Wie kann man die Homöopathie und Anthroposophie bei der GKV retten? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer öffentlich übertragenen Konferenz von Ärzten, Heilpraktikern und Verbänden am 20. April. Die Konferenz wurde auf Youtube-Live übertragen und liegt als Mitschnitt dem Homoeopathiewatchblog vor.
Ziel der Konferenz war der Start der Kampagne mit Titel „Eine Million“ von Weil’s hilft!. Der Geschäftsführer und anthroposophische Kinderarzt Stefan Schmidt-Troschke stellte die Kampagne den anwesenden Teilnehmern in einem einstündigen Vortrag mit anschließender Diskussion vor. Anwesend waren neben ihm die Heilpraktikerinnen Gabi Schörk, Andra Dattler, Erika Rau sowie der Heilpraktiker Helmut Schnellrieder als offizieller Vertreter des Verbandes VKHD. Die Konferenz wurde von rund 166 Interessierten auf YouTube bis zum Ende live verfolgt und im Chat angeregt mit Vorschlägen begleitet.
Ziel der Kampagne sei, dass Homöopathie Teil der GKV bleibt, so Schmidt-Troschke. Er betonte mehrfach, dass er sich persönlich für dieses Ziel einsetzen werde und sich verantwortlich fühle. Strategie der Kampagne seit laut Vortragendem die Öffentlichkeitsarbeit mit Mobilisierung. Dafür sollen Patienten, Ärzte und Heilpraktiker aktiviert werden, eigenständig Briefe an Politiker zu schreiben und Gespräche in Abgeordnetenbüros mit Politikern zu führen.
Weil’s hilft kündigte an, mit dieser Strategie in den kommenden Wochen eine Million Menschen zu erreichen und zur Unterstützung zu mobilisieren. Auf die Frage, ob diese Öffentlichkeitsarbeit durch konkrete politische Kommunikation und Gesprächen mit Politikern begleitet werde, verwies Schmidt-Troschke darauf, dass bereits Gespräche im Hintergrund geführt würden. In diesem Zusammenhang verwies er darauf, dass die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Kneippianerin sei.
In einem viertelstündigen Exkurs erläuterte Stefan Schmidt-Troschke von weils hilft, warum er keine Bundestagstagspetition mache. Diese könnte aus seiner Sicht momentan höchstens 60.000 Stimmen erreichen. Damit würde sie das Image der weils hilft -Petition von 2024 beschädigen, die 200.000 Stimmen erreicht hatte.
Die Heilpraktikerinnen Gabi Schörk, Andra Dattler und Erika Rau und Helmut Schnellrieder (Vertretung VKHD) zeigten sich von der geplanten Kampagne überzeugt und sagten Schmidt-Troschke eine Spende in Höhe von 20.000 Euro zu. Die Mittel sollen nach seinen Angaben in den Aufbau und die Umsetzung der Kampagne von weils hilft fließen. Schmidt-Troschke nahm die Zusage an und unterstrich erneut seine persönliche Verantwortung für das Ziel, die Homöopathie und Anthroposophie in der GKV zu halten. „Die Homöopathie muss bleiben“, endete Troschke. Ein konkreter Starttermin der weils hilft-Kampagne wurde mit Mai von ihm angegeben.
Die Teilnehmer der Konferenz kündigten an, das öffentliche Konferenz-Format auf YouTube künftig regelmäßig – im wöchentlichen oder zweiwöchentlichen Abstand – fortzuführen, um die Kampagne weiterzuentwickeln und zu monitoren. Interessierte wurden eingeladen, sich mit eigenen Ideen einzubringen.
Hier einige Gedanken und Präsentationsfolien von Stefan Schmidt-Troschke, die er öffentlich am 20.4. präsentiert hat. So können auch Homöopathie-Freunde, die bei der Konferenz nicht teilnehmen konnten, die Strategie von weils hilft nachvollziehen:





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