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Gemeinsamer Weckruf von Wissenschaftler Prof. M. Frass und Watchblogger Chr. Becker an die Homöopathie- und Heilpraktiker-Gemeinschaft: „Für Wunder muss man beten, für Veränderungen aber arbeiten“/ Inkl. konkreter Vorschläge

homöopathie

Prof. Michael Frass und Christian J. Becker haben unabhängig voneinander den folgenden Text formuliert und danach einheitlich zusammengefasst, weil sich die aktuelle Entwicklung nicht aus nur einer Perspektive erfassen lässt.

Erst die Verbindung aus wissenschaftlicher Sicht und journalistischer Beobachtung macht sichtbar, wie weit sich Politik und Verwaltung bereits vom fachlichen Diskurs entfernt haben – und warum in solchen Phasen nicht Institutionen, sondern einzelne Stimmen entscheidend werden – und welche Folgen das für die gesamte Homöopathie-Gemeinschaft hat.

Die Welt der Homöopathie und Heilpraktiker ist gespalten, wenn es um gemeinschaftliche Aktivitäten geht.

Es gibt die Aktiven, die sich für die Gemeinschaft einsetzen. Die Motivation dieser hat Prof. Frass in einem Satz auf den Punkt gebracht: „Never, never, never give up! Das sind wir unseren PatientInnen schuldig.“

Zu den öffentlich und nachhaltig Aktiven gehören demnach u.a. der Arzt für Homöopathie und Wissenschaftler Prof. Michael Frass (Bsp. Link), der Fachverband Deutscher Heilpraktiker (Bsp. Link), der Gesundheitsjournalist und Aktivist für die Homöopathie und Heilpraktiker Christian J. Becker mit Watchblog und Newsblog, die Heilpraktikerinnen Andra Dattler, Gabi Schörk und Erika Rau von Dimensions of Homeopathy (Bsp. Link) und ganz viele aktive Heilpraktiker, Ärzte und Patienten, die sich aktiv für die Homöopathie und Heilpraktiker einsetzen, die z.B. den offenen Brief an Cem Özdemir unterschreiben oder eine Programmbeschwerde ans ZDF richten und damit erreicht haben, dass am 13. März eine öffentliche Verhandlung gegen Jan Böhmermann stattfindet.

Fazit: Es sind vor allem einzelne Menschen und ein einzelner Verband, die sich für die Gemeinschaft von Homöopathie und Heilpraktikern, Ärzten und Patienten einsetzen.

Und dann gibt es die großen Schweiger und Nichtaktiven unter den Verbänden und Herstellern.

Sollte man das so hinnehmen. Nein.

Dieser Artikel ist gemeinsamer Weckruf, warum Schweigen keine Option ist, da es für die Homöopathie- und Heilpraktiker-Gemeinschaft um zu viel geht, als dass Schweigen und Passivität akzeptiert werden kann.

Hier drei konkrete Vorschläge:
Was kann jede Führungskraft eine Verbandes oder Herstellers sofort tun, jetzt und heute am 11. Februar? Was kann jeder Mitarbeiter eines Verbandes oder Herstellers sofort tun? Was kann jedes Mitglied eines Verbandes sofort tun?

1) Er kann seinen Teil beitragen und z.B. den Offenen Brief an Cem Özdemir zur Wahl am 8. März unterschreiben (Link).
2) Er kann einen Handzettel zur Wahl am 8. März bei der FDH-Geschäftsstelle bestellen und damit Heilpraktiker und Patienten  informieren (Link).
3) Er kann einen Politiker in Baden-Württemberg öffentlich fragen, wie dieser sich für Homöopathie und Heilpraktiker einsetzt und zu ihnen steht. Hier ein Beispiel solch einer Frage an einen CDU-Politiker (Link), die bei Abgeordnetenwatch veröffentlicht wurde –  und hier eine konkrete Anleitung mit Fragetext (Link).


Der Dominikanermönch Thomas von Aquin hat es schon im 13. Jahrhundert auf den Punkt gebracht: „Für Wunder muss man beten, für Veränderungen aber arbeiten.“


 

Zunächst ein Lagebericht, dann folgen die konkreten Weckrufe von Prof. Frass und Christian J. Becker:

In den vergangenen Wochen sind mehrere Schreiben aus Politik und Selbstverwaltung öffentlich geworden, die für sich genommen unscheinbar wirken, in Verbindung aber eine Dramatik zeigen. Auslöser waren unter anderem Schreiben der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie (WissHom) im Januar an politische Entscheidungsträger und Institutionen der Selbstverwaltung, in denen auf wissenschaftliche Aspekte der Homöopathie und die Bedeutung eines fachlichen Austauschs hingewiesen wurde. Entscheidend ist jedoch nicht der Impuls, sondern die Reaktion darauf. Zusammengenommen markieren die Antworten an die WissHom einen Wendepunkt. Homöopathie wird nicht mehr offen von der Politik angegriffen. Sie verschwindet aus politischer Verantwortung. Sie wird aus der politischen Verantwortung entlassen und verwaltungstechnisch abgelegt. Sie wird von Politik, BMG und G-BA administrativ abgeschlossen.

Die Reaktionen auf diese WissHom-Schreiben lassen aufhorchen. Das Bundesgesundheitsministerium erklärt im Antwortschreiben an die WissHom, es sehe keine politische Zuständigkeit mehr für die inhaltliche Bewertung von Zusatzleistungen wie Homöopathie. Der Gemeinsame Bundesausschuss lehnt gegenüber der WissHom selbst das Anhören wissenschaftlicher Expertise ab und erklärt ein Gespräch für wirkungslos. Parallel dazu teilt das Kanzleramt dem Homoeopathiewatchblog mit, dass Zusatzleistungen nicht mehr politisch gesteuert werden, sondern vollständig in der Verantwortung der Selbstverwaltung der Krankenkassen liegen. Zusammengenommen entsteht daraus kein Zufall, sondern eine Linie: politische Steuerung wird zurückgezogen, fachlicher Austausch nicht mehr gesucht. Homöopathie wird nicht widerlegt, sondern verwaltungstechnisch erledigt.

Das bedeutet konkret:
Es gibt keinen politischen Ort mehr, an dem Homöopathie verteidigt oder attackiert wird. Nicht in Ausschüssen, nicht im Bundestag.
Es gibt kein zentrales Gremium mehr, das sich zuständig fühlt, Argumente anzuhören. Weder BMG noch G-BA.
Es gibt keinen offenen Diskurs mehr. Wo Institutionen schweigen, bleibt Verantwortung nicht leer – sie verlagert sich. Homöopathie ist ein erledigter Verwaltungsakt, der zu den Akten in den Keller kommt.

Bis hierher ist das ein Lagebericht. Ab hier wird er zu einem Weckruf.

Denn diese Entwicklung betrifft nicht abstrakt „die Homöopathie“, sondern sehr konkret diejenigen, die mit ihr arbeiten und von ihr abhängen – und zunehmend auch diejenigen, die bereit sind, persönlich Verantwortung zu übernehmen, wenn institutionelle Verantwortung ausbleibt.

Für Heilpraktiker und Ärzte bedeutet sie, dass Homöopathie schrittweise aus der Selbstverständlichkeit der Versorgung verschwindet. Wenn politische Rückendeckung fehlt, werden Erstattungen fragiler, Akzeptanz sinkt, Patienten werden verunsichert, Praxen geraten unter zunehmenden Rechtfertigungsdruck. Wer glaubt, diese Entwicklung betreffe nur andere, verkennt die Dynamik. In Phasen institutionellen Rückzugs werden einzelne Praxen, einzelne Behandler, einzelne Stimmen sichtbar – ob sie es wollen oder nicht. Wenn sich die Rahmenbedingungen ändern, trifft es jede Praxis einzeln.

Für Patienten bedeutet diese Entwicklung den schleichenden Verlust einer Therapieoption, ohne dass darüber offen entschieden oder diskutiert wird. Homöopathie verschwindet nicht, weil sie widerlegt wurde, sondern weil sie nicht mehr verhandelt wird.

Für Hersteller bedeutet sie ein trügerisches Zeitfenster. Solange Märkte noch funktionieren, wirkt alles stabil. Doch wenn Homöopathie politisch und administrativ als erledigt gilt, wird auch der regulatorische und wirtschaftliche Rahmen erodieren. Regulierung greift dort, wo Öffentlichkeit fehlt.

Auch für Verbände verändert sich die Lage grundlegend: Nicht weil sie versagen, sondern weil in Phasen politischer Abschottung institutionelle Logiken an ihre Grenzen kommen. Dann gewinnen Einzelne an Bedeutung – Wissenschaftler, Behandler, Patienten –, die öffentlich aussprechen, was strukturell nicht mehr gesagt wird.

Homöopathie steht nicht vor einem Verbot. Sie wird nicht verboten – sie wird administrativ entsorgt.
Sie steht vor der Gefahr, aus dem System zu verschwinden, ohne dass jemand offiziell „Nein“ gesagt hat.

Was diese Verschiebung für Wissenschaft und fachliche Verantwortung bedeutet, lässt sich besonders klar aus ärztlich-wissenschaftlicher Sicht sowie auch aus Sicht eines Journalisten und Patienten beschreiben.


Was diese Verschiebung für Wissenschaft und fachliche Verantwortung bedeutet, lässt sich besonders klar aus ärztlich-wissenschaftlicher Sicht sowie auch aus der Perspektive eines Journalisten und Patienten beschreiben. Gerade in Phasen, in denen institutionelle Prozesse an Grenzen stoßen, gewinnen individuelle fachliche Stimmen an Bedeutung.

Weckruf aus der Sicht eines Arztes für Homöopathie und Wissenschaftlers

 

Von Prof. Michael Michael Frass

 

 

 

„Aus Sicht von Medizin und Wissenschaft ist nicht die Kritik an der Homöopathie problematisch, sondern der zunehmende Verzicht auf fachlichen Austausch. Wissenschaftliche Bewertung setzt voraus, dass relevante Expertise angehört, eingeordnet und abgewogen wird. Dieser Grundsatz gilt unabhängig davon, ob man zu einem positiven oder negativen Ergebnis gelangt.

Wenn ein zentrales Gremium des Gesundheitssystems erklärt, ein Gespräch über wissenschaftliche Fragen sei wirkungslos, wird diese vorgelagerte Ebene faktisch aufgehoben. Damit endet nicht nur ein Dialog, sondern ein Grundprinzip wissenschaftlicher Entscheidungsfindung. Entscheidungen werden dann nicht mehr vorbereitet, sondern ausschließlich verwaltet. Das ist ein strukturelles Problem, kein inhaltliches.

Homöopathie ist Teil realer Versorgung. Sie wird von Patienten genutzt, von Ärzten und Heilpraktikern angewendet und international wissenschaftlich untersucht. Diese Realität verschwindet nicht dadurch, dass man sie aus dem institutionellen Diskurs ausblendet. Sie verschwindet lediglich aus den Entscheidungsprozessen.

Gerade für Ärzte und Heilpraktiker, die in Verbänden organisiert sind, entsteht daraus eine besondere Verantwortung. Verbände sind nicht nur Interessenvertretungen nach innen, sondern Schnittstellen zwischen Praxis, Wissenschaft und Politik. Aus wissenschaftlicher Sicht ist die eigentliche Gefahr nicht eine kritische Neubewertung der Homöopathie. Die größere Gefahr besteht darin, dass sie als bereits erledigter Verwaltungsgegenstand behandelt wird, ohne fortlaufende fachliche Auseinandersetzung. In diesem Fall entscheidet nicht Evidenz, sondern Verfahren.“

Was diese strukturelle Verschiebung für Betroffene außerhalb institutioneller Schutzräume bedeutet, lässt sich aus journalistischer und patientennaher Perspektive besonders deutlich erkennen.

Weckruf aus der Sicht eines Patienten und Gesundheitsjournalisten

 

 

Von Christian J. Becker

 

 

„Ich beobachte die politische und mediale Entwicklung rund um Homöopathie seit Jahren. Was sich aktuell verändert hat, ist nicht die Lautstärke der Kritik, sondern die Haltung der Entscheidungsträger. Früher wurde gestritten. Heute wird delegiert. Früher gab es Gegenargumente. Heute gibt es Zuständigkeitsverweise.

Parallel dazu wirkt die Homöopathie-Gemeinschaft auffallend nach innen gekehrt. Verbände kümmern sich um ihre internen Prozesse, Hersteller um ihr Tagesgeschäft, viele Ärzte und Heilpraktiker hoffen, dass sich die Lage von selbst stabilisiert. Patienten wiederum nehmen vor allem Verunsicherung wahr, ohne zu verstehen, was sich im Hintergrund strukturell verschiebt.

In dieser Situation werden einzelne Ärzte, Heilpraktiker und Patienten sichtbar, weil sie nicht auf institutionelle Stellvertretung warten können. Wer nicht organisiert ist oder sich nicht auf Verbandskommunikation verlassen kann, ist gezwungen, selbst öffentlich zu werden. Öffentlichkeit entsteht dann nicht aus Strategie, sondern aus Notwendigkeit.

Das Problem sind derzeit nicht Skeptiker oder Journalisten.
Das Problem ist, dass viele Betroffene darauf vertrauen, dass andere für sie sprechen werden.

Doch wenn niemand mehr widerspricht, wird Homöopathie nicht angegriffen, sondern einfach still entsorgt.“

Ein gemeinsamer Appell von Wissenschaftler und Watchblog

Homöopathie wird nicht durch einen großen Beschluss verschwinden, sondern durch Passivität. Wenn Politik nicht mehr gestaltet und Verwaltung nicht mehr zuhört, verlagert sich Verantwortung zwangsläufig. Sie liegt dann nicht mehr primär bei Institutionen, sondern bei den einzelnen Akteuren, die bereit sind, sichtbar zu bleiben.

Die Verteidigung der Homöopathie lässt sich nicht vollständig an Einzelne delegieren. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Lage, dass einzelne Stimmen dort wirksam werden, wo institutionelle Prozesse blockiert sind. Wissenschaftler, Ärzte, Heilpraktiker, Patienten sowie der Watchblog und seine aktiven Leser übernehmen damit eine Rolle, die eigentlich breiter getragen werden müsste.

Dieser Text ist kein Angriff und keine Kampagne: Er ist ein Weckruf an die Homöopathie-Gemeinschaft.

Noch gibt es Praxen, die behandeln.
Noch gibt es Wissenschaftler, die sprechen.
Noch gibt es Verbände und Hersteller mit Einfluss.

Aber dieses Zeitfenster schließt sich.

Wer Homöopathie erhalten will, muss jetzt sichtbar werden.

Nicht später.
Nicht leise.

Sondern jetzt – mit Selbstbewusstsein.

Wer handelt, wird gesehen.
Wer sichtbar ist, wird gehört.
Wer gehört wird, hat Einfluss.

#rettedeinehomöopathie

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FAQ: Was ist jetzt konkret zu tun?

Was ist konkret zu tun für die Verbände?

Klartext:
Verbände müssen aus dem Schweigen heraus.

Konkret heißt das jetzt:

  1. Öffentliche Einordnung der neuen Lage
    Jeder Verband muss gegenüber seinen Mitgliedern schriftlich festhalten:
    – BMG zieht sich zurück
    – G-BA verweigert fachlichen Austausch
    – politische Steuerung endet
    – Kassen entscheiden allein über Homöopathie auf Basis von FinanzdatenDas ist keine Meinung, sondern Fakt.
  2. Benennung der Konsequenzen
    Verbände müssen sagen, was das real bedeutet:
    – für Erstattungen
    – für Planungssicherheit
    – für die politische Zukunft der Homöopathie
  3. Sichtbarkeit nach außen – nicht intern
    Mindestens eine sichtbare Stellungnahme pro Verband.
    Nicht Kampagne, nicht Petition – aber öffentlich nachvollziehbar.

👉 Schweigen ist ab jetzt eine Entscheidung gegen Sichtbarkeit.

Was ist konkret zu tun für die Hersteller?

Klartext:
Hersteller können sich nicht länger darauf verlassen, dass wirtschaftliche Stabilität politische Unsichtbarkeit kompensiert.

Konkret heißt das jetzt:

  1. Anerkennen, dass die Bedrohung nicht medizinisch, sondern administrativ ist
    Homöopathie wird nicht wegen neuer Evidenz infrage gestellt, sondern weil sie politisch und regulatorisch „abgehakt“ wird.
    Das betrifft Hersteller direkt, auch wenn Umsätze aktuell noch stabil sind.
  2. Öffentlich sichtbar machen, dass Verfahren statt Inhalte entscheiden
    Hersteller müssen nicht Wirksamkeit verteidigen,
    aber sie müssen klar benennen, dass wissenschaftliche Expertise und Marktrealität aus Entscheidungsprozessen ausgeschlossen werden.
  3. Sichtbarkeit herstellen – nicht Kampagnen
    Ein Interview, ein Fachbeitrag, ein offenes Wort gegenüber Politik oder Öffentlichkeit reicht.
    Schweigen signalisiert Zustimmung zur administrativen Entsorgung.
  4. Nicht länger darauf setzen, dass andere das Risiko tragen
    Wenn Verbände und einzelne Behandler exponiert sind, während Hersteller still bleiben, entsteht ein Ungleichgewicht.
    Das schwächt langfristig auch die wirtschaftliche Grundlage.

👉 Wer heute profitiert, aber nicht spricht, wird morgen reguliert, ohne gefragt zu werden.

Warum ist das für Hersteller jetzt zwingend?

Weil sich gerade entscheidet, ob Homöopathie als regulierter Marktbereich weiter existiert
oder ob sie politisch als erledigt gilt – mit Folgen für:

Das ist keine ideologische Frage, sondern eine Standort- und Geschäftsfrage.

Kurzfassung für Hersteller

Der Weckruf richtet sich auch an Sie.
Nicht, um zu mobilisieren – sondern um sichtbar zu machen,
dass Homöopathie kein stiller Verwaltungsfall ist.

Was ist konkret zu tun für einzelne Ärzten und Heilpraktiker?

Klartext:
Nicht alle müssen laut sein – aber es müssen genug sein.

Konkret heißt das:

  1. Nicht mehr beschwichtigen
    In Praxis, Kollegenkreis, Öffentlichkeit nicht mehr sagen:
    „Das legt sich schon.“
    Sondern:
    „Die Rahmenbedingungen ändern sich gerade grundlegend.“
  2. Mindestens eine bewusste Entscheidung treffen
    – Bleibe ich bewusst still?
    – Oder äußere ich mich sachlich?
    Beides ist legitim. Unbewusstes Schweigen nicht mehr.
  3. Einzelne Stimmen werden notwendig
    Wenn Institutionen nicht sprechen, müssen Einzelne sichtbar werden,
    sonst existiert die Homöopathie öffentlich nicht mehr.

👉 Der Weckruf sagt ausdrücklich:
Es reicht nicht, wenn alle darauf hoffen, dass andere sprechen.

Was ist konkret zu tun für die Wissenschaftler?

Klartext:
Fachliche Expertise darf sich nicht ins Private zurückziehen. Prof. Michael Frass belegt mit seinen Aktivitäten, wie man die Sichtbarkeit der Homöopathie-Studien erhöht und sich auch gegen Homöopathie-Gegner sachlich zur Wehr setzen kann.

Konkret heißt das:

👉 Wissenschaft, die nicht mehr gehört wird, muss sichtbar machen, dass sie ausgeschlossen wird.

Was ist konkret zu tun für die Patienten?

Klartext:
Nicht protestieren – nachfragen und benennen.

Konkret heißt das:

Warum reicht „abwartendes Verhalten“ jetzt nicht mehr?

Weil Homöopathie nicht offen bekämpft, sondern still abgewickelt wird.

Wenn:

dann verschwindet Homöopathie, ohne dass jemand verantwortlich war.

Genau das benennt der Weckruf – und genau das soll verhindert werden.

Kurzfassung, unmissverständlich

Der Weckruf fordert:

Nicht alle müssen alles tun.


Aber niemand kann mehr so tun, als müsse er gar nichts tun.

 

Der Dominikanermönch Thomas von Aquin hat es schon im 13. Jahrhundert auf den Punkt gebracht: „Für Wunder muss man beten, für Veränderungen aber arbeiten.“

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