Politik startet PR-Kampagne gegen Heilpraktiker-Beruf heute in DIE WELT

Eine politische Kampagne gegen eine Berufsgruppe wie den Heilpraktiker fährt immer zweigleisig, belegt dieser Blog. Ein Gleis ist die politische Kampagne, um Gesetze zu ändern. Begleitet wird dies immer durch eine PR-Kampagne auf dem zweiten Gleis. Ziel der zweigleisigen Kampagne ist es, dem Beruf Ketten anzulegen.

Genau dieser Ablauf lässt sich auch bei der Kampagne gegen Heilpraktiker momentan beobachten. Die Politik will dem Heilpraktiker-Beruf Ketten anlegen. Seit Juni 2018 arbeitet im Hinterzimmer nicht öffentlich eine Länderkommission im Auftrag der Gesundheitsministerkonferenz GMK daran, Vorschläge zu erarbeiten, wie der Beruf des Heilpraktikers eingeschränkt werden kann – die Politik nennt das beschönigend „Reform“.

In dieser Woche hat der Homoeopathiewatchblog durch eine Presseanfrage ein wenig Licht ins Dunkel gebracht, was die genaue Zielrichtung der GMK ist (Link). Der Watchblog hat auch am 9. Februar vorhergesagt, dass die Politik den Gerichtsprozess Brüggen-Bracht zum Start einer PR-Kampagne gegen den Beruf des Heilpraktikers nutzen wird (Link). Und so geschieht es aktuell. Vorbereitet wurde die Kampagne von der Lobbygruppe Die Skeptiker aus dem hessischen Rossdorf. Sie hat die Kampagne gegen den Heilpraktiker-Beruf im Herbst 2018 auf Twitter gestartet (Slogan #Heilpraktikalypse), dem folgten eine medialer Verriss des Berufs in der Zeitschrift Focus sowie öffentlich gemachte Gespräche der Skeptiker mit der FDP-Bundestagsfraktion.

Die Bundes-Politik startet heute parteiübergreifend mit einem Artikel in der Tageszeitung DIE WELT (Link zum Artikel) die vorhergesagte PR-Kampagne gegen den Beruf des Heilpraktikers als Begleitung der politischen GMK-Kampagne gegen den Beruf.

Im WELT-Artikel kommen verschiedene Politiker zu Wort, warum der Beruf aus ihrer Sicht „reformierungsbedürftig“ sei. Zu den zitierten Politikern, die sich für die Überarbeitung des Heilpraktiker-Berufs aussprechen, gehören Kathrin Helling-Plahr (FDP), Kordula Schulz-Asche (Grüne), Karin Maag (CDU), Heike Werner (Linke), Jens Spahn (CDU) sowie die Hamburger Gesundheitsbehörde mit SPD-Gesundheitssenatorin Cornelie Prüfer-Storcks als Federführende der Kampagne gegen den Heilpraktiker-Beruf auf Länderebene.

Zur Verteidigung des Heilpraktiker-Berufs kommt Ursula Hilpert-Mühlig vom Fachverband Deutscher Heilpraktiker in der WELT kurz zu Wort.

Wer hat eigentlich konkret Vorteile, wenn der Heilpraktiker-Beruf eingeschränkt wird? Hier eine Analyse. Der Ärzte-Lobbyist, Ärztekammer-Präsident und Bundestagsabgeordnete Rudolf Henke (CDU) geht mit dem Thema offen um: nur noch Ärzte sollen behandeln dürfen, Heilpraktiker nicht mehr, so seine Forderung.

 

Quellen:

WELT-Artikel, Titel: „Heilpraktiker – die Suche nach dem Fehler im System“ (Link)

Presseanfrage an Gesundheitsministerkonferenz von Homoeopathiewatchblog (Link)

Vorhersage des PR-Kampagne gegen Heilpraktiker-Beruf am 9.2. im Homoeopathiewatchblog (Link)

 

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2 Antworten

  1. Mara Kleine sagt:

    Es ist nicht zu fassen, was den (von den Pharma- und Ärztelobbyisten geschmierten und Krankenkassen gedrückten) Politikern alles einfällt, um die Bevölkerung für deren Zwecke zu missbrauchen. Allein für deren Profitgier geht man über tausende von Leichen, denn die werden immer mehr von der Schulmedizin verursacht. Es ist inzwischen statistisch erwiesen, dass die „Behandlung“ (vor allem Medikamente) durch Schulmedizin an 3. Stelle der Todesursachen liegt. Ich kann aus eigener Erfahrung (wie Tausende Leidensgenossen) berichten, dass man in unserem Krankheitssystem keine Chance auf Gesundung hat, wenn man an „nicht alltäglichen“ Erkrankungen leidet und sich auf Ärzte verlässt, denn was die an den Unis lernen ist aus dem 18. bestenfalls 19. Jahrhundert. Dafür wird bei Vielen Unwissen erfolgreich mit Arroganz überspielt, was dann wohl Kompetenz vortäuschen soll. Man kann vor sich hin vegetieren und verrecken, wenn man sich diesem System ausliefert und nicht den Mut und das Geld aufbringt(aufbringen KANN), sich von Heilpraktikern behandeln zu lassen, die dann oft genug gerade biegen müssen, was von Ärzten versaubeutelt wurde. ABER das wissen diese genannten Vertreter der Berufsgruppen nur zu gut selber. Die HP’s sollen nun verschwinden, weil sie merken, dass das die besseren – und vor allem menschlicheren – Ärzte sind. By the way: ich kenne persönlich 2 ÄrzteInnen, die sich regelmäßig von einer HP behandeln lassen. Komisch!?

  2. Nur eine Vielfalt im Gesundheitswesen garantiert,dass auch kritische Stimmen Gehör finden und das Feld nicht den alles verschlingenden Pharmariesen und geschmierten Doktoren,Professoren und andern Lobbyisten überlassen wird.Empirie istsehr wohl ein Bereich der Wissenschaft,Ehrfahrungsheilkunde aber wird verteufelt.Warum? Na,nur des schnöden Mamons wegen…..Wer anders behauptet lügt oder ist dumm….(weil redet ohne zu verstehen…)

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