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Wer hat Vorteile durch die Kampagne gegen Heilpraktiker?

heilpraktiker

Das Gesundheitssystem ist auch ein Markt, ein Markt von 350 Milliarden Euro pro Jahr. Ein Markt, auf dem sich Teilnehmer bewegen, die miteinander konkurrieren.

Die Mitbewerber von konventionellen Ärzten, besonders HNO-Ärzten, sind … Heilpraktiker . Und an deren Einnahmen möchten manche Ärzte. Ein Grund, hier ein Beispiel: im Ärzteblatt hat ein Arzt einen Leserbrief veröffentlicht, in dem er schreibt, dass sich HNO-Ärzte nur mit IGEL- und Privat-Leistungen „am Leben“ erhalten (Link).  So fordert der Ärztekammer-Präsident Rudolf Henke ganz offen im ZDF, dass nur noch Ärzte Krankheiten behandeln und der Beruf des Heilpraktikers abgeschafft gehört (Link).

Heilpraktiker behandeln viele Indikationen, die auch konventionelle HNO-Ärzte behandeln, vor allem im Komplex Erkältung. Konventionelle HNO-Ärzte stehen immer wieder im Verdacht, zu leicht und zu viele Antibiotika zu verschreiben. Das stört auch Patienten.

So haben konventionelle Ärzte, besonders HNOs, das Problem, dass Patienten zu Heilpraktikern abwandern – oder gar nicht erst zu ihnen kommen, sondern gleich zum Heilpraktiker gehen. Das stört HNO-Ärzte. Es geht um viel Geld. 40.000 Heilpraktiker machen einen Umsatz von 1 Mrd. Euro pro Jahr, 50 % davon kommt von Selbstzahlern. Dieser Kuchen interessiert konventionelle Ärzte. Also könnten sie daran interessiert sein, ihre Marktwettbewerber erst imagemäßig zu beschädigen und dann mit politischen Verschärfungen vom Markt zu verdrängen oder einzuschränken.

Auffallend viele ärztliche Fachzeitschriften berichten kritisch über den Heilpraktiker in letzter Zeit, z.B. ZFA mit dem Artikel „Den Heilpraktikerberuf abschaffen?“. Auffallend viele Vorstände oder Unterstützer der Lobbygruppe INH, die öffentlich gegen Heilpraktiker lobbyiert, sind HNO-Ärzte. Und genau von diesem INH ist auch die Kampagne gegen Heilpraktiker im Oktober 2018 losgetreten worden. Erst auf Twitter mit dem Hashtag #Heilpraktikalypse durch den INH-Vorstand Natalie Grams (Ärztin), dann mit einem Verriss des Berufs in der Zeitschrift FOCUS, dann mit politischem Druck durch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und die FDP. Die FDP scheint für Spahn die politische „Schmutzarbeit“ vorzubereiten, die Spahn momentan noch nicht tun kann, aber vorbereiten lässt. So hat die Gesundheitsministerkonferenz der Länder im Beisein von Spahn im Juni 2018 beschlossen, den Beruf des Heilpraktikers grundlegend zu „reformieren“, wie es im Politikerdeutsch heißt. Real heißt das, die Zugangsvoraussetzungen für den Beruf zu erschweren, um den Beruf in Zukunft unattraktiver zu machen.

Experten sagen voraus, dass es für den Beruf des Heilpraktikers durch die Kampagne in Politik und Medien fünf vor zwölf ist.

 

 

 


 

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