Jeder fünfte Vater oder Mutter informiert sich beim Heilpraktiker zu Gesundheitsproblemen des Kindes: neue Forsa-Studie
Christian Becker
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag des Apothekerverbandes ABDA in Frühjahr 2019 untersucht, wie sich Eltern informieren, wenn es um die Gesundheitsprobleme ihrer Kinder geht. Zum Tag der Apotheke im Juni hat der Verband die Umfrage vorgestellt.
Ergebnis: 20 Prozent aller Väter und Mütter holen sich Rat beim Heilpraktiker, um sich über Gesundheitsprobleme ihrer Kinder zu informieren.
Auf Platz 1 steht der Arzt mit 97 %, gefolgt von Freunden/Bekannten mit 64 %, auf Platz 3 folgen Internet und Blogs (wie dieser Newsblog, den Sie gerade lesen) mit 47 %. Platz 4 belegt der Apotheker mit 41 %. Hinter dem Heilpraktiker folgen Hebammen (19 %) sowie Medien wie Zeitungen, TV, Radio mit 13 %.
Eltern bewerten den Gesundheitszustand ihres Kindes (unter 3 bis 18 Jahre) zu 60 % im Schnitt mit sehr gut. Doch je älter das Kind wird, desto weniger gut stufen Eltern sein Gesundheitszustand ein: 69 % sehr gut bei Kindern unter 3 Jahren, 65 % bei Kindern 6-10 Jahre, 50 % bei Jugendlichen 14-18 Jahre.
Weitere Ergebnisse:
Rund jedes fünfte Kind unter 18 Jahren leidet an einer chronischen Erkrankung. Mit zunehmendem Alter der Kinder nimmt auch der Anteil chronisch kranker Kinder zu.
Sechs von zehn Eltern sagen, dass ihr Kind in den letzten vier Wochen Medikamente angewendet hat.
Die Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung für Kinder ist aktuell noch höher als vor zehn Jahren. Rund neun von zehn Eltern vergeben aktuell das Urteil „gut“ oder sogar „sehr gut“.
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