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Ich stelle mich der Kritik des Verbandes UDH BW, Vorstand Andreas Maier: Er sagt, Newsblog und Watchblog spalten Homöopathie und Heilpraktiker

homöopathie

Ein Vorstandsmitglied der Union Deutscher Heilpraktiker (Andreas Maier, UDH BW) wirft dem Newsblog und Watchblog vor, sie würden Homöopathie und Heilpraktiker spalten. Diese Aussage trifft er öffentlich, nicht ein einen Telefonat. Sondern im Newsblog. Der entsprechende Kommentar enthält mehrere nicht belegte Tatsachenbehauptungen und kann daher gemäß den geltenden Kommentarregeln nicht freigeschaltet werden.

Kritik gehört jedoch zur öffentlichen Debatte – gerade dann, wenn es um Verantwortung, Transparenz und politische Kommunikation geht. Deshalb greife ich den Vorwurf hier ausdrücklich auf und antworte Herr Maier vom UDH öffentlich, so wie er öffentlich sich geäußert hat.

Die zentrale Frage lautet nicht, ob Verbände intern tätig sind, sondern ob in entscheidenden Momenten auch öffentlich sichtbar wird, was geschieht. Ich lege im Folgenden dar, warum ich diese Differenz für journalistisch relevant halte – und welche Rolle Transparenz in einer angespannten gesundheitspolitischen Lage spielt.

11.2.2025

Andreas Maier
1 Genehmigt

udh-bw.dex
andreas.maier@udh-bw.de
Sehr geehrter Herr Becker,

ich möchte Bezug nehmen auf Ihre Aussage, dass sich „vor allem einzelne Menschen und ein einzelner Verband“ für die Gemeinschaft von Homöopathie und Heilpraktikern, Ärzten und Patienten einsetzen. ….. (Red. Hinweis: Da der Kommentar zahlreiche nicht belegte Tatsachenbehauptungen aufstellt wie „Becker spaltet die Homöopathie und Heilpraktiker“ kann ich ihn entsprechend der Kommentarregeln (u.a. Tatsachenbehauptungen müssen belegt sein) nicht freischalten. Aber ich werde in eine Antwort darauf eingehen, Becker).

……Mit freundlichen Grüßen
Andreas Maier

 

22.2.2025, von Christian J. Becker

 

Als Antwort auf Andreas Maier.Sehr geehrter Herr Maier,

danke für Ihren Beitrag.

Mir geht es nicht darum, Verbandsarbeit pauschal infrage zu stellen. Dass Entscheidungen abgewogen werden müssen und interne Prozesse Zeit benötigen, ist selbstverständlich.

Meine Kritik betrifft einen anderen Punkt: die Diskrepanz zwischen interner Abstimmung und öffentlicher Wahrnehmung. Wenn politische oder mediale Entwicklungen bereits öffentlich wirksam sind, entsteht auch öffentlich eine Erwartung an sichtbare Einordnung. Bleibt diese aus, entsteht ein Eindruck – unabhängig davon, was intern geschieht.

Am 25. Januar habe ich unter anderem auch den Vorstand der UDH über das laufende Programmbeschwerdeverfahren informiert und den Austausch angeboten. Ziel war eine frühzeitige Transparenz, keine Einflussnahme. Sie Anlage unten. Eine Rückmeldung darauf ist nicht erfolgt. Am 22. Dezember habe ich ein einer Mail an den UDH sogar den UDH besonders herausgestellt. Sie Anlage unten.

Gleichzeitig ist mir wichtig zu betonen: Mein Engagement richtet sich nicht gegen Verbände. So habe ich beispielsweise gestern die Handzettel-Aktion des FDH zur Landtagswahl aufgegriffen und öffentlich unterstützt. In dem Artikel ist der UDH sogar genannt. Haben Sie den Artikel lesen können? Offensichtlich nicht, sonst würden Sie nicht die falsche Tatsachenbehauptung aufstellen, „Becker spaltet die Homöopathie und Heilpraktiker“. Wenn Verbände aktiv werden, mache ich das sichtbar. Wenn Verbände nicht aktiv sind und das öffentlich nachweisbar ist, dann mache ich das sichtbar. Journalismus ist einfach: Sichtbar machen, was ist. Und der Leser kann sich selbst mit allen Informationen ein Urteil bilden.

Die Frage ist daher aus meiner Sicht nicht, ob Verbände etwas tun, sondern ob das, was getan wird, in entscheidenden Momenten auch erkennbar wird.

Öffentlichkeit verstehe ich nicht als Spaltung, sondern als Form von Transparenz und Verantwortungsübernahme.

Mfg Becker

PS. Ich werde Ihre Website beachten, ob sich dort relevante Informationen befinden über Aktivitäten. Wenn ja, werde ich darüber berichten. Nehmen Sie sich einfach ein Beispiel an der professionellen Pressearbeit des FDH. Hier eine Fallstudie dazu: https://heilpraktiker-newsblog.de/2026/01/28/wie-machen-verbaende-pr-bdh-und-ddh-fdh/

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Von: „christian.j.becker.redaktion@homoeopathiewatchblog.de“ christian.j.becker.redaktion@homoeopathiewatchblog.de
Betreff: Was können Heilpraktiker nach der Böhmermann-Sendung am 19.12. tun? Hier: Anaylse und Hilfestellungen
Datum: 22. Dezember 2025 um 15:31:42 MEZ
An: „Christian J. Becker“ christian.j.becker@gmx.net

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrte Vorstände von Verbänden der Heilpraktikerschaft,

ich möchte Sie auf einen aktuellen Jahresrückblick im Heilpraktiker-Newsblog aufmerksam machen, der die Entwicklungen rund um den Berufsstand im Jahr 2025 zusammenfasst und einordnet:

https://heilpraktiker-newsblog.de/2025/12/21/heilpraktiker-jahresrueckblick-2025/

Der Text richtet sich ausdrücklich auch an Verbände und Funktionsträger. Er bündelt Beobachtungen aus Politik, Medien und öffentlicher Debatte und versucht, die letzten Monate in einen größeren Zusammenhang zu stellen.

Am 19.12. hat es den größten Angriff eines öffentlich-rechtlichen Senders auf die Heilpraktiker seit Jahrzehnten gegeben. Vor dem Hintergrund der Böhmermann-Sendung halte ich es als Journalist für sinnvoll, wenn Heilpraktikerverbände ihre Mitglieder aktiv auf das Instrument der Programmbeschwerde beim ZDF-Fernsehrat als Aufsichtsrat des Senders hinweisen. Ziel ist die Depublikation der Sendung. Eine entsprechende Hilfestellung findet sich ebenfalls im Newsblog und Homoeopathiewatchblog inkl. Musterbrief sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:
https://homoeopathiewatchblog.de/2025/12/19/nach-der-boehmermann-sendung-gegen-homoeopathie-warum-jetzt-der-zdf-fernsehrat-gefragt-ist-hier-ein-musterbrief-fuer-sie/

Der UDH Hessen hat den Fall Böhmermann im Homoeopathiewatchblog durch eine Stellungnahme seines 1. Vorsitzenden Dr. Klaus Zölter eingeordnet: https://homoeopathiewatchblog.de/2025/12/20/boehmermann-der-groesste-angriff-auf-heilpraktiker/#comment-2300.

Darüber hinaus steht für Verbände und einzelne Heilpraktiker ein umfassendes PR- und Informationspaket „Was tun nach Böhmermann?“ zur Verfügung, das konkret bei der internen und externen Kommunikation unterstützt:
https://heilpraktiker-newsblog.de/2025/12/20/boehmermann-der-groesste-angriff-auf-heilpraktiker/

Sie finden dort unter anderem:

– eine ausführliche Analyse, warum die Sendung eine neue Eskalationsstufe darstellt
– eine Einordnung der möglichen Langzeitfolgen für den Berufsstand
– den Hinweis, warum Programmbeschwerden offenbar Wirkung entfalten

sowie umfangreiche Materialien zur Weitergabe:

– Infobox: Was bedeutet diese Sendung für Heilpraktiker konkret?
– FAQ-Liste
– Einschätzung für Verbände und Berufsorganisationen
– ausführlicher Handzettel für Praxen (Wartezimmer, Patientengespräch)
– Langfassung für Verbandsnewsletter
– Vorlage für Presseanfragen
– ausgearbeitete 5-Punkte-Argumentationshilfe

Mir geht es dabei ausdrücklich um Orientierung, Einordnung und um handhabbare Instrumente für Verbände und Mitglieder. Vielleicht ist der Hinweis für Ihre interne Arbeit hilfreich.

Mit freundlichen Grüßen
Christian J. Becker

Redakteur Heilpraktiker-Newsblog und Homoeopathiewatchblog

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Von: „christian.j.becker.redaktion@homoeopathiewatchblog.de“ christian.j.becker.redaktion@homoeopathiewatchblog.de
Betreff: Hinweis zum Programmbeschwerdeverfahren beim ZDF zur Sendung Böhmermann / 29 Millionen Patienten bei Heilpraktikern pro Jahr
Datum: 25. Januar 2026 um 06:04:18 MEZ
An: „Christian J. Becker“ christian.j.becker@gmx.net

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrte Vorstände von Verbänden der Heilpraktikerschaft,

ich möchte Sie kurz darüber informieren, dass im Zusammenhang mit der ZDF-Sendung von Jan Böhmermann zum Thema Heilpraktiker vom 19.12.2025 derzeit ein formelles Programmbeschwerdeverfahren beim ZDF-Fernsehrat anhängig ist. Der Fernsehrat hat hierfür einen Heilpraktiker als Leitbeschwerdeführer benannt. Mit diesem stehe ich im Austausch und unterstütze ihn – als Co-Beschwerdeführer und Journalist.

Gegenstand des Verfahrens ist die Prüfung, ob die Sendung den programmlichen Anforderungen des ZDF entspricht. In diesem Zusammenhang kann es für den Fernsehrat relevant sein, neben der individuellen Programmbeschwerde auch einzuschätzen, welche Wirkungen eine solche Darstellung auf einen betroffenen Berufsstand entfaltet. Zu diesem Zweck könnte der Fernsehrat im weiteren Verfahren in den nächsten Wochen Einschätzungen von Berufsvertretungen wie von Ihrem Verband einholen, insbesondere zur Frage möglicher Folgen für Mitglieder der jeweiligen Verbände.

Mir ist wichtig klarzustellen, dass diese Nachricht weder als Angriff noch als Form der Einflussnahme oder Druckausübung zu verstehen ist. Sie dient ausschließlich der frühzeitigen Information von mir als am Verfahren beteiligter Journalist und als Vorwarnung für Sie und Vorbereitung, falls der Fernsehrat im Rahmen seiner Prüfkompetenz auf Verbände zukommen sollte. Diese Information geht parallel an über 30 Heilpraktikerverbände inkl. Landesverbänden, um diese rechtzeitig auf den Stand zu bringen. Aktuell wird die schriftliche Erwiderung auf die Stellungnahme des ZDF-Intendanten durch den Leitbeschwerdeführer (ein Heilpraktiker), durch mich als Journalisten und ebenfalls Beschwerdeführer und durch meinen Anwalt als fachliche Unterstützung vorbereitet; nach deren Eingang ist mit der weiteren Befassung des Fernsehrats zu rechnen.

Den aktuellen Stand des Verfahrens finden Sie in diesem Artikel zusammengefasst: Link.

Mit freundlichen Grüßen

Christian J. Becker

| Gesundheitsjournalist | Dipl. oec. troph. |

Redakteur
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