben, Screenshot 17.12.2014), übergab den Schlüssel in der Heidelberger Kriegsstraße ihrer Kollegin, und sattelte auf Anti-Homöopathie- und Anti-Heilpraktiker-Lobbyistin bei der Skeptiker-Bewegung GWUP und dem Abmahnverein Dt. Konsumentenbund um, bei denen sie angestellt ist. Heute ist ihr Job, Impfen anzupreisen und Therapierichtungen wie Homöopathie zu diskreditieren oder Therapeuten wie Heilpraktiker abschaffen zu wollen. Das habe ganz besondere Gründe, analysiert ein Heilpraktiker.

Hier sein Gastbeitrag.

Analyse und Gastbeitrag eines Heilpraktikers aus Bayern

Was ist das Motiv von Natalie Grams?

Die Ärztin Natalie Grams engagiert sich also nun gegen Heilpraktiker, sie will diesen Beruf abschaffen lassen.

Warum tut sie das? Bei näherer Betrachtung ist klar, worum es gehen könnte:

um Marktanteile.

Aber schauen wir uns zuerst die Fakten an: Die Schulmedizin…

  • … verursacht laut einer Studie [1] jährlich mindestens 225.000 Tote in den USA und ist damit Todesursache Nr. 3. Eine andere Studie [2] spricht von 400.000 Toten, eine weitere [3] sogar von knapp 800.000 Toten und setzt damit die Schulmedizin an Platz 1 der Todesursachen. Die Schätzungen für Deutschland sprechen von 30.000 [4] bis 58.000 [5] Toten, letztere allein in internistischen Stationen von Krankenhäusern. Rechnet man die anderen Stationen und die ambulanten Behandlungen dazu, dürften es deutlich mehr Todesfälle sein.
  • … hat zusehends weniger Zeit für die Patienten. Deutsche Ärzte nehmen sich im Schnitt ganze 7,5 Minuten für einen Patienten Zeit [6] und liegen damit im internationalen Vergleich im Mittelfeld [7].Das sollen keine Argumente gegen Schulmedizin sein, aber man sieht: Hier ist Raum für Verbesserung. Warum engagiert sich Natalie Grams nicht an dieser Stelle für mehr Patientensicherheit, für weniger Behandlungsfehler, für ein verbessertes Qualitätsmanagement und für sicherere Medikamente mit weniger Nebenwirkungen?Und wie sieht es bei den Heilpraktikern aus? Heilpraktiker…
  • … verursachen im Vergleich deutlich weniger Schäden. Es gibt nur einzelne dokumentierte Todesfälle, die von Heilpraktikern verursacht worden sind. Die Prämien für die Berufshaftpflichtversicherungen von Heilpraktikern sprechen hier eine deutliche Sprache: Sie sind sehr niedrig, kosten pro Jahr nur wenige hundert Euro – einfach weil es kaum Schadensfälle gibt.
  • … nehmen sich Zeit. Sie praktizieren meist naturheilkundliche Verfahren, für die deutlich mehr als 7,5 Minuten erforderlich sind. Eine homöopathische Erstanamnese etwa dauert 1-2 Stunden, bei manchen sogar 3. Die Heilpraktiker hören zu, Patienten fühlen sich ernst genommen.Die Heilpraktiker, gegen die sich Natalie Grams engagiert, arbeiten also recht sicher und die Patienten fühlen sich dort gut aufgehoben. Und genau das ist das „Problem“: Viele Patienten sehen die Schulmedizin zusehends kritisch und gehen zum Heilpraktiker. Die Beliebtheit der Heilpraktiker zeigt sich auch in Zahlen: Laut einer Umfrage des Bundes deutscher Heilpraktiker gehen jeden Tag 128.000 Patienten zum Heilpraktiker, mit über 46 Millionen Patientenkontakten pro Jahr. Dies entspricht einem Gesamtumsatz von etwa 1 Milliarde Euro jährlich. Darin sind die verordneten Präparate noch gar nicht enthalten.Über 1 Milliarde, die nicht in das System der konventionellen Medizin fließt.
    Über 1 Milliarde, die nicht für konventionelle Medikamente ausgegeben wird. Patienten, die beim Heilpraktiker eine Besserung erlebt haben, haben weniger Bedarf für konventionelle Medikamente.Nun nochmal die Frage: Warum will Natalie Grams den Heilpraktikerberuf und damit einen großen Teil der Naturheilkundler abschaffen?

Wenn die Patienten nicht mehr die Möglichkeit haben, zum Heilpraktiker zu gehen und die ärztlichen Kassenleistungen für Homöopathie gestrichen werden (ebenfalls ein Anliegen von Frau Grams), werden die meisten dieser Patienten wieder die Leistungen der konventionellen Medizin in Anspruch nehmen müssen. Damit spielt die angebliche Hobby-Aufklärerin Natalie Grams der Pharmaindustrie in die Hände.

[1] Starfield B (2000) Is US Health Really the Best in the World? JAMA July 26. Vol. 284, no. 4. pp. 483-485
[2] Makary MA, Daniel M, Medical error—the third leading cause of death in the US, BMJ 2016;353:i2139 doi: 10.1136/bmj.i2139.

[3] Null G (2005) Death by Medicine, Journal of Orthomolecular Medicine Vol. 20, No. 1, pp. 21- 34
[4] https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/risiken-und-todesfalle-eingeschlossen, abgerufen am 06.11.2018

[5] J. U. Schnurrer, J. C. Frölich, Zur Häufigkeit und Vermeidbarkeit von tödlichen unerwünschten Arzneimittelwirkungen, Der Internist, July 2003, Volume 44, Issue 7, pp 889–895
[6] https://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/special-arzt-patient/article/947215/studie- weltweit-hausaerzte-keine-zeit.html, abgerufen am 06.11.2018

[7] https://www.aerztezeitung.de/pdf/wipo/216a_zeitschema.pdf, abgerufen am 06.11.2018


 

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