Breaking News: ZDF sendet heute kein Anti-Homöopathie-Thema – ein Signal mit Wirkung

Nach Tagen intensiver Aufmerksamkeit und öffentlicher Debatte setzt das ZDF heute einen anderen thematischen Schwerpunkt. Das Thema wurde um 20 Uhr auf der ZDF-Website verkündet.

Dass die Redaktion sich kurzfristig für ein anderes Thema entschieden hat, kann unterschiedliche Gründe haben. Redaktionelle Entscheidungen dieser Art werden regelmäßig bis kurz vor der Ausstrahlung getroffen und unterliegen internen Abwägungen, die von außen nicht vollständig nachvollziehbar sind. Und: Konfrontative  Sendungen wie politische Satiresendungen bereiten immer mindestens zwei Sendungen parallel sendefertig vor, um das Risiko zu minimieren, falls ein Thema redaktionell kippt oder juristisch gekippt wird.

Festhalten lässt sich jedoch Folgendes:
In den vergangenen Tagen hat sich innerhalb der Homöopathie-Gemeinschaft ein ungewöhnlich hohes Maß an Aufmerksamkeit und Engagement entwickelt. Zahlreiche Menschen haben sich informiert, Programmbeschwerden verfasst, Argumente zusammengetragen und öffentlich Stellung bezogen – ruhig, sachlich und organisiert. Der Homoeopathiewatchblog war dabei ein zentraler Ort der Information, Bündelung und Koordination.

Es ist allgemein bekannt, dass Programmredaktionen ihre Themenauswahl nicht im luftleeren Raum treffen. Öffentliche Aufmerksamkeit, kritische Begleitung und mögliche rechtliche Fragestellungen können bei redaktionellen Entscheidungen eine Rolle spielen. Auch aus Reputationsgründen agieren Sender heute oft vorsichtiger als noch vor einigen Jahren. Welche dieser Faktoren im konkreten Fall ausschlaggebend waren, wird das ZDF nicht öffentlich kommentieren.

Beobachtbar ist zudem, dass es im Vorfeld der heutigen Sendung Kontakte zwischen der Redaktion und Heilpraktikern gegeben hat. Solche Recherchen sind Teil journalistischer Arbeit und erfolgen häufig in der Endphase der Sendungsvorbereitung. Dann werden für eine fertige Dramaturgie gerne „Opfer“ gesucht, die in Sendungen vorgeführt werden können. Welche Schlüsse die Redaktion daraus gezogen hat, bleibt offen.

Das Signal dieses Tages lautet dennoch:
Engagement lohnt sich. Aufmerksamkeit und Wachsamkeit können Wirkung entfalten.

Gleichzeitig ist klar: Das Thema Homöopathie ist beim ZDF damit nicht erledigt. Es ist gut möglich, dass es zu einem späteren Zeitpunkt erneut aufgegriffen wird – möglicherweise unter veränderten inhaltlichen oder rechtlichen Voraussetzungen. Der nächste mögliche Sendetermin ist der 19.12. um 23 Uhr. Für die Homöopathie-Gemeinschaft bedeutet das: informiert bleiben, sachlich argumentieren und wachsam bleiben. Auch wenn die Zahl der Magazin Royale-Sendungen im September von 32 auf 20 pro Jahr reduziert wurden, bleibt noch genug Sendezeit für das Thema Anti-Homöopathie.


 

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Wie Sie helfen können, damit
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gut mit Kaffee versorgt ist

Eine persönliche Bitte. In vielen Nachtschichten in den letzten Wochen als Hobbyblogger für die Homöopathie habe ich  – neben meinem „Brot“-Beruf als Gesundheitsjournalist und Ernährungswissenschaftler – Sie und die gesamte Homöopathie-Gemeinschaft informiert und angeregt.

Damit ich das durchhalten konnte, brauchte ich viel Kaffee. Meine Kaffeedose ist nun ganz schön leer nach dem Grünen-Parteitag und der Böhmermann-Sendung. Vielleicht finden Sie den Homoeopathiewatchblog gut und können mir helfen, die Kaffeedose wieder ein klein wenig zu füllen – für die nächsten gemeinsamen Aktionen.
Spendieren Sie mir doch gern einen Kaffee (für 5 Euro oder mehr, je nachdem wie viel sie möchten).

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Denn: Viele kleine Spenden erzeugen eine große gemeinschaftliche Kraft.

 

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Herzlichen Dank, Ihr Christian J. Becker, Dipl. oec. troph.,

Redakteur und Aktivist für die Homöopathie seit 2018 mit dem Homoeopathiewatchblog.de

Böhmermann greift heute wieder die Homöopathie an – und wir stehen zusammen und bieten ihm Paroli

Nun verdichten sich die Hinweise deutlich: Die heutige Ausgabe des „ZDF Magazin Royale“ wird sich erneut kritisch gegen die Homöopathie richten. Die Sendung läuft um 23 Uhr im ZDF – und vieles deutet darauf hin, dass Jan Böhmermann dort weitermacht, wo er 2019 aufgehört hat. Die Sendung wurde am Donnerstag Nachmittag in Köln im Studio Ehrenfeld aufgezeichnet – mit Fan-Publikum. Ich habe als Journalist drei Teilnehmer recherchiert, identifiziert, kontaktiert und habe unabhängig voneinander von jedem eine Bestätigung des Themas.

Die letzten 48 Stunden waren ein Wendepunkt. Für uns kommt das Thema nicht überraschend. Es ist aber ein Moment, in dem unsere Homöopathie-Gemeinschaft sichtbarer und geschlossener auftritt als je zuvor.
Noch nie haben so viele Menschen in so kurzer Zeit gemeinsam Haltung gezeigt: Ärzte, Heilpraktiker, Patienten, Wissenschaftler, Unterstützerinnen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz – und sogar aus Indien. Die Homöopathie-Gemeinschaft ist groß, international und aktiv, wie sich zeigt.

Sehr viele Programmbeschwerden wurden an das ZDF geschickt, zu denen ich im Homoeopathiewatchblog aufgerufen hatte. Der von mir bereitgestellte Text und die Anleitung wurden seit Veröffentlichung am Mittwoch von 8.431 Menschen gelesen und für einen eigenen Brief genutzt.
Das ist ein Signal, das nicht übersehen wurde. Selten stand eine Magazin-Royale-Sendung schon vor der Ausstrahlung so sehr im Licht der öffentlichen Beobachtung.

Und heute geht es heute weiter.
Je mehr Programmbeschwerden jetzt noch eingehen, desto deutlicher wird das Zeichen. Jede einzelne Beschwerde zeigt: Wir sind viele. Wir sind wach. Und wir erwarten Fairness. Bitte nutzen Sie die Ankündigung, den Druck auf Böhmermann zu erhöhen.

Auch wenn die Beschwerden die Ausstrahlung nicht verhindern können, ist die Aktion schon jetzt ein Erfolg.
Warum?

  • Weil sie zeigt, was möglich ist, wenn die Homöopathie-Gemeinschaft zusammensteht.
  • Weil sie die Verantwortlichen im ZDF unter Rechtfertigungsdruck setzt.
  • Und weil sie unmissverständlich klarmacht:
    Wir lassen uns nicht mehr übergehen.

Der Homoeopathiewatchblog war in diesen Tagen der Ort, an dem sich diese Kraft gebündelt hat. Hier entstanden:

– die gemeinsame Aktion zur Programmbeschwerde
– die klare Anleitung zur Einreichung
– das mutige Statement zweier Heilpraktikerinnen und eines Heilpraktikers
– das wegweisende Interview mit Univ.-Prof. Dr. Michael Frass, der die Gemeinschaft ausdrücklich dazu aufrief, Haltung zu zeigen und für eine faire Darstellung einzustehen

Diese Stimmen tragen. Und sie werden weiter tragen.

Ein strategisch wichtiger Gedanke für heute:

In Redaktionen wird oft bis zur letzten Minute diskutiert.
Es kommt vor, dass ein Thema sogar noch kurz vor Sendebeginn gekippt – auch eine Minute vorher – oder entschärft wird – wenn der öffentliche Druck hoch genug ist.
Gerade eine Satire-Redaktion, die Wirkung kontrollieren will, achtet sehr genau auf die Stimmung im Umfeld.

Das bedeutet:
Unsere Geschlossenheit heute kann nicht nur die Wahrnehmung der Sendung verändern – sie kann im Extremfall sogar beeinflussen, wie die Sendung in letzter Minute gebaut wird.

Heute Abend geht es um mehr als Satire.

Es geht darum, dass eine öffentlich-rechtliche Redaktion Verantwortung trägt.
Es geht darum, dass Millionen Menschen ein Recht auf faire, sachliche Information haben.
Und es geht darum, dass wir als Gemeinschaft zusammenstehen, wenn diese Fairness bedroht ist.

Der Watchblog wird die Sendung gründlich analysieren – sachlich, präzise und ohne Polemik.
Ich ordne ein, ich prüfe Fakten, ich zeige auf, wo Narrative verzerren – und ich sorge mit dafür, dass die Homöopathie-Gemeinschaft informiert bleibt und geschlossen reagieren kann.

Danke Ihnen allen.

Der heutige Abend zeigt nicht unsere Schwäche – sondern unsere Stärke.
Wir sind eine Homöopathie-Gemeinschaft, die sich nicht einschüchtern lässt.
Und das ist erst der Anfang.

PS.: Noch einmal meine Bitte. Lassen wir uns von Böhmermann nicht einschüchtern. Erhöhen wir heute am Freitag noch einmal den Druck auf das ZDF und Böhmermann.

Verschicken wir heute am Freitag noch einmal Hunderte und vielleicht sogar Tausende von Programmbeschwerden.

Setzen Sie bei Ihrer Programmbeschwerde auch die beiden Chefs des ZDF, Norbert Himmler und Bettina Schausten in CC. Und setzen Sie den ZDF-Fernsehrat in CC. Ihre Mailadressen lauten:
info@zdf.de
pressedesk@zdf.de
programmdirektion@zdf.de

fernsehrat@zdf.de

Aus vielen einzelnen Stimmen entsteht eine große gemeinschaftliche Kraft.


Vielen Dank an alle, die mitdenken, mitreden und mithelfen.


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die es auch mit Jan Böhmermann aufnehmen kann.

Mit Ihrer Unterstützung stärken Sie den Blog als Stimme der Homöopathie-Gemeinschaft. Beispielsweise als Frühwarnsystem, der Ihre Informationen mit großer Reichweite verbreitet oder die Informationen mit Analysen aufbereitet.
Oder es als Blogger auch mit einem Böhmermann aufnimmt und die Homöopathie-Gemeinschaft mit der Aktion Programmbeschwerde unterstützt.
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Herzlichen Dank, Christian J. Becker, Redakteur und Aktivist für die Homöopathie mit dem Homoeopathiewatchblog.

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Nur noch Stunden: Heilpraktiker mobilisieren zur Programmbeschwerde ans ZDF gegen Böhmermann

Es sind nur noch Stunden bis zur Ausstrahlung der Böhmermann-Sendung am 12. Dezember um 23. Uhr. Die Anspannung wächst, viele Menschen der Homöopathie-Gemeinschaft spüren, dass diese Ausgabe des Magazins erneut ein verzerrtes Bild der Homöopathie wie die Sendung von 2019 zeichnen könnte. Gleichzeitig steigt der Wunsch, nicht tatenlos daneben zu stehen.

Und genau dafür gibt es eine konkrete, sofort wirksame Möglichkeit: die Programmbeschwerde. Ich habe dafür im Homoeopathiewatchblog bereits eine Idee und einen leicht nutzbaren Text entwickelt (Link), damit jeder innerhalb wenige Minuten aktiv werden kann. Dieses Instrument wirkt, weil es das ZDF verpflichtet, Kritik offiziell zu prüfen und bei einer großen Zahl von Beschwerden reagieren zu müssen.

Zwei erfahrene Heilpraktiker erklären hier, warum es jetzt auf jeden Einzelnen ankommt und warum die Programmbeschwerde das richtige Werkzeug zur richtigen Zeit ist.

„Wir dürfen voller Selbstvertrauen nach außen gehen“

Andra Dattler, die gemeinsam mit Gabi Schörk den internationalen Online-Homöopathie-Kongress organisiert, bringt es offen auf den Punkt:

„Warum haben wir so lange still gewartet und gehofft, dass die Medien einen ehrlichen, wissenschaftlich fundierten Blick auf die Homöopathie werfen? Wir brauchen uns nicht zu verstecken. Was HomöopathInnen jeden Tag leisten und können, ist enorm. Wir dürfen voller Selbstvertrauen nach Außen gehen. Wenn sich ganz viele Menschen für die Homöopathie stark machen, dann reagieren auch Politik und Medien – das hat die Petition von Dr. Troschke und die Anhörung im Ausschuss des Bundestages gezeigt. Wenn 200.000 Unterschriften da sind, dann dreht sich plötzlich der Wind. Und genauso wird es mit dem ZDF sein. Wenn dort tausende von E-Mails ankommen, dass wir diese Berichterstattung nicht wollen, dann werden sie reagieren.“

— Andra Dattler, www.dimensions-homoeopathie.com

„Unsere Gegner werden uns nicht schonen“

Auch Rudolf Hege, seit Jahren gut vernetzt bei der Plattform Heilpraktiker-Foren.de, sieht dringenden Handlungsbedarf:

„Es ist dringend notwendig, dass die Homöopathie- und Heilpraktikerverbände per Programmbeschwerde die Böhmermann-Sendung gegen die Homöopathie stoppen. Wir müssen aus der Defensive kommen, denn unsere Gegner werden uns nicht schonen oder in Ruhe lassen. Hier hilft nur aktive Gegenwehr – und massive Öffentlichkeitsarbeit, sonst gewinnen die Gegner die Deutungshoheit.“

— Rudolf Hege, Heilpraktiker aus Baden, https://www.heilpraktiker-foren.de/threads/b%C3%B6hmermann-stoppen-so-ginge-es.30355/

Warum eine Programmbeschwerde jetzt wichtig ist

Die Programmbeschwerde ist das zentrale Instrument, mit dem Zuschauerinnen und Zuschauer beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk intervenieren können. Sie zwingt das ZDF, Kritik offiziell zu prüfen und macht sichtbar, dass eine einseitige Darstellung der Homöopathie nicht ohne Widerspruch bleibt.

Damit es für jeden schnell und einfach geht, habe ich im Watchblog eine fertige Textvorlage und eine kurze Anleitung erstellt, die in wenigen Minuten versendet werden kann:

👉 Alle Infos und Textvorschlag im Homoeopathiewatchblog:
https://homoeopathiewatchblog.de/2025/12/10/gemeinsam-stoppen-wir-boehmermanns-anti-homoeopathie-propaganda-mit-einer-programmbeschwerde-ans-zdf-jeder-kann-mit-einer-e-mail-mitmachen-hier-ein-text-und-eine-anleitung/

Fazit

Die Stimmen aus der Praxis sind klar: Jetzt braucht es viele, nicht wenige. Jede Beschwerde zählt. Jede Mail erhöht den Druck. Und gemeinsam lässt sich verhindern, dass die Darstellung der Homöopathie ohne Gegenwehr verzerrt wird.

 


Vielen Dank an alle, die mitdenken, mitreden und mithelfen.


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Herzlichen Dank, Christian J. Becker, Redakteur und Aktivist für die Homöopathie mit dem Homoeopathiewatchblog.

 

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Gemeinsam stoppen wir Böhmermanns Anti-Homöopathie-Propaganda – mit einer Programmbeschwerde ans ZDF / Jeder kann mit einer E-Mail mitmachen / Hier ein Text und eine Anleitung

Am 12. Dezember plant Jan Böhmermann in ZDF Magazin Royale erneut eine Sendung, die sich klar gegen die Homöopathie richten wird – nach allem, was wir aus der Redaktion und aus Gesprächen im Umfeld wissen. Viele Leser erinnern sich an seine Sendung aus dem Jahr 2019, in der Homöopathie einseitig und verzerrt dargestellt wurde. Genau diese Art der Darstellung droht jetzt wieder. Da Böhmermanns Redaktion bei Heilpraktikern angefragt hat, wird sich die Sendung voraussichtlich auch gegen Heilpraktiker richten.

Und hier ist der entscheidende Punkt: Wir müssen es nicht einfach hinnehmen, wenn im öffentlich-rechtlichen Fernsehen unter dem Deckmantel von „Satire“ Stimmung gegen die Homöopathie gemacht wird. Satire darf provozieren, aber sie darf nicht als Ausrede dienen, um einseitige Kampagnen zu fahren – wie bei Böhmermanns Anti-Homöopathie-Sendung 2019. Und schon gar nicht im ZDF, das laut seinem Auftrag fair, ausgewogen und transparent berichten muss.

Der Homoeopathiewatchblog.de hat deshalb einen Weg gefunden, wie wir gemeinsam handeln können – mit einem demokratischen Instrument, das jede Bürgerin und jeder Bürger nutzen kann:

einer Programmbeschwerde an das ZDF.

Sie ist ein anerkanntes Mittel, um eine Sendung zu stoppen oder zu korrigieren, wenn der Programmauftrag verletzt wird.

Und das Wichtigste: Dieses Mittel hat in der Vergangenheit schon Wirkung gezeigt. Siehe unten.

Wie eine Programmbeschwerde abläuft

  1. Sie schreiben eine E-Mail an den ZDF Zuschauerservice, in der Sie die Einseitigkeit der geplanten ZDF-Sendung beanstanden. Unten finden Sie dazu einen fertigen Text, den Sie übernehmen können. Die Adresse lautet:  zuschauerservice@zdf-service.de
  1. Der Zuschauerservice bestätigt den Eingang und ordnet die Beschwerde zu.
  2. Ihr Anliegen wird an Redaktion oder Programmdirektion weitergereicht.
  3. Dort wird geprüft, ob der Beitrag ausgewogen genug ist und ob eine Ausstrahlung in dieser Form tragbar ist. Jede sachlich formulierte Beschwerde wird registriert und intern weitergereicht. Je mehr Zuschriften dort eingehen, desto größer der Druck, die Sendung vom 12. Dezember kritisch zu prüfen.
  4. Wenn Zweifel bestehen, kann die Sendung gestoppt werden. Siehe das Beispiel am Ende dieses Artikels.

 

Ihre Beschwerde – Textbaustein zum Kopieren

Senden Sie Text „Programmbeschwerde“ an die E-Mail-Adresse:

zuschauerservice@zdf-service.de

 

———————————— E-Mail-Anfang ————————————

Betreff: Programmbeschwerde zur geplanten Sendung ZDF Magazin Royale am 12.12.

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit reiche ich eine Programmbeschwerde gegen die angekündigte Sendung ZDF Magazin Royale von Jan Böhmermann am 12. Dezember ein.

Ich befürchte, dass die Sendung erneut einseitig gegen die Homöopathie Stellung beziehen wird. Bereits die Sendung aus dem Jahr 2019 hat gezeigt, dass das Thema nicht ausgewogen dargestellt wurde. Nach den Programmgrundsätzen des ZDF erwarte ich eine sachliche, faire und ausgewogene Berichterstattung. Einseitige Darstellungen widersprechen dem öffentlich-rechtlichen Auftrag und behindern eine freie Meinungsbildung.

Ich bitte daher um Prüfung, wie gewährleistet werden kann, dass Ausgewogenheit und Neutralität des Programms gewahrt bleiben, und ob eine Ausstrahlung in der geplanten Form verantwortbar ist.

Mit freundlichen Grüßen
[Vor- und Nachname]
[E-Mail-Adresse]
[Datum]

———————————— E-Mail-Ende ————————————

Und das ist nicht nur Theorie.

Beweis: Beschwerden wirken tatsächlich

2024 wurde eine geplante Böhmermann-Sendung kurz vor der Ausstrahlung gestoppt. Die Programmdirektion griff ein, nachdem die Sendung intern kritisch bewertet wurde – Beschwerden und Rückmeldungen aus dem Publikum spielten dabei eine Rolle.

Bericht der Berliner Morgenpost:
https://www.morgenpost.de/panorama/article407883792/zdf-stoppt-boehmermann-sendung-vor-ausstrahlung.html

Schon zuvor hatte der ZDF-Fernsehrat einer Programmbeschwerde gegen eine Böhmermann-Folge zugestimmt, was dazu führte, dass die Folge aus der Mediathek entfernt wurde.

———————-

Begleitend habe ich die ZDF-Programmdirektion via Twitter/X aufgefordert, die Sendung zu stoppen:

böhmermann tweet

 

 

 

 

 

 


Wenn wir jetzt aktiv werden und viele Homöopathie-Freunde einen Brief ans ZDF schreiben, entsteht ein starkes Signal an das ZDF: Zuschauerinnen und Zuschauer erwarten Ausgewogenheit – keine einseitigen Abrechnungen, egal unter welchem Etikett.

Wie können Sie sich beteiligen?
1. Programmbeschwerde einreichen
2. Die Aktion im Kollegenkreis bekannt machen. Hier folgt ein Textvorschlag für eine E-Mail
3. Und wenn Sie möchten: mir als Blogger für die Aktion einen Kaffee spendieren. Danke.


Wenn Sie Heilpraktiker sind und diese Aktion im Kollegenkreis bekannt machen möchten, empfehle ich Ihnen diesen kleinen Text für Ihre E-Mail:

TEXTVORSCHLAG

Betreff: Dringender Hinweis: Bitte unterstützen Sie die Programmbeschwerde zur geplanten Böhmermann-Sendung am 12.12.2025

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 12. Dezember plant Jan Böhmermann im ZDF Magazin Royale eine weitere Sendung, die sich gezielt gegen die Homöopathie richtet. Die Erfahrung mit seiner ersten Sendung gegen Homöopathie im Jahr 2019 zeigt, dass solche Beiträge in der Öffentlichkeit zu massiver Verunsicherung führen – nicht nur bei Patientinnen und Patienten, sondern auch gegenüber unserer Arbeit als Therapeuten.

Um eine erneute einseitige Darstellung zu verhindern, läuft derzeit eine gemeinsame Aktion unserer Homöopathie-Gemeinschaft: Wir reichen Programmbeschwerden beim ZDF ein. Das ist unkompliziert, dauert wenige Minuten und kann per kurzer E-Mail erledigt werden.

Eine verständliche Vorlage und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie hier:
https://homoeopathiewatchblog.de/2025/12/10/gemeinsam-stoppen-wir-boehmermanns-anti-homoeopathie-propaganda-mit-einer-programmbeschwerde-ans-zdf-jeder-kann-mit-einer-e-mail-mitmachen-hier-ein-text-und-eine-anleitung/

Ich bitte Sie herzlich: Machen Sie mit und geben Sie diese Information auch gern an Kolleginnen und Kollegen weiter. Jede Programmbeschwerde zählt – und wir haben wenig Zeit.

Das gemeinschaftliche Ziel ist es, dass viele E-Mails mit Programmbeschwerden das ZDF zum Einlenken bringen und wir die Sendung vor der Ausstrahlung am 12.12. um 23 Uhr noch stoppen können.

Mit freundlichen Grüßen

 

 


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Herzlichen Dank, Christian J. Becker, Redakteur und Aktivist für die Homöopathie mit dem Homoeopathiewatchblog und Heilpraktiker mit dem Heilpraktiker-Newsblog

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Warnung an Heilpraktiker: Jan Böhmermann hat das Thema „Grüne gegen Globuli“ entdeckt – und die nächste Welle rollt bereits an

In den letzten Tagen haben mich Hinweise aus der Praxis erreicht, die ich heute an Sie weitergeben möchte. Mehrere Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker berichten, dass die Redaktion von Jan Böhmermann anruft und per E-Mail anschreibt, Interviews anfragt und gezielt nach wissenschaftlichen Belegen für homöopathische Mittel, u.a. wie Ignatia fragt. Gleichzeitig mehren sich die Hinweise, dass das Thema bereits für die nächste Ausgabe des ZDF Magazin Royale vorbereitet wird – die Sendung am 12. Dezember soll nach bisherigen Informationen genau diese Linie verfolgen.

Wer das Muster kennt, ahnt, worauf das hinausläuft.

Dass nun ausgerechnet Jan Böhmermann den Stoff übernimmt, überrascht nicht. Seine Redaktion testet gezielt, wie Heilpraktiker reagieren, wenn sie nach wissenschaftlichen Nachweisen gefragt werden. Das wirkt weniger wie ein offenes journalistisches Interesse und eher wie der klassische Aufbau einer satirisch-polemischen Sendung. Viele erinnern sich noch gut an „Böhmermann zerstört die Homöopathie“ (Link) von 2019. Die Sendung hat in der Gemeinschaft deutlich mehr ausgelöst als nur Empörung. Für viele war sie ein echter Einschnitt, der lange nachwirkte.

Damit bestätigt sich erneut eine Entwicklung, die ich im Watchblog und Newsblog seit Wochen klar benannt habe. Der politische Dammbruch, den erst die Grünen und dann die SPD und Linke am 3. Dezember vollzogen haben, war der Startschuss. In meinem Beitrag vom 3. Dezember habe ich beschrieben, dass diese politische Positionierung unweigerlich eine mediale Welle nach sich ziehen wird.

Und bereits nach dem Grünen-Parteitag habe ich darauf hingewiesen, dass grünennahe Medien das Thema über kurz oder lang aufgreifen werden. Auch das tritt nun ein. Die damalige Analyse finden Sie hier.

Gerade deshalb ist es so wichtig, dass wir eine funktionierende, wache Gemeinschaft sind. Dass Heilpraktiker den Watchblog sofort informiert haben, zeigt, wie verlässlich unser gemeinsames Frühwarnsystem inzwischen arbeitet. Es sind genau diese Hinweise, die verhindern, dass Entwicklungen völlig unbemerkt auf uns zurollen. Und ich stelle die Reichweite meiner Blogs zur Verfügung, um schnell viele Homöopathie-Freunde zu warnen. Auch beim Thema Grüne war ich der erste Journalist, der schon am 24. September vor einem Anti-Homöopathie-Antrag gewarnt hat (Link).

Böhmermann zeigt, die Schonzeit ist vorbei. Jetzt wird es ernst für die Homöopathie-Gemeinschaft.

Was können Sie tun?
Verbreiten Sie die Warnung in ihren Gruppen (Mail, Facebook, Telegramm, Signal, WhatsApp) weiter, um andere Heilpraktiker zu warnen.
Hier ein kurzer Text für Sie. Einfach kopieren und in Ihren Social Media-Gruppen weiterverbreiten.

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⚠️ Warnung an Heilpraktiker wegen Böhmermann
Jan Böhmermann greift wieder die Homöopathie an. Aufhänger ist der Grünen-Parteitag. Achtung: Er kontaktiert Heilpraktiker-Praxen für seine Sendung ZDF Magazin Royale am 12.12. Details im Homoeopathiewatchblog. Bitte lesen und weiter teilen:
https://homoeopathiewatchblog.de/2025/12/09/warnung-homoeopathie-jan-boehmermann/

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Foto: Screenshot ZDF


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Mehr Sichtbarkeit für wirksame Naturheilkunde: Neue Serie zeigt, was Ausleitungsverfahren leisten – wissenschaftlich erklärt

Diese neue Serie im Heilpraktiker-Newsblog zeigt, was Ausleitungsverfahren wie Blutegel, Schröpfen, Kneipp, Entsäuerung und Manuelle Lymphdrainage leisten – verständlich aufbereitet für Heilpraktiker und Patienten und wissenschaftlich untermauert.

In den letzten Wochen habe ich in beiden Blogs gefragt, welche Lehren die Homöopathie- und Heilpraktiker-Gemeinschaft aus dem Grünen-Parteitag zieht. Eine Rückmeldung kam immer wieder: Ein Kernproblem der komplementärmedizinischen Verfahren liegt nicht bei den Heilpraktikern selbst – sie arbeiten seit Jahren sicher, erfahren und erfolgreich damit. Das eigentliche Defizit besteht eher in der öffentlichen Wahrnehmung. Studien zu naturheilkundlichen Methoden werden selten aufgegriffen, oft falsch eingeordnet oder erscheinen in einer Sprache, die für viele schwer zugänglich ist.

Genau hier möchte ich ansetzen.

Ich arbeite seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Gesundheitsjournalismus, Ernährungswissenschaft und evidenzbasierter Medizin und habe mich zusätzlich im „Medical Writing“ weiterqualifiziert. Diese Kombination hilft mir, Studien so aufzubereiten, dass sie für verschiedene Lesergruppen verständlich werden – für Heilpraktiker im Praxisalltag genauso wie für Patientinnen und Patienten oder für Gespräche mit einer kritisch eingestellten Öffentlichkeit.

Heute starte ich deshalb eine neue Serie im Heilpraktiker-Newsblog:

Wissenschaftlich orientierte Steckbriefe klassischer Ausleitungsverfahren.

Ziel ist es, Heilpraktikern ein handfestes Werkzeug an die Hand zu geben, das auf zwei Ebenen wirkt:

für die eigene Praxis, um gut aufbereitete Informationen sofort verfügbar zu haben, und
für Diskussionen mit der Öffentlichkeit, wenn die Frage aufkommt, was die Wissenschaft eigentlich zu diesen Methoden sagt.

Zu jedem Verfahren gibt es zwei Texte: einen ausführlichen Fachtext für Heilpraktiker (2 Seiten) und einen verständlichen Patiententext (1 Seite) für die Praxis. Beide Fassungen orientieren sich an den aktuell verfügbaren Studien – auch dann, wenn die Datenlage ausbaufähig ist. Wichtig ist mir, dass ein realistisches, aber ermutigendes Bild entsteht. Heilpraktiker sollen sagen können: „Ich wende heute Schröpfen an – und die Wissenschaft sagt dazu Folgendes.“

Diese Sichtbarkeit hat durchaus auch eine politische Relevanz. Denn die politischen Gegner sagen immer, es gäbe keine Studien in der Komplementärmedizin. Um diesen Aussagen starke Argumente entgegen stellen zu können – auch im persönlichen Gespräch – ist es aus meiner Sicht auch wichtig, dass Heilpraktiker und Patienten über die wissenschaftliche Einschätzung der Therapien informiert sind.

Ich starte mit einem Verfahren, das zu den traditionsreichsten der Naturheilkunde gehört und zugleich erstaunlich gut erforscht ist: der Blutegeltherapie.

In den nächsten Wochen folgen weitere Teile der Serie im Heilpraktiker-Newsblog – Schröpfen, Kneipp, Entsäuerung und Manuelle Lymphdrainage – jeweils nach derselben Methodik aufgebaut.

Ergänzende Nuance: Warum diese Serie für die Praxis wertvoll ist

Alle diese Verfahren – Blutegel, Schröpfen, Kneipp, Entsäuerung, Lymphdrainage – verbindet, dass sie mehr sind als Tradition:
Sie besitzen jeweils klare physiologische Wirkmechanismen und in vielen Bereichen eine erfreulich positive Studienlage.

Schröpfen kann Schmerzen schnell reduzieren, besonders bei muskulären Beschwerden.
Kneipp-Anwendungen stabilisieren Kreislauf und Immunsystem und sind alltagstauglich.
Die Entsäuerungstherapie entlastet den Stoffwechsel messbar.
Die Lymphdrainage zählt zu den bestuntersuchten naturheilkundlichen Verfahren überhaupt.
• Und die Blutegeltherapie zeigt bei Arthrosen seit vielen Jahren konsistente wissenschaftliche Ergebnisse.

Diese Serie soll zeigen, dass Ausleitungsverfahren nicht nur beliebt, sondern auch gut begründbar sind – und dass es sich lohnt, ihre Stärken sichtbarer zu machen. Jede Ausgabe bietet deshalb nicht nur eine klare, wissenschaftlich orientierte Zusammenfassung für Fachleute, sondern auch einen Patiententext, der im Praxisalltag direkt eingesetzt werden kann.

Wer meine Arbeit unterstützen möchte, kann die jeweiligen Fach- und Patiententexte über eine kleine Mikrospende freischalten. Ich schicke sie dann per E-Mail. Weiter unten können Sie lesen, wie das funktioniert. Das ermöglicht mir, diese Serie kontinuierlich weiterzuführen und die Sichtbarkeit der Studienlage in der Komplementärmedizin Schritt für Schritt zu erhöhen. Und Sie als Heilpraktiker oder Patient haben einen konkreten Nutzen für die Behandlung.
Und: Sie können die Texte für sich nutzen, also z.B. auf Ihrer Webseite veröffentlichen oder im Wartezimmer auslegen.

Wichtig: Ich habe die Texte als Journalist nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Eine Haftung übernehme ich für die Inhalte nicht. Und die Texte ersetzen keine Behandlung bei einem Heilpraktiker.

Dafür können Sie einen Spendenbutton mit QR-Code (unten) nutzen, und spenden, was Ihnen die Aufbereitung der Studien als Fachtext und Patiententext wert ist.
Dann erhalten Sie diesen Text des Studien-Artikels zur Blutegeltherapie mit Fachtext (2 Seiten) und Patiententext (1/2 Seite) in voller Länge per Mail von mir. Den Fachtext können Heilpraktiker für sich nutzen als Information. Den Patiententext können Sie z.B. Ihren Patienten mitgeben. Oder Patienten können ihn direkt für sich nutzen.


Wie können Sie den Blogs helfen und sich als Heilpraktiker gleichzeitig mit Wissenschaftswissen etwas Gutes tun?
Spendieren Sie mir einen Kaffee für den Heilpraktiker-Newsblog oder Homoeopathiewatchblog und Sie bekommen etwas dafür:
Mit Ihrer Unterstützung stärken Sie die Blogs als Stimme der Homöopathie-Gemeinschaft. Und Sie sind immer gut informiert.
Als Dank für die Spende für einen Kaffee (5 Euro) schicke ich Ihnen
den Fachartikel plus den Patiententext über die Blutegeltherapie. Das können Sie für Ihre Praxis nutzen oder für Gespräche mit Freunden.
  Oder Sie möchten die ganze Serie zu 5 Ausleitungstherapien erwerben (Blutegel, Schröpfen, Kneipp, Entsäuerung, Lymphdrainage). Dann würde ich mich über eine Kaffeespende in Höhe von 20 Euro freuen, sie sparen also einen Kaffee. Schreiben Sie das bitte bei Ihrer Spende dazu. Dann erhalten Sie heute den Blutegeltext und automatisch die in den kommenden Wochen folgenden Texte zu den weiteren vier Therapien per E-Mail.
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Herzlichen Dank,
Christian J. Becker, Dipl. oec. troph., Redakteur und Aktivist für die Homöopathie mit dem Homoeopathiewatchblog und Aktivist für Heilpraktiker mit dem Heilpraktiker-Newsblog
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Damit Sie sich konkret vorstellen können, wie ich das Thema Blutegeltherapie
als Fachtext und Patiententext aufbereitet habe, finden Sie hier eine Ansicht:
heilpraktiker
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Neue Corona-Studie: Was Homöopathie leisten kann / Die bisher größte Übersichtsstudie zeigt gute Ergebnisse / 2 Texte: für Heilpraktiker und auch für Patienten

Ein Ergebnis, das bestätigt, warum frühe Fallberichte, systematische Beobachtung und hartnäckige Forschung entscheidend waren.

Als Corona im Frühjahr 2020 zum weltweiten Ausnahmezustand wurde, suchten Millionen von Menschen nach Halt. Ich erinnere mich gut an diese Monate. Es waren Wochen voller Unsicherheit – und genau deshalb habe ich früh begonnen, über homöopathische Erfahrungen zu berichten. Ich veröffentlichte als erster Journalist bereits ab Sommer 2020 zusammen mit Ärzten und Heilpraktikern für Homöopathie erste Fallberichte und sammelte Hinweise, wie Patientinnen und Patienten homöopathisch begleitet werden konnten (Link). Dies als zusätzliche Orientierung in einer Zeit, in der niemand genau wusste, was funktioniert und was nicht.

Fünf Jahre später schließt sich ein Kreis. Denn nun liegt eine große, streng kontrollierte, wissenschaftlich saubere Studie vor, die untersucht, ob eine individuell abgestimmte homöopathische Behandlung zusätzlich zur Standardtherapie den Verlauf einer Corona-Infektion messbar beeinflusst. Und das Besondere: Diese Studie wurde nicht irgendwo am Rand durchgeführt – sie entstand mitten in vier Kliniken, doppelblind, placebokontrolliert, realitätsnah.

Dabei wurden vier homöopathische Arzneien eingesetzt, jeweils klassisch individualisiert verschrieben und in mehreren Potenzen geprüft. Für viele Therapeutinnen und Therapeuten ein besonders spannendes Detail: Die Potenz C 200 wurde am häufigsten verwendet – also genau jene Stärke, die im klinischen Alltag bei akuten Erkrankungen seit jeher eine wichtige Rolle spielt.

Diese Studie steht in einer langen wissenschaftlichen Tradition der Homöopathie. Historisch haben Homöopathen Pandemien nicht nur begleitet, sondern auch systematisch untersucht – von Cholera über Typhus bis zur Spanischen Grippe (Beispiele im Blog). Dieses forschende Element gehört zum Kern der Methode. Genau daran knüpft die neue Studie an: Sie fragt nicht nur, was heute hilft, sondern auch, wie man in Zukunft mit ähnlichen weltweiten Gesundheitsereignissen umgehen könnte.

Bemerkenswert ist zudem etwas, das in der öffentlichen Debatte fast niemand erwähnt: Die Homöopathie ist die einzige medizinische Richtung, die Corona-Behandlungen auch Jahre nach Ende der Pandemie weiterhin intensiv erforscht. Während andere Forschungsstränge längst weitergezogen sind, wird in der Homöopathie ausgewertet, reflektiert und verbessert – mit dem Ziel, vorbereitet zu sein, wenn die nächste große Atemwegserkrankung kommt.

Die Ergebnisse dieser aktuellen Studie sind überraschend deutlich. Wer wissen möchte, was genau gemessen wurde, welche Unterschiede zwischen den Gruppen auftraten und warum die Ergebnisse für die Zukunft relevant sind, findet das gleich im Anschluss.

Motivation

Dies tue ich auch, weil die Homöopathie- und Heilpraktiker-Gemeinschaft erkannt hat (siehe Analyse), dass es nicht an fehlenden Studien liegt, dass die Homöopathie politisch unter Druck steht, sondern dass auch die Sichtbarkeit der Studien bisher zu gering war. Um meinen Beitrag zu leisten, stelle ich daher meine Reichweite des Homoeopathiewatchblog und Heilpraktiker-Newsblog und meine Fähigkeiten als Journalist zur Verfügung, um die Sichtbarkeit ein wenig zu erhöhen.

Ich habe die Studie mit zwei Texten aufbereitet. Einmal als einen ausführlichen Fachartikel
(3 DIN A 4 Seiten) für Fachpublikum wie Heilpraktiker, zum zweiten ein kürzeren Artikel für Patienten in einer leicht verständlichen, patientenorientierten Sprache ohne Fachsprache
(1 DIN A 4 Seite).

Da dies Schreiben und Recherchieren einigen Aufwand erfordert und ich nicht möchte, dass auch Skeptiker/Homöopathie-Gegner das nutzen, wenn der Text frei zugänglich ist, sind die Texte nur mit einer bestimmten Voraussetzung zu lesen – für Heilpraktiker oder auch ihre Patienten.

Dafür können Sie einen Spendenbutton mit QR-Code (unten) nutzen, und spenden, was Ihnen die Aufbereitung der Studie als Fachtext und Patiententext wert ist.
Dann erhalten Sie diesen Text des Studien-Artikels mit Fachtext (3 Seiten) und Patiententext (1 Seite) in voller Länge per Mail von mir. Den Fachtext können Heilpraktiker für sich nutzen als Information. Den Patiententext können Sie z.B. Ihren Patienten mitgeben. Oder Patienten können ihn direkt für sich nutzen.

studien-f
Fachtext für Heilpraktiker
Text für Patienten

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Christian J. Becker, Redakteur und Aktivist für die Homöopathie mit dem Homoeopathiewatchblog und Aktivist für Heilpraktiker mit dem Heilpraktiker-Newsblog
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Wie die Homöopathie-Gemeinschaft auf die Grünen reagiert: Kritik an Partei, Ruf nach wissenschaftlicher Sichtbarkeit – große Wertschätzung für den FDH und diesen Blog

Eine Analyse von rund 70 Kommentaren im Homoeopathiewatchblog und Heilpraktiker-Newsblog

In den Tagen nach dem Grünen-Parteitag haben Leserinnen und Leser in beiden Blogs – dem Homoeopathiewatchblog und dem Heilpraktiker-Newsblog – rund 70 Kommentare hinterlassen. Ein herzliches Dankeschön an diese vielen Kommentarschreiber.

Ich hatte dazu aufgerufen (Link), dass Leser ihre Einschätzung und Wünsche formulieren, um daraus eine Analyse zu schreiben. Es ging nicht um Schuldzuweisung, sondern ums gemeinschaftliche Lernen aus dieser Niederlage. Einige sind kurz und klar, andere lang, mit Argumenten, Sorgen, politischen Einschätzungen und viele mit enormer analytischer Tiefe. Diese Auswertung fasst die zentralen Muster zusammen. Sie zeigt, wie die Homöopathie-Gemeinschaft den Beschluss der Grünen bewertet, welche politischen und fachlichen Konsequenzen sie erwartet, welche Rolle Studien künftig spielen sollen und welche Akteure – Blogs wie Verbände – aus Sicht der Leser Verantwortung übernehmen. Zusätzlich habe ich zahlreiche E-Mails erhalten. Diese fließen nicht in die Analyse ein, da ich sie vertraulich behandle.

1. Vertrauensverlust in die Grünen – und ein sichtbarer Effekt auf das Wahlverhalten

Kaum ein Thema wurde so eindeutig kommentiert wie die Entscheidung des Grünen-Parteitags. Viele Leser sprechen von einem „Schockmoment“, andere von einem „lange erwarteten, aber trotzdem bitteren Schritt“. Die Bezeichnungen reichen von „Schlag ins Gesicht der Patienten“ bis zu „ideologischer Kahlschlag“.

Mehrere Zitate zeigen die Stimmung sehr klar:

„Ich war 40 Jahre Grün-Wählerin. Das ist vorbei.“
„Es ist erschreckend, wie eine Partei so arrogant über Millionen von Patienten hinweggeht.“
„Mit diesem Beschluss haben die Grünen mich als Wähler endgültig verloren.“
„Dieser Beschluss zeigt, dass Ideologie wichtiger ist als Menschen.“

Viele betonen, dass Homöopathie nicht nur ein fachliches Thema sei, sondern ein Ausdruck von gesundheitlicher Selbstbestimmung. Der Parteitagsbeschluss wird daher als politischer Eingriff in persönliche Freiheit gelesen. Eine Lesermeinung bringt es so auf den Punkt:

„Das ist für mich nicht nur ein Angriff auf Homöopathie, sondern ein Angriff auf meine Freiheit, über meine Gesundheit selbst zu entscheiden.“

Die Konsequenz ist eindeutig:
Das Wahlverhalten ändert sich.
Mehrere Leser schreiben, dass sie künftig anders wählen – manche nennen konkrete Parteien, andere sagen nur, die Grünen seien „vom Tisch“.

2. Kritik und Erwartungen an die Verbände – ein Weckruf

Die Kommentare zeigen ein breites Spektrum an Einschätzungen. Dazu gehören:

  • Anerkennung für einzelne Aktionen, vor allem in der Woche des Parteitags.
  • Ernüchterung über langjährige Versäumnisse.
  • Wünsche an eine professionellere politische Kommunikation und PR.

Typische Stimmen:

„Wir haben die Gefahr unterschätzt, und das nicht erst seit gestern.“
„Die Gegner sind besser organisiert als wir.“
„Es braucht eine professionelle Kommunikationsstrategie, nicht nur interne Rundbriefe.“
„Seit Jahren warnen einige wenige – man wollte es nicht wahrhaben.“

Viele Leser wünschen sich eine zentrale Stimme, die klar, mutig und wissenschaftlich argumentiert. Sie fordern: weniger Selbstverwaltung, mehr Öffentlichkeitsarbeit; weniger defensive Haltung, mehr aktive Positionierung.

Manche formulieren es drastisch:

„Wer jetzt noch glaubt, Politik ginge uns nichts an, hat den Schuss nicht gehört.“

3. Hohe Wertschätzung für die beiden Blogs – Informationsquelle, Kompass und Frühwarnsystem

Dieser Teil der Analyse fällt besonders eindeutig aus.
Die beiden Blogs von mir (homoeopathiewatchblog.de und Heilpraktiker-Newsblog.de) werden nicht als einfache Nachrichtenseiten wahrgenommen, sondern als entscheidende Informations- und Orientierungsplattform.

Viele der Kommentare gehen in diese Richtung:

„Ohne Ihre Artikel wäre ich völlig unvorbereitet gewesen.“
„Nur hier wird klar gesagt, was wirklich passiert.“
„Die klassischen Medien schweigen – die Blogs informieren.“
„Ich vertraue Ihrer Einschätzung mehr als allem, was ich dazu anderswo lese.“
„Danke, dass Sie die Hintergründe verständlich machen, bevor es zu spät ist.“
„Ihre Artikel sind aktuell die wichtigste Stimme für uns.“

Warum diese Wertschätzung so hoch ist, lässt sich aus den Kommentaren gut erkennen:

a) Die Blogs liefern politische Einordnung

Viele Leser schreiben, dass sie erst durch die Blogberichte verstanden haben, was der Beschluss politisch bedeutet.
Ein Beispiel:

„Ich dachte anfangs, das sei eine Formalie. Erst Ihre Analyse hat gezeigt, wie gravierend das ist.“

b) Die Blogs sind schneller als andere Medien

Mehrere Leser loben explizit die Geschwindigkeit und die Aktualität:

„Sie berichten, während andere noch schweigen.“
„Der Watchblog ist mein Frühwarnsystem.“

c) Die Blogs erklären komplexe Vorgänge verständlich

Das betrifft besonders die wissenschaftlichen Beiträge:

„Endlich erklärt jemand Studien so, dass auch Patienten sie verstehen.“
„Die Artikel über Forschung sind das stärkste Argument gegen all die Behauptungen, Homöopathie sei nicht untersucht.“

d) Die Blogs motivieren zur politischen Aktivität

Ein Leser schreibt:

„Ohne diese Plattformen würde niemand merken, dass wir eine Gemeinschaft sind, die etwas bewegen kann.“

Das zeigt: Die Blogs sind nicht nur Informationsquellen, sie haben eine Community-funktion.
Sie bündeln Stimmen, geben Orientierung und erzeugen das Gefühl, dass man nicht allein ist.

4. Der FDH als einziger Verband, der klar und sichtbar gehandelt hat

Auch dieser Punkt wird von den Lesern auffallend deutlich benannt. Neben aller Kritik an der Verbandslandschaft gibt es einen klaren Ausreißer nach oben:

Der Fachverband Deutscher Heilpraktiker (FDH).

Mehrere Kommentare heben hervor:

„Der FDH war der einzige Verband, der sofort reagiert hat.“
„Die FDH-Briefaktion war genau das Richtige zur richtigen Zeit.“
„Ohne den FDH hätten viele Heilpraktiker das Ausmaß gar nicht begriffen.“
„Der FDH zeigt Rückgrat, das wünsche ich mir von allen.“

Die FDH-Briefaktion wurde in den Kommentaren nicht nur als inhaltlich wichtig, sondern auch als mobilisierendes Signal gesehen. Viele schreiben, dass diese Aktion sie erst motiviert habe, selbst politisch zu handeln oder mit Patienten zu sprechen.

Der FDH wird somit als Vorreiter wahrgenommen – als Verband, der handelt, statt abzuwarten.

5. Was die Leser als nächstes fordern: politisches Engagement, Aufklärung, Wissenschaft

Die Community ist nicht resigniert – im Gegenteil. Die meisten Kommentare sind erstaunlich aktiv, konstruktiv und konkret. Drei Linien dominieren:

a) Politisch aktiv werden

Das Spektrum reicht von Wahlentscheidungen über Kontakte zu Abgeordneten bis hin zu lokalen Netzwerken.
Einige schreiben:

„Wir müssen endlich sichtbar werden.“
„Politik wird uns sonst weiter überrollen.“

b) Aufklären – überall, wo es möglich ist

Viele Leser wollen selbst aktiv werden:

  • Flyer in Praxen
  • Vorträge
  • Informationsmaterial für Patienten
  • Gespräche im Umfeld
  • lokale Homöopathie-Treffs

Mehrere schreiben, dass sie oft gefragt würden: „Was ist da eigentlich los?“ – und dafür klare Argumente benötigen.

c) Wissenschaft sichtbar machen

Dies ist der stärkste und häufigste Wunsch.
Viele Leser äußern, dass sie Studien kennen, aber keine übersichtliche, allgemein verständliche, zentrale Darstellung haben, auf die sie verweisen können.

Zitate:

„Wir brauchen endlich leicht zugängliche, gut erklärte Studien.“
„Das Argument ‚keine Evidenz‘ darf nicht unwidersprochen bleiben.“
„Die Forschung ist da. Sie muss nur sichtbar werden.“
„Wenn wir wissenschaftlich argumentieren können, sind wir politisch nicht mehr so angreifbar.“

6. Studien als Schlüsselthema nach dem Grünen-Parteitag

Das Argument der Grünen, es gebe keine hochwertigen Studien, hat viele Leser aufgebracht. Dies wurde besonders oft kommentiert – und leidenschaftlich widerlegt.

Mehrere Leser berichten von eigener wissenschaftlicher Erfahrung:

„Ich habe über Jahre klinische Daten gesehen. Die Behauptung ‚keine Evidenz‘ ist schlicht falsch.“
„In Indien, Brasilien, der Schweiz wird Homöopathie seit Jahren erforscht. Nur in Deutschland ignoriert man das.“

Andere erinnern an die historische Arzneimittelkommission, die Wirksamkeit prüfte und dokumentierte.

Für viele Leser ist klar:

Das größte Problem ist nicht fehlende Forschung, sondern fehlende Sichtbarkeit.

Daraus entsteht eine deutliche Forderung, die in den Kommentaren mehrfach auftaucht:

„Wir brauchen eine systematische, gut erklärte Darstellung der Studien – für Patienten, Therapeuten, Medien und Politik.“

Fazit

Die ausführliche Analyse der rund 70 Kommentare zeigt:

  • Die Grünen haben einen deutlichen Vertrauensverlust ausgelöst.
  • Viele Leser ändern ihr Wahlverhalten.
  • Die Verbände müssen sichtbarer und strategischer werden.
  • Der FDH wird als einziger Verband wahrgenommen, der klar und rechtzeitig gehandelt hat.
  • Meine beiden Blogs gelten als wichtigste, verlässlichste Informationsquelle.
  • Die Homöopathie-Gemeinschaft fordert: mehr Aufklärung, mehr politische Präsenz – und vor allem: wissenschaftliche Sichtbarkeit.

Die Leser haben damit selbst eine klare Agenda formuliert.

Zum Schluss ein persönlicher Satz

Diese tägliche Arbeit – recherchieren, ordnen, bewerten, schreiben – gelingt nur, weil die Homöopathie-Gemeinschaft sie trägt. Viele von Ihnen haben mir in den letzten Tagen geschrieben, gedankt, Mut gemacht oder mich auf einen Kaffee eingeladen. Das freut mich sehr, denn es zeigt: Wir stehen das gemeinsam durch.

Wer meine Arbeit unterstützen möchte, kann mir über PayPal einfach einen Kaffee spendieren.
Ein kleiner Betrag, den fast jeder leisten kann – aber ein großer Beitrag, damit ich mit voller Kraft weiterschreiben kann. Und als Dankeschön maile ich Ihnen ein Flyer mit den besten 70 Studien inkl. Erläuterung, also genau das, was viele Leser nach dem Parteitag als notwendig ansehen.

Vielen Dank an alle, die mitdenken, mitreden und mithelfen.


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Herzlichen Dank, Christian J. Becker
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ANME warnt als zweiter Verband nach dem FDH: Grünen-Beschluss gefährdet Apothekenpflicht und Arzneimittelstatus traditioneller Heilmittel

Nach dem Fachverband Deutscher Heilpraktiker (FDH) meldet sich nun auch die Association for Natural Medicine in Europe (ANME) als Verband zu Wort – und rückt denselben neuralgischen Punkt in den Mittelpunkt: Der Grünen-Beschluss vom 28. November 2025 zielt nicht nur auf die Streichung der Erstattung, sondern stellt den Binnenkonsens des Arzneimittelrechts infrage. (Link zum Anme-Weckruf an Heilpraktiker und Hersteller von Homöopathika).

Damit ist ANME der zweite Verband, und zwar ein Dachverband, der öffentlich benennt, worum es bei den aktuellen politischen Vorstößen tatsächlich geht: nicht um eine Detailkorrektur, sondern um die Fundamente der besonderen Therapierichtungen.

Der Kern der Kritik: Wenn der Binnenkonsens fällt, fällt die Grundlage traditioneller Arzneimittel

ANME schreibt unmissverständlich, dass die beiden Parteitagsanträge der Grünen (VR-02 sowie VR-02-001-2) die Zukunft traditioneller Heilmittel direkt bedrohen. Zitat aus dem ANME-Beitrag:

„Die Streichung der Erstattung ist nur der Anfang. Der Wegfall des Binnenkonsenses würde bedeuten, dass traditionelle Heilmittel künftig nicht mehr als Arzneimittel geführt werden könnten.“

Der Binnenkonsens ist die rechtliche Grundlage dafür, dass Homöopathie, Anthroposophie und Teile der Phytotherapie als Arzneimittel zugelassen bleiben können – ohne das Nachweisschema der klassischen Schulmedizin, sondern basierend auf historischer Anwendung, Erfahrungswissen und fachlicher Bewertung.

ANME betont, dass dadurch zwei zentrale Pfeiler akut gefährdet wären:

  • die Apothekenpflicht,
  • und der Arzneimittelstatus dieser Präparate.

Ohne Binnenkonsens wäre der Weg frei, diese Mittel aus dem Arzneimittelrecht zu drängen – mit der Konsequenz, dass sie nur noch als einfache Nahrungsergänzungen existieren könnten. Für Patienten würde das einen spürbaren Qualitätsverlust bedeuten.

Deutliche Worte eines internationalen Verbandes

Dass ANME sich jetzt positioniert, ist politisch relevant. Der Verband vertritt europäische Akteure der Naturheilkunde und formuliert seine Warnung ungewöhnlich klar:

„Die Grünen greifen mit ihrem Beschluss den Schutz traditioneller Arzneimittel an. Das hätte weitreichende Folgen für Patienten, Therapeuten und Hersteller.“

Damit bestätigt ANME die Einschätzung, die der FDH sowie auch der Heilpraktiker-Newsblog bereits vor wenigen Tagen veröffentlicht haben: Der Grünen-Beschluss ist ein Angriff auf die Struktur der besonderen Therapierichtungen – nicht nur auf deren Finanzierung.

 

Was diese Positionierung bedeutet

Es gibt wenige politisch aktive Verbände in der Homöopathie und bei Heilpraktikern. FDH und ANME sind die beiden wichtigsten Akteure auf politischer Ebene in Deutschland und Europa, um die Interessen der Homöopathie und Heilpraktiker zu vertreten. Dass zwei große Verbände innerhalb kürzester Zeit dieselbe Gefahr benennen, zeigt, wie tief der Einschnitt ist. Beide warnen vor einer Entwicklung, die in der politischen Debatte oft verharmlost wird.

Ihre Warnung sagt aus meiner Sicht als Journalist:  Fällt der Binnenkonsens, haben Heilpraktiker keine Therapeutika mehr, da Homöopathie verboten wird. Und wie will ein homöopathisch praktizierender Heilpraktiker ohne ein Homöopathikum seine Patienten  behandeln und womit? Und was passiert mit den Patienten, die keine homöopathische Behandlung mehr erhalten?

Die Folge: Die Patienten bleiben weg. Sollte das kommen, z.B. wenn die Grünen in der Regierung vertreten sind oder in der Opposition sich mit SPD und Linken gegen Homöopathie verbünden, wird das die größte Pleitewelle bei Heilpraktikern und Ärzten für Homöopathie sowie bei Herstellern nach sich ziehen, die der Beruf seit dem zweiten Weltkrieg erlebt hat. Das gleiche gilt für Hersteller von Homöopathika: Was wollen Hersteller mit einem Schwerpunkt Homöopathie wie DHU nach einem Verbot all ihrer Produkte noch verkaufen? 


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Heilpraktikerverband FDH spricht Klartext: Grünen-Beschluss richtet sich gegen Homöopathie bei den Kassen – und gegen den Arzneimittelstatus von Homöopathie, Anthroposophie und Teilen der Phytotherapie

In den vergangenen Tagen melden sich immer mehr verunsicherte Homöopathie-Freunde bei mir. Viele sagen, dass sie sich von Verbänden eine klare und vollständige Einordnung wünschen. Sie wollen von Verbänden wissen, was der Grünen-Parteitag tatsächlich entschieden hat.

Der Fachverband Deutscher Heilpraktiker (FDH), mit 7.000 Mitgliedern der größte Heilpraktiker-Berufsverband, spricht nun Klartext. Der Beschluss der Grünen richte sich nicht nur gegen die Kassenerstattung homöopathischer Leistungen, sondern zugleich gegen die Apothekenpflicht und den Arzneimittelstatus von Homöopathie, Anthroposophie und Teilen der Phytotherapie. Das teilt der Verband am 1.12. in einer Pressemitteilung mit.

Der FDH erinnert daran, dass er schon früh auf die politischen Entwicklungen bei den Grünen hingewiesen habe. Der Verband hat, wie seine öffentlichen Mitteilungen zeigen, ein belastbares Netzwerk in die Politik aufgebaut, um im Austausch zu bleiben und als größter Berufsverband die Interessen der Heilpraktiker wirksam zu vertreten. Diese Vertretung der Branche führte beispielsweise vor vier Jahren zu einem großen politischen Erfolg für alle Heilpraktiker: Durch das politische Netzwerk und die politische Kommunikation ist es dem Verband gelungen, die bedrohten Laborleistungen für Heilpraktiker im MTA-Reformgesetz zu sichern. Die damalige Auseinandersetzung, die in einem regelrechten politischen Drama gipfelte, endete für die Heilpraktikerschaft mit einem seltenen Happy End (Link zum ausführlichen Bericht).

Für mich als Journalist und Aktivist für die Homöopathie ist es beruhigend zu sehen, dass es einen Verband gibt, der die Dinge beim Namen nennt und seine Mitglieder faktenbasiert über die Folgen eines Parteitagsbeschlusses informiert.


Pressemitteilung des Fachverband Deutscher Heilpraktiker (FDH):

Gemeinsames Engagement des FDH gegen den Grünen-Antrag – Einsatz für Homöopathie und Heilpraktiker

Bonn, 1.12.2025 – Der Beschluss des Grünen-Parteitags am 28. November hat viele Praxen und Patienten aufgeschreckt. Die Delegierten sprachen sich dafür aus, die Erstattung homöopathischer Leistungen durch die gesetzlichen Krankenkassen zu streichen. Gleichzeitig soll über den Binnenkonsens auch der Arzneimittelstatus und die Apothekenpflicht von Homöopathie, Anthroposophie und Teilen der Phytotherapie entfallen.

Als Fachverband Deutscher Heilpraktiker (FDH) war für uns sofort klar, als der Antrag VR-02 publik wurde, dass wir unsere Mitglieder informieren und ihnen einfache Möglichkeiten an die Hand geben müssen, um sich einzubringen. Denn der Binnenkonsens ist das rechtliche Fundament für rund 7.500 homöopathische, anthroposophische und zahlreiche pflanzliche Arzneimittel. Fiele er weg, wären diese Präparate nicht mehr als Arzneimittel erhältlich – mit Folgen für die gesamte therapeutische Versorgung.

Der FDH hat deshalb früh reagiert und eine leicht nutzbare Briefaktion gestartet, die für jeden öffentlich zugänglich war (Link) durch die Veröffentlichung beim Medienpartner des FDH, dem Heilpraktiker-Newsblog.de. Viele Kolleginnen und Kollegen, aber auch zahlreiche Patientinnen und Patienten, haben diese Möglichkeit genutzt und sich an die grünen Parteigremien gewandt.

Die Rückmeldungen zeigen deutlich, wie groß das Bedürfnis war, sich zu Wort zu melden und die politische Dimension des Beschlusses klar anzusprechen.

Unsere Landesleitungen haben diesen Prozess engagiert begleitet, Fragen aus den Praxen aufgegriffen und die Aktion in ihren Regionen verbreitet. Auch außerhalb des Verbandes gab es Unterstützung: Viele Homöopathie-Freunde, Therapeutinnen, Therapeuten und Patienten haben sich beteiligt und damit gezeigt, dass die besonderen Therapierichtungen eine große, lebendige Gemeinschaft haben.

FDH-Präsidentin Ursula Hilpert-Mühlig dankt allen Beteiligten ausdrücklich:

„Ich freue mich sehr über die große Resonanz und das Engagement unserer Mitglieder, unserer Landesleiterinnen und Landesleiter und all der Menschen außerhalb des Verbandes, die sich eingebracht haben.

Sie alle haben dazu beigetragen, dass die Anliegen von Homöopathie und Heilpraktikerschaft gehört wurden. Das war ein starkes Signal – und wir bleiben selbstverständlich am Ball.

Der Binnenkonsens ist zentral für unsere tägliche Arbeit und für die sichere Versorgung unserer Patientinnen und Patienten. Wir werden ihn weiterhin mit aller Kraft verteidigen.“

Auch wenn ein Parteitagsbeschluss noch kein Gesetz ist, zeigt die Erfahrung: Politische Vorhaben verlieren an Fahrt, wenn Berufsgruppen und Patienten gut informiert sind und ihre Perspektive geschlossen einbringen.

Der FDH wird seine Mitglieder daher weiterhin zeitnah informieren, politische Entwicklungen einordnen und überall dort aktiv bleiben, wo der Binnenkonsens und die besonderen Therapierichtungen berührt sind.

Gemeinsames Engagement bleibt entscheidend!


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Jetzt ist Ihre Meinung gefragt: Wie bewerten Sie den Grünen-Beschluss – und was lernen wir gemeinsam daraus?

Der Beschluss der Grünen am 28. November, Homöopathie, Anthroposophie und Phytotherapie künftig nicht mehr als Arzneimittel anzuerkennen und als Kassenleistung zu verbieten, wirkt nach. Für die gesamte Homöopathie-Gemeinschaft bedeutet das weit mehr als eine politische Niederlage. Es ist ein Einschnitt, der die Versorgung, den Berufsalltag und das Selbstverständnis vieler Menschen berührt. Genau deshalb lohnt es sich, gemeinsam zu ordnen, was passiert ist – und welche Lehren wir daraus ziehen können.

Ich möchte diese Analyse bewusst nicht allein schreiben, sondern Sie als Experten hören, der Homöopathie jeden Tag bei sich und/oder anderen anwendet und empfiehlt. Entscheidend ist, wie Sie das Thema sehen. Was dieser Beschluss für Sie bedeutet. Wie Sie ihn einordnen. Und welche Wünsche Sie für die kommenden Monate und Jahre haben. Stellen Sie sich das wie eine Blattkritik vor, wie man sie aus Zeitungsredaktionen kennt. Die Redakteure sitzen nach Erscheinen der Zeitung zusammen und überlegen, wie gut ein Zeitungsartikel ist, wie er beim Leser angekommen ist und was man besser machen kann. Man legt die Dinge offen auf den Tisch, spricht über Fehler, Lücken und Chancen – und darüber, wie man es beim nächsten Mal besser macht. Ohne persönlich verletzend zu werden, rein sachlich.

Ich lade Sie ausdrücklich ein, sich aktiv zu beteiligen. Bitte beantworten Sie die fünf Fragen unten direkt hier im Blog in den Kommentaren, wenn Sie möchten. Ihre Rückmeldungen sind entscheidend, damit wir als Homöopathie-Gemeinschaft ein vollständiges Bild bekommen und in Zukunft gemeinsam besser werden. Viele werden sich nach diesem Beschluss erst einmal sammeln müssen. Das ist völlig verständlich. Umso mehr würde ich mich freuen, wenn Sie später, wenn Zeit und Energie wieder da sind, zu den Fragen zurückkehren und Ihre Einschätzungen teilen. Jede Rückmeldung hilft der Homöopathie-Gemeinschaft weiter.

Damit alle Leser einen klaren Einstieg haben, schlage ich einige Leitfragen vor.

1. Wie schätzen Sie die politische Lage ein?
Lange galten die Grünen vielen als eher homöopathiefreundlich. Jetzt wirkt die Partei wie das genaue Gegenteil. War das absehbar? Haben wir Signale übersehen? Oder hat die Partei schlicht eine neue Richtung eingeschlagen? Ihre Einschätzung dazu ist wichtig.

2. Welche Risiken sehen Sie für Ihren Alltag?
Ob ärztlich tätig, Heilpraktikerin oder Heilpraktiker, Arzt oder Ärztin, Apothekerin oder Apotheker oder Patient, Hersteller oder Wissenschaftler: Der Beschluss betrifft jeden anders. Wenn homöopathische Mittel in Deutschland nicht mehr als Arzneimittel gelten und nicht aus dem Ausland eingeführt werden dürfen, verändert das viel. Wie wirkt sich das konkret auf Sie aus? Was bereitet Ihnen Sorgen? Bitte berücksichtigen Sie dabei auch, dass ein Parteitags-Beschluss noch kein Gesetz ist, aber zu einem Gesetz werden kann, sobald die Grünen wieder Regierungsmacht erhalten.

3. Wie blicken Sie auf die Verbände der Homöopathie?
Viele fragen sich, ob die Verbände der Homöopathie früh genug reagiert haben, ob sie die Gefahr korrekt eingeschätzt haben und ob sie sichtbar genug waren. Wie bewerten Sie deren Rolle? Was lief gut, was fehlte? Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern um ein ehrliches Bild, damit die Homöopathie-Gemeinschaft künftig klüger und besser vorbereitet agieren kann. Bitte bleiben Sie sachlich und greifen niemanden persönlich an. Es geht nicht um Namen, sondern um Strukturen und deren Wirksamkeit.

4. Wie beurteilen Sie die Arbeit der aktiven Organisationen und Medien – wie FDH, Homoeopathiewatchblog und andere? Beispielsweise die Briefaktion (Link).
Fühlten Sie sich gut informiert und vertreten? Oder hätten die Aktiven noch mehr tun müssen? Auch hier geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern um ein ehrliches Bild, damit die Homöopathie-Gemeinschaft künftig klüger und besser vorbereitet agieren kann.

5. Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Der Beschluss steht. Die Frage ist nun, was sich ändern soll. Welche Strategien, welche Formen der Aufklärung oder welche Zusammenarbeit braucht es, damit solche Entwicklungen künftig nicht unbemerkt bleiben? Und was können wir als Homöopathie-Gemeinschaft, aber auch jeder Einzelne, beitragen?

Zum Schluss noch einmal die Einladung: Bitte beantworten Sie diese fünf Fragen unten in den Kommentaren (bitte rein sachlich). Sie helfen damit der ganzen Homöopathie-Gemeinschaft, die jetzt Orientierung sucht. Jede Rückmeldung bringt uns gemeinsam ein Stück weiter.

PS.: Wenn Sie die Fragen nicht öffentlich beantworten möchten, können Sie mir auch gern eine E-Mail mit den Antworten schreiben, die ich selbstverständlich vertraulich behandeln werde: Redaktion (at) homoeopathiewatchblog.de. Danke für Ihr Engagement, Christian J. Becker, Redakteur Homoeopathiewatchblog.de

Grünen-Parteitag stimmt für Verbot von Homöopathie, Anthroposophie und vielen Phytotherapeutika als Arzneimittel: Grüne opfern Globuli auf Druck der Anti-Homöopathie-Lobby

Hannover, 28. November – Auf dem Grünen-Parteitag fiel gegen 21.58 Uhr eine Entscheidung, die die medizinische Versorgung von rund 30 Millionen Menschen in Deutschland spürbar beeinträchtigen dürfte, sobald die Partei wieder Regierungsverantwortung übernimmt. Die Delegierten stellten sich mit deutlicher Mehrheit laut Präsidium hinter den Antrag des Kreisverbandes Berlin Tempelhof-Schöneberg Nr. VR-02, die Erstattung homöopathischer Leistungen durch die gesetzlichen Krankenkassen zu streichen und zusätzlich den Binnenkonsens „zu überarbeiten“ – faktisch also abzuschaffen. Der Wegfall des Binnenkonsenses käme einem Verbot von Homöopathie, Anthroposophie und Teilen der Phytotherapie als Arzneimittel gleich, sobald die Grünen erneut regieren.

Der Binnenkonsens ist eine Regelung im Arzneimittelgesetz, die der Bundestag in den 1970er Jahren eingeführt hat. Er bildet die rechtliche Grundlage dafür, dass die besonderen Therapierichtungen – Homöopathie, Anthroposophie und Phytotherapie – als Arzneimittel anerkannt und geschützt sind. Fällt dieser Rahmen weg, verlieren homöopathische und anthroposophische Mittel sowie zahlreiche Phytotherapeutika ihren Arzneimittelstatus und verschwinden aus den Apotheken. Betroffen wären rund 7.500 komplementäre Arzneimittel, also etwa 7,5 Prozent aller Präparate, die heute in Apotheken verfügbar sind.


Video-Aufzeichnung der Entscheidung:
Sie können sich selbst ein Bild von der Entscheidung des Parteitages gegen Homöopathie machen. Es gibt eine Video-Aufzeichnung des Parteitages auf Youtube: Link. Der Tagesordnungspunkt VR-02 beginnt ab 5:37:20 und geht bis zur Zeitmarke 6:22:25. Es beginnt mit Verfahrensfragen, dann folgt die Abstimmung über den Antrag des Vorstandes, der abgelehnt wurde. Es folgt die Abstimmung über den Berliner Anti-Homöopathie- und Anti-Anthroposophie-Antrag VR-02, der unter Jubel der Delegierten angenommen wurde.


Ihre Meinung ist jetzt gefragt,
wie Sie den Grünen-Beschluss bewerten, was die Homöopathie-Gemeinschaft anders und besser machen könnte. Sie können als Experte Ihre Meinung allen zur Verfügung stellen. Hier finden Sie fünf Fragen als Anregung für Ihren Kommentar: Link


 

Analyse von Christian J .Becker, Redakteur des Homoeopathiewatchblog.de, zum Anti-Homöopathie-Beschluss der Grünen: Bedeutung, Folgen und Wirkung

Ein Blick in den Antrag zeigt, was wirklich beschlossen wurde

Zum ersten Mal in ihrer 45-jährigen Geschichte geht die Partei auf einen harten Konfrontationskurs mit der Homöopathie und ihren 30 Millionen Nutzern.

Der vom Parteitag angenommene Antrag ist ein Fahrplan zur Abschaffung zentraler Grundlagen der homöopathischen Versorgung.

Was bleibt an geplanten Fakten vom Antrag übrig (abrufbar unter Link antraege.gruene.de/51bdk/keine-erstattung-homoopathischer-leistungen-durch-gesetzliche-krankenk-57811)

1. Homöopathie wird aus den Satzungsleistungen der gesetzlichen Kassen gestrichen

2. Der Binnenkonsens wird de facto gestrichen
Auch wenn im Antrag nur von „überarbeiten“ die Rede ist. Fällt der Binnenkonsens, fallen auch Apothekenpflicht und Arzneimittelstatus – und zwar nicht nur für Homöopathie, sondern automatisch auch für Anthroposophie und Teile der Phytotherapie. „Überarbeiten“ ist eine rhetorische Verpackung für das Ende eines ganzen regulatorischen Rahmens. Praktisch bedeutet dies das Verbot von 7.500 Arzneimitteln der Komplementärmedizin.

Folgen für die Patienten und Therapeuten: Von einer Abschaffung des Binnenkonsens wären 7.500 Arzneimittel betroffen

Für Patientinnen und Patienten, Ärztinnen und Heilpraktiker, Apotheker und Hersteller wäre das ein tiefer Einschnitt, würde der Binnenkonsens abgeschafft. Viele Menschen nutzen komplementäre Mittel – auch ergänzend zur Schulmedizin. Sie verlassen sich auf Beratung, klare Kennzeichnung und die Sicherheit des Apothekenvertriebs. All das würde ohne Binnenkonsens wegfallen.

Patienten in Deutschland hätten keinen Zugang zur Homöopathie und Anthroposophie sowie zu Teilen der Phytotherapie mehr. Denn: Auch ein Import, z.B. über Versand-Apotheken aus dem Ausland, wäre keine Lösung, um den abgeschafften Binnenkonsens zu umgehen. Denn Ärzte und Heilpraktiker, die solche in Deutschland nicht mehr zugelassenen Arzneimittel empfehlen, würden bei Komplikationen persönlich haften.
Auch für Tausende Ärzte für Homöopathie und Anthroposophie sowie homöopathisch tätige Heilpraktiker hätte der abgeschaffte Binnenkonsens Folgen, wenn Homöopathika den Arzneimittelstatus verlieren würden. Wenn die Therapeuten keine Homöopathika oder Anthroposophika als Arzneimittel mehr verschreiben oder empfehlen könnten, würden sie nicht mehr helfen können und Patienten verlieren.
Die Versorgung würde in weniger regulierte Bereiche abgedrängt – mit allen Risiken für Transparenz und Sicherheit.
Dieses Szenario wird zur Realität, wenn die Grünen wieder Regierungsmacht erhalten und ihren Anti-Homöopathie-Beschluss in Realpolitik umsetzen können.

Juristische Unkenntnis bei Grünen
Offensichtlich war vielen Delegierten und dem Vorstand der Grünen nicht klar, dass Homöopathie, Anthroposophie und Phytotherapie juristisch miteinander verbunden sind. Diese drei Richtungen sind in der Gesetzgebung seit den 1970er Jahre durch einen Bundestagsbeschluss untrennbar miteinander als besondere Therapierichtungen miteinander verbunden. Wird der Binnenkonsens abgeschafft, fallen alle drei. Kein Homöopathikum, Anthroposophikum oder viele Phytotherapeutika könnten weiter als Arzneimittel registriert werden. Bestehende Registrierungen würden entzogen.

Folgen für Hersteller und den Markt
Fällt der Binnenkonsens weg, müssen Hersteller für Homöopathie, Anthroposophie und Teile der Phytotherapie neue Zulassungsverfahren durchlaufen, die heutzutage praktisch nicht erfüllbar sind. Diese Mittel der besonderen Therapierichtungen würden aus den Apotheken verschwinden und wären damit de facto verboten. Das würde das Aus für alle 7.500 in Apotheken verfügbaren komplementären Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen (inkl. aller Darreichungsformen) bedeuten. Zum Vergleich: Insgesamt gibt es in Deutschland ca. 100.000 Arzneimittel in Apotheken (inkl. aller Darreichungsformen).

Die Folgen eines Verbotes, homöopathische und anthroposophische Arzneimittel in Deutschland herzustellen und zu vertreiben hätte Auswirkungen auf Umsatz und Beschäftigtenzahl der Hersteller dieser Arzneimittel. Allein in Baden-Württemberg sind 13 Hersteller von homöopathischen und anthroposophischen Arzneimitteln mit ihrem Unternehmenssitz ansässig. Sie beschäftigten laut einer Studie von 2016 (Link) insgesamt 3‘098 Mitarbeiter bei einem Gesamtumsatz von rd. 550 Mio. Euro. Dies entspricht einem Anteil von 7,5% des Gesamtumsatzes der pharmazeutischen Unternehmen, die ihren Sitz in Baden-rttemberg haben.

Ein Überblick über den Markt: Im Jahr 2024 wuchs laut dem Branchenverband Pharma Deutschland der gesamte Apothekenmarkt (inkl. Versandhandel) für Arzneimittel der Besonderen Therapierichtungen (pflanzliche und Homöopathische /Anthroposophische Arzneimittel) nach Umsatz um +5,9 % auf einen Gesamtumsatz von knapp 2,5 Mrd. Euro. Dabei lag der Anteil der Homöopathie bei etwa 600 Millionen Euro in der Selbstmedikation. Der Anteil für die vom Arzt verordnete Homöopathika lag bei 75 Millionen Euro. Dem GKV-Spitzenverband zufolge haben Krankenkassen im Jahr 2021 für homöopathische und anthroposophische Arzneimittel rund 22 Millionen Euro ausgegeben. Dies ist ein Anteil von 0,03 Prozent von Homöopathie an den Gesamtausgaben von Kassen für alle Arzneimittel, die bei insgesamt 55 Milliarden Euro jährlich liegen.

Politische Folgen des Beschlusses

Grüne opfern Globuli auf Druck der Anti-Homöopathie-Lobby:
Politik mit dem Rammbock gegen die eigenen Wähler

Innerhalb der Grünen ist die Debatte nun beendet. Die Anti-Homöopathie-Linie setzt sich endgültig durch. Befürworter verlieren weiter an Einfluss, und einzelne Mitglieder werden die Partei wohl verlassen. Grün-nahe Medien werden den neuen Kurs gegen Homöopathie erwartbar mittragen.

In der Opposition werden die Grünen nun aktiv Anti-Homöopathie-Politik betreiben – im Bundestag, in Ausschüssen und Kommissionen sowie in den Medien. Dabei wird das „Grünes Netzwerk evidenzbasierte Politik“ eine zentrale Rolle spielen. Mitglieder sind grüne Bundestagsabgeordnete, Europaabgeordnete, Landtagsabgeordnete, Bürgermeisterinnen, Minister, Lokalpolitiker – alle aufgeführt auf der Website der Gruppe. Dieses Netzwerk innerhalb der grünen Partei arbeitet mit der Anti-Homöopathie-Lobby zusammen. Beide verfolgen ähnliche Ziele, die sie auch öffentlich machen. Beide unterstützen sich auch öffentlich gegenseitig mit Publikationen. Ihre Themen: Anti-Homöopathie, Anti-Erfahrungsmedizin, Pro Gentechnik. Dass die Homöopathie-Gegnerin Natalie Grams auf der Website des grünen Netzwerks publiziert hat (abrufbar unter Link evidenzbasierte-politik.de/2022/07/16/warum-homoeopathie-nicht-laenger-durch-gesetzliche-krankenkassen-erstattet-werden-sollte/ ), zeigt die Richtung und Relevanz. Siehe Screenshot vom 28.11.:

homöopathie

 

 

 

 

 

 

 

Und Vertreter des grünen Netzwerkes unterschreiben öffentlich homöopathiekritische Aufrufe der Anti-Homöopathie-Lobby.
Das Netzwerk macht auch öffentlich, dass das Netzwerk in der Partei der Grünen der Motor hinter den Homöopathie-Anträgen ist. Siehe diesen Screenshot vom 28.11. von Linkedin von einem Mitglied des Netzwerks:

homöopathie

 

 

 

 

Nach der Homöopathie dürften weitere komplementäre Therapien ins Visier des grünen Lobby-Netzwerkes geraten, etwa Bereiche der Erfahrungsmedizin.

Sollten die Grünen wieder Regierungsverantwortung erhalten – möglich ab 2026 (BSW-Klage, Auflösung der Bundesregierung), spätestens jedoch 2029 zur nächsten Bundestagswahl – würden sie ihr Anti-Homöopathie-Programm Punkt für Punkt umsetzen. Parteitagsbeschlüsse binden dabei auch die Landesverbände, inklusive dem aktuell auf Grünen-Seite noch homöopathiefreundlichen Baden-Württemberg.

Auch andere Parteien könnten reagieren. In der SPD liegt ein entsprechender Anti-Homöopathie-Antrag (Ende Kassen-Erstattung, Abschaffung Apothekenpflicht und Arzneimittelsstatus) seit Monaten auf Eis. Durch den Grünen-Beschluss könnte er wieder in Bewegung kommen.

Der Antrag als Kommunikationsstrategie: Vernebeln, um Delegierte im Unklaren zu lassen – wie das ablief, enthüllt der Homoeopathiewatchblog.de

Neben dem angenommenen Antrag aus Berlin gab es auch noch als zweiten Anti-Homöopathie-Antrag den Antrag des Grünen-Vorstandes (abrufbar unter Link antraege.gruene.de/51bdk/keine-erstattung-homoopathischer-leistungen-durch-gesetzliche-krankenk-57811/24383). Dieser ist auf den ersten Blick so verpackt, dass er erst einmal nach Verwaltungsdeutsch klingt. Nüchtern, harmlos, fast schon langweilig. Genau das macht ihn so geschickt. Wenn es heikel wird, greifen politische Profis gern zu weichen Formulierungen. Das beruhigt die eigenen Reihen und verhindert, dass jemand genauer hinschaut. Er war offensichtlich für den Fall gedacht, dass die Delegierten den Berliner Antrag zu deutlich in der Sprache gefunden hätten. Im Inhalt ist der Vorstands-Antrag ähnlich.

Binnenkonsens verändern“ ist so ein Begriff. Er klingt nach einer kleinen Stellschraube, nach einer technischen Anpassung. Tatsächlich steckt etwas völlig anderes dahinter. Der Antrag des Vorstandes verschweigt, dass Homöopathie, Anthroposophie und Teile der Phytotherapie im Binnenkonsens rechtlich miteinander seit den 1970er Jahren durch einen Bundestagsbeschluss verbunden sind. Und er verschweigt, dass das Streichen dieses Binnenkonsens das komplette Ende ihres Arzneimittelstatus für 7.500 Arzneimittel bedeutet, und zwar automatisch aller drei Therapierichtungen, nicht nur der Homöopathie. Damit wäre ihre Apothekenpflicht ebenfalls Geschichte. Diese Konsequenzen tauchen im Antrag nicht einmal ansatzweise auf. Wer den Text oberflächlich liest, ahnt also nicht, wie weitreichend er eigentlich ist. Der Begriffe „Binnenkonsens ändern, d.h. abschaffen“ hat zur Folge, dass 30 Millionen Patienten ihre Homöopathika auch nicht mehr auf Empfehlung eines Arztes oder Heilpraktikers erhalten können, da sie keine Arzneimittel mehr wären. Sie könnten sie auch nicht auf eigene Kosten in Deutschland kaufen. Das hieße außerdem, dass die Ärzte und Heilpraktiker bei Komplikationen haften, wenn sich Patienten die Homöopathika, Anthroposophika oder Phytotherapeutika im Ausland auf deren Empfehlung bei ausländischen Versandapotheken beschaffen würden. Das wird kein Arzt, keine Heilpraktiker, kein Patient machen. Defacto zieht der Begriff „Binnenkonsens verändern oder überarbeiten“ demnach ein Verbot von Homöopathie, Anthroposophie und Teilen der Phytotherapie nach sich. Darüber hat der Vorstand die Delegierten nicht aufgeklärt.

Besonders auffällig ist außerdem ein Vorgang kurz vor dem Parteitag:

Wenige Tage vor dem Parteitag wurde ein Änderungsantrag von Dorothea Kaufmann zurückgezogen. Die Lokalpolitikerin ist Mitglied des oben erwähnten „Grünes Netzwerk evidenzbasierte Politik“ – der organisierten Anti-Homöopathie-Gruppe bei den Grünen. Ihr Antrag hätte klar benannt, was die Abschaffung des Binnenkonsenses bedeutet. Er hätte das verschleiernde Wording des Vorstands durch echte Inhalte ersetzt: Ende der Apothekenpflicht für Homöopathie und Anthroposophie. Genau darin lag wohl das Problem. Ein offener Text, wie der von D. Kaufmann (siehe Screenshot), hätte auch jene Delegierten alarmiert, die sich mit der Materie nicht auskennen. Das wollte man offenbar vermeiden. Die Frage ist, ob Frau Kaufmann ihren Antrag in Abstimmung mit dem Grünen-Vorstand zurückgezogen hat. Wenn ja, hätte der Vorstand ein Problem.
Hier ist der zurückgezogene Änderungsantrag:
homöopathie

Am Ende bleibt der Eindruck eines Vorgehens, das auf Vernebelung und Beruhigung statt Transparenz setzt. Die Sprache des Vorstands in seinem Antrag war nicht zufällig weich gewählt, die Begriffe nicht zufällig und möglichst nur für Fachleute entschlüsselbar. Sie sollte mögliche Konflikte abfedern, Widerstand in der Partei klein halten und Außenstehende darüber im Unklaren lassen, wie tief der Eingriff wirklich ist. Genau so funktioniert politische Vernebelung.

Viele Homöopathie-Freunde leisteten Widerstand

Allerdings haben einige in der Homöopathie-Gemeinschaft die Vernebelungs-Strategie des Grünen-Vorstandes durchschaut. Und daher gab es auch aktive Organisationen und Medien sowie viele Patienten und Therapeuten der Homöopathie-Gemeinschaft, die sich nicht haben täuschen lassen, sondern aktiv wurden:

Ein Verband, ein Journalist mit zwei Blogs und viele Homöopathie-Freunde   

Der Heilpraktikerverband „Fachverband Deutscher Heilpraktiker (FDH)“ hat als größter Heilpraktikerverband mit 7.000 Mitgliedern früh gewarnt, aufgerüttelt und seinen Mitgliedern sowie anderen Interessierten außerhalb des Verbandes öffentlich konkrete Wege an die Hand gegeben, sich einzubringen und bei den Grünen zu protestieren. Er stellte einen Protestbrief sowie Adressen und eine einfache Anleitung öffentlich bereit (Link) und erreichte viele Menschen. Er machte sichtbar, dass die Homöopathie und Heilpraktikerschaft eine starke und engagierte Gemeinschaft hat und ist.  
   Auch in meinen Blogs „Homoeopathiewatchblog.de“ und „Heilpraktiker-Newsblog.de“ habe ich seit September in zehn Artikeln versucht, aufmerksam zu machen. Als erster Journalist habe ich am 24. September über die Anti-Homöopathie-Anträge berichtet (Link), gewarnt, ihre Bedeutung erklärt, Folgen eingeordnet, Aktionen initiiert, mich beteiligt und zu Aktionen eingeladen. Es ging mir darum, dass jeder, der sich beteiligen möchte, überhaupt erfährt, was auf dem Spiel steht.
   Die Resonanz zeigt, dass sich viele Patienten und Therapeuten vom sanften Ton des Grünen-Antrags nicht haben täuschen lassen und aktiv geworden sind.

Fazit

Diese Niederlage ist schmerzhaft für alle Homöopathie-Freunde. Doch ein Parteitagsbeschluss ist noch kein Gesetz. Jetzt kommt es darauf an, dass die Homöopathie-Gemeinschaft zusammenhält, weiter aktiv bleibt und den Druck erhöht. Ein Beispiel: Viele hielten schon Lauterbachs Anti-Homöopathie-Gesetzentwurf bereits für das Ende der Homöopathie. Am Ende wurde daraus ein Erfolg für die Homöopathie-Gemeinschaft. Und Karl ist jetzt Geschichte. Auch jetzt ist noch nichts entschieden.

Weitere Artikel zum Thema finden Sie hier im Blog unter dem Suchbegriff „Homöopathie Grüne“.

Inaktivität schwächt die Homöopathie: Warum jetzt jede Stimme zählt

Vom 28. bis 30. November entscheidet der Parteitag der Grünen über mehrere Anträge, die die Homöopathie massiv betreffen. Dies wird eine Richtungsentscheidung in der Gesundheitspolitik, die sich auf 30 Millionen Anwender der Homöopathie auswirkt. Genau deshalb sollten wir vorher ehrlich darüber sprechen, wie wir als Homöopathie-Gemeinschaft gerade auftreten und wo wir stehen.

Ich beobachte seit Wochen zwei sehr unterschiedliche Lager.

Die Aktiven

Einige Organisationen zeigen, wie es gehen kann. Die Initiative weils hilft und der Heilpraktikerverband FDH haben früh gewarnt, aufgerüttelt und ihren Mitgliedern und anderen Interessierten öffentlich konkrete Wege an die Hand gegeben, sich einzubringen. Beide stellen Protestbriefe öffentlich bereit (Link), beide erreichen viele Menschen, beide machen sichtbar, dass Homöopathie eine starke und engagierte Gemeinschaft hat.

Auch in meinen Blogs Homoeopathiewatchblog und Heilpraktiker-Newsblog habe ich seit Ende September in zehn Artikeln versucht, aufmerksam zu machen. Ich habe über die Anträge berichtet, ihre Bedeutung erklärt, Folgen eingeordnet und zu Aktionen eingeladen. Es ging nie darum, jemanden zu überreden, sondern darum, dass jeder, der sich beteiligen möchte, überhaupt erfährt, was auf dem Spiel steht.

Die Inaktiven

Parallel dazu gibt es homöopathische Verbände, die ihre Mitglieder eher bremsen. In Newslettern waren Formulierungen zu lesen, die den Eindruck vermittelten, die Anträge seien „abgeschwächt“, „Kompromisse“ oder nur „ein Einstieg in eine Debatte“. Diese Botschaften haben viele beruhigt. Einige wurden dadurch sogar erst davon abgehalten, selbst aktiv zu werden. Was hinter dem grünen Wohlfühlsprech des Vorstandsantrages wirklich an harten Einschnitten steckt, habe ich in diesem Artikel erläutert: Link. Wenn die Homöopathie-Gemeinschaft jetzt nur auf den Tonfall schaut und nicht auf den Inhalt, wird sie überrascht werden. Der Antrag des Grünen-Vorstands ist kein moderater Kompromiss. Er ist ein Fahrplan für die Abschaffung zentraler Grundlagen der homöopathischen Versorgung. Verpackt in Sprache, die so glatt ist, dass viele homöopathische Verbände sich täuschen lassen und nicht wahrnehmen oder wahrnehmen wollen, wie viel dahintersteckt.

Das Problem ist nicht, dass diese inaktiven Verbände eine eigene Einschätzung haben. Das Problem ist, dass sie den Ernst der Lage herunterspielen, während ein Parteitag über die Zukunft der Homöopathie im Gesundheitswesen entscheidet.

Was das für die nächsten Tage bedeutet

Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt: Wenn die Homöopathie-Gemeinschaft gewinnt, dann weil sie gemeinsam aktiv ist, sichtbar ist und geschlossen handelt. Das war beim SPD-Parteitag so und auch bei der Anti-Lauterbach-Petition. Wenn sie verliert, dann liegt es meist nicht an der Lautstärke der Gegner, sondern daran, dass Teile der eigenen Homöopathie-Verbände passiv bleiben und ihre Mitglieder zur Passivität aufrufen.

Genau diese Gefahr sehe ich jetzt wieder.

Ein Appell an alle, die eigentlich aktiv werden wollen

Jeder, der Homöopathie nutzt oder beruflich mit ihr arbeitet, sollte sich in diesen Tagen fragen, ob er zuschauen will oder mitwirken. Und das gilt ausdrücklich auch für Mitglieder von Verbänden, die zur Zurückhaltung raten. Niemand muss die Haltung seines Verbandes übernehmen. Jeder kann selbst entscheiden, ob er die Briefaktionen von weils hilft oder dem FDH unterstützt. Hier geht es zu den Briefen und Adressen: Link.

Es geht nicht um ein Wettrennen der Organisationen. Es geht darum, dass die Homöopathie-Gemeinschaft zeigt, dass sie da ist und dass man mit ihr rechnen muss.

Wenn wir wollen, dass die Homöopathie eine Zukunft hat, dann ist jetzt der Moment, an dem jede Stimme zählt. Ansonsten wird es am Parteitag der Grünen in bitteres Erwachen für die Homöopathie-Gemeinschaft geben. Und die inaktiven homöopathischen Verbände werden die Fragen ihrer Mitglieder nach ihrer Verantwortung und Mitschuld am möglichen Verbot der Homöopathie beantworten müssen.

Große Protestaktion gegen Anti-Homöopathie-Anträge der Grünen gestartet / Denn: Auch der Grünenvorstand positioniert sich gegen Homöopathie und Anthroposophie

Auf dem Parteitag von Bündnis 90/Die Grünen am 28. November 2025 sollen Anträge beschlossen werden, die die Gesundheit von Millionen Patienten gefährden würden. Homöopathie und Anthroposophie soll demnach künftig nicht mehr von Krankenkassen erstattet werden, aus Apotheken verbannt und als Arzneimittel verboten werden. Dies berührt in seinen Auswirkungen auch Heilpraktiker. Die Anträge, u.a. des Bundesvorstandes, greifen die Therapiefreiheit, die Wahlfreiheit und den Respekt vor Patientinnen und Patienten an.

Heute startet eine große Protestaktion der Homöopathie- und Anthroposophie-Gemeinschaft. Die Organisation hat wieder die Bürgerbewegung „weil’s hilft“ übernommen. Auch der Heilpraktikerverband FDH wurde aktiv. Im Rahmen der Aktion können Homöopathie-Freunde vorbereitete Briefe an die Landesverbände/Abgeordnete der Grünen schicken. Landesverbände stellen die über 800 Delegierten des Parteitages, Abgeordnete sind Teil der Landesverbände. Dies erfolgt nach dem erfolgreichen Vorbild der SPD-Aktion im Sommer 2025 (Link), als über 6.000 Unterstützerinnen und Unterstützer Protestbriefe an die SPD-Landesverbände versandten. Der Erfolg: Über den Anti-Homöopathie-Antrag der SPD wurde nicht abgestimmt, sondern er wurde auf unbestimmte Zeit vertagt.
Diese Erfahrung zeigt: Jede Stimme zählt und gemeinsames Handeln kann Politik verändern.

So funktioniert die Protestaktion

Die Gesundheitsorganisation „weil’s hilft“ stellt auf ihrer Website eine einfache Anleitung sowie vorbereitete Materialien bereit. Damit kann jeder, der möchte, die Homöopathie und Anthroposophie unterstützen. So geht es in drei Schritten:

1. Landesverband/Abgeordnete finden:
Adressen der Abgeordneten finden Sie auf Aktionswebsite von weil´s hilft.
Adressen der Landesverbände, die die Delegierten stellen, finden Sie auch hier im Blog: Link auf Aktionswebsite vom Homoeopathiewatchblog  /Heilpraktiker-Newsblog

2. Text kopieren:
Ein vorbereiteter Protestbrief kann von weils hilft übernommen und per Briefgenerator angepasst werden: den Link finden Sie auf der Aktionswebsite von weil´s hilft. (Hinweis: Bei dem Briefgenerator gab es leider am Starttag technische Probleme auf der Aktionswebsite von weil´s hilft. Daher war auch dieser Artikel eine Zeit offline. Das Problem ist jetzt behoben. Danke für Ihre Geduld). 

Briefentwurf, der für jeden nutzbar ist: Neben der Aktion von weils hilft – die für viele Briefeschreiber durch einen Briefgenerator und ein KI-Modul mit Anmeldung technisch herausfordernd ist – hat der Heilpraktikerverband FDH eine Briefaktion als Ergänzung gestartet, die einfach umzusetzen ist: ein Brief, eine Adressliste, keine Anmeldung nötig (Link zum Brief, zur Adressliste, zur einfachen Anleitung – damit kann jeder einen Brief verschicken ohne Technikexperte sein zu müssen.)

3. E-Mail abschicken:
Der Protestbrief wird direkt an den jeweiligen Landesverband/Abgeordneten geschickt – idealerweise innerhalb einer Woche, da der Parteitag bereits in 16 Tagen beginnt.

🕒 Zeitaufwand: etwa fünf Minuten

Wer möchte, kann seinen Brief zusätzlich auch hier im Heilpraktiker-Newsblog als Kommentar posten – als Anregung für andere Homöopathie-Freunde.

4. Weiterverbreiten: 
Vielleicht kennen Sie jemanden im Freundes-, Bekannten, Kollegen-, Familienkreis, der auch eine E-Mail mit dem Protestbrief verschicken könnte. Verbreiten Sie doch die Informationen aus diesem Artikel im Heilpraktiker-Newsblog per Facebook, Telegram, Whatsapp, E-Mail und anderen Sozialen Medien. Das können Sie mit einem Knopfruck einfach machen – unter diesem Artikel finden Sie die Buttons dafür.

Wenn Sie die Information per E-Mail an Freunde verbreiten möchten, könnten Sie diesen kleinen E-Mail-Text verwenden:

Betreff: Mach bitte mit bei der Aktion gegen den Grünen-Antrag zur Homöopathie

Hallo [Name],

ich schreibe Dir, weil die Grünen auf ihrem Parteitag Ende November über einen Antrag abstimmen wollen, der Homöopathie komplett aus dem Gesundheitssystem drängen soll – keine Kassenleistung mehr, raus aus Apotheken, langfristig sogar ein Verbot als Arzneimittel. Das wäre ein echter Schlag für alle, die Homöopathie lieben und brauchen.

Die Homöopathie-Gemeinschaft ruft deshalb zu einer Protestbrief-Aktion auf. Es dauert wirklich nur ein paar Minuten, eine E-Mail an einen Grünen-Landesverband zu schicken (Text und Adressen liegen vor) – aber wenn viele mitmachen, kann das etwas bewegen. Alles Infos und Hintergründe, Briefentwurf und Adressen findest Du im Heilpraktiker-Newsblog.de .

Mach bitte mit – und leite den Link gern weiter. Jede Stimme zählt.

Liebe Grüße
[Ihr Name]

Wie kam der Berliner Anti-Homöopathie-Antrag auf die Tagesordnung des Parteitages?

Vor dem Parteitag konnten alle Mitglieder der Grünen abstimmen, welche Themen sie auf dem Parteitag diskutiert und abgestimmt haben möchten. Theoretisch konnten 156.000 Mitglieder somit abstimmen, ob u.a. ein Anti-Homöopathie- und/oder ein Pro-Homöopathie-Antrag abgestimmt wird. Die Mehrheit stimmte dafür, dass nur der Anti-Homöopathie-Antrag des Kreisverbandes Berlin Tempelhof-Schöneberg abgestimmt wird.
Allerdings: Theoretisch konnten 156.000 Grüne abstimmen. Die Realität sieht anders aus: Wie in dieser Woche bekannt wurde, beteiligten sich von 156.000 Mitgliedern der Grünen gerade einmal 5.000 Menschen der grünen Basis an der Abstimmung über die insgesamt 80 Anträge (darunter zwei zu Homöopathie). Das entspricht drei Prozent der Mitglieder. So hat ein kleiner, aber offenbar gut vernetzter Teil der Grünen, das Thema Anti-Homöopathie online pushen können. Die bedeutet, dass wieder einmal eine Minderheit in einer Partei dafür sorgen will, dass die Gesundheit von Millionen Menschen, die Homöopathie anwenden, durch ein Quasi-Verbot gefährdet wird.

Wie steht der Bundesvorstand der Grünen zur Homöopathie?

Am 5.11. hat auch der Bundesvorstand der Grünen einen zweiten Antrag zur Homöopathie eingebracht. Er ist noch homöopathiekritischer als der Berliner Antrag (Link). Hier der Antrag kurz dargestellt und aus Sicht der Homöopathie bewertet:
Der Bundesvorstand der Grünen definiert Homöopathie als Risiko, über das aufgeklärt werden müsse.
Den Binnenkonsens (Apothekenpflicht, Arzneimittelstatus von Anthroposophika und Homöopathika) sieht der Bundesvorstand kritisch – er soll „verändert“ werden. Die Veränderung soll u.a. das IQWIG und Ärztekammern vorbereiten. Dessen Leitungen haben sich in der Vergangenheit oft homöopathiekritisch geäußert.
Die bisherige Erstattung durch Krankenkassen sieht der Bundesvorstand kritisch – er soll nach seinem Willen durch Wahltarife ersetzt werden, die die Homöopathie-Freunde selbst finanzieren.
Der Bundesvorstand will, dass die Wirkstoffkonzentration von Homöopathika zusätzlich zu den Potenzen deklariert wird. Defacto heißt dies, wie bereits in anderen Ländern geschehen, dass der Vorstand Warnhinweise auf Homöopathika fordert.

Warum die Protestaktion wichtig ist

Der Parteitag der Grünen in Hannover könnte ein Wendepunkt in der Gesundheitspolitik der Partei werden. Noch nie waren die Grünen so nah davor, eine Anti-Homöopathie-Stimmung in der Partei in einem Parteitagsbeschluss zu konkretisieren. Das zeigt auch der zweite homöopathiekritische Antrag des Bundesvorstandes der Grünen. Davor warne ich seit September (Link) und schlage seitdem Aktivitäten vor. Zwar sind die Grünen derzeit nicht Teil der Bundesregierung, doch Parteitagsbeschlüsse sind für künftige Koalitionen bindend – mit direkten Folgen für Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken und Patienten.

Sollten die homöopathiekritischen Anträge wie die des Bundesvorstandes vom Parteitag genehmigt werden, würde eine Anti-Homöopathie-Politik erstmals Teil des Parteiprogramms der Grünen werden. Dies könnte auch eine Kettenreaktion in anderen Parteien auslösen, beispielsweise bei der Regierungspartei SPD. Diese hatte auf einem Parteitag im Sommer einen homöopathiekritischen Antrag an die Fraktion verwiesen, die bisher noch nicht aktiv geworden ist. … Bisher. Und die Kettenreaktion könnte neben der Homöopathie weitere Therapien der Komplementärmedizin und Naturheilkunde erfassen, die aus Sicht der Grünen nicht evidenzbasiert genug sind. Und das betrifft viele Heilpraktiker, auch die, die nicht homöopathisch arbeiten.

Der Antrag steht sinnbildlich für eine Politik, die bevormundet statt einbezieht.
Wer Therapien einschränkt, die Millionen Menschen nutzen, greift nicht nur die Homöopathie an, sondern das Prinzip einer offenen, pluralen Medizin.

Neben Patienten und Ärzten wären auch Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker betroffen – selbst diejenigen, die keine Homöopathie anbieten.
Denn viele politische Gegner sehen die Homöopathie als Testfall, um zu prüfen, wie weit sie mit Einschränkungen komplementärer Heilmethoden gehen können.
Ein Verbot der Homöopathie als Arzneimittel, ihre Verbannung aus Apotheken und das Auslagern in Drogerien wären Türöffner für weitere Eingriffe in naturheilkundliche Therapien – auch in die der Heilpraktiker, die nicht homöopathisch tätig sind. Die Einschränkung der Eigenbluttherapie ist ein Beispiel dafür.

Fazit:

Nach dem Erfolg der Protestaktion zum SPD-Parteitag ist jetzt wieder das Engagement der Homöopathie- und Anthroposophie-Gemeinschaft gefragt.
Wer die medizinische Vielfalt erhalten und die Homöopathie und Anthroposophie retten will, sollte sich jetzt zu Wort melden.

👉 Der Aufwand für jeden Einzelnen ist gering – die Wirkung kann jedoch groß sein.

Anhang:

Warum der Anti-Homöopathie-Antrag der Berliner Grünen ein Irrweg ist, der abgelehnt werden sollte: 
Sechs Argumente für die Homöopathie und gegen den Antrag

(Quelle: Protestschreiben an den Grünen-Vorstand, Autor: Christian Becker/ Redaktion Homoeopathiewatchblog.de und Heilpraktiker-Newsblog.de, Link)

1. Wissenschaftlich einseitig:
Neue Meta-Analysen zeigen, dass Homöopathie in mehreren hochwertigen Studien bessere Ergebnisse als Placebo erzielt.
Auch die Versorgungsforschung belegt einen geringeren Medikamentenverbrauch und eine höhere Patientenzufriedenheit.

2. Ökonomisch unbedeutend, symbolisch fatal:
Die Ausgaben der Krankenkassen für Homöopathie liegen bei nur 0,003 Prozent der Gesamtausgaben.
Diese Mini-Summe hat keinen Einfluss auf die Gesundheitskosten – ihre Streichung hätte jedoch große Auswirkungen: Sie würde Vertrauen in die Politik weiter zerstören und gesellschaftliche Gräben vertiefen.

3. Internationale Erfahrungen zeigen: Integration funktioniert.
>In der Schweiz ist Homöopathie seit 2012 Teil der Grundversicherung.
>In Indien gehört sie fest zum öffentlichen Gesundheitssystem.
>In den USA fördert das National Institute of Health komplementäre Forschung mit über 150 Millionen Dollar jährlich.
Fortschrittliche Gesundheitspolitik grenzt nicht aus, sondern integriert.

4. Gesellschaftlich spaltend:
Über die Hälfte der Bevölkerung befürwortet laut Umfragen die Erstattung homöopathischer Behandlungen.
Viele nutzen sie ergänzend zur Schulmedizin – aus Überzeugung, nicht aus Unwissenheit.
Wer diese Haltung abwertet, entfremdet sich von einem großen Teil der eigenen Wählerbasis.

5. Strategisch kurzsichtig:
Mit Symbolpolitik gewinnt niemand.
Stattdessen sollte die grüne Politik Lösungen für den Fachkräftemangel, die Übermedikation und die Antibiotikaresistenzen suchen – Themen, bei denen komplementäre Medizin nachweislich helfen kann.

6. Grüne Politik heißt Wahlfreiheit, nicht Bevormundung:
Evidenzbasierte Medizin vereint wissenschaftliche Daten, klinische Erfahrung und Patientenwünsche.
Wer eine dieser Säulen streicht – wie es der Antrag gegen Homöopathie möchte – verlässt den Boden echter Wissenschaft.

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