„Zeigen Sie Flagge für Homöopathie“ auf zwei Vorträgen der Skeptiker-Lobby in Berlin und München: Aufruf des Aktionsbündnis #RetteDeineHomöopathie von Heilpraktiker*innen und Ärzt*innen für Homöopathie

Die Skeptiker-Lobby führt zwei öffentliche Vorträge in den nächsten Tagen in Berlin und München durch. Zu deren Besuch ruft das Aktionsbündnis #RetteDeineHomöopathie (Fachverband Deutscher Heilpraktiker, Hahnemann-Gesellschaft) auch die Homöopathie-Community auf, um „Flagge für die Homöopathie“ zu zeigen.

Am Freitag, 6. Dezember, spricht Edzard Ernst in der Humboldt Universität in Berlin (Unter den Linden 6, Hauptgebäude, 18-20 Uhr) über Alternativmedizin und Homöopathie. Ein Veranstalter ist die Skeptiker-Lobby GWUP. Das Aktionsbündnis #RetteDeineHomöopathie ruft Heilpraktiker, Ärzte, Patienten und Homöopathie-Freunde auf, die Veranstaltung zu besuchen und „Flagge für die Homöopathie und die Erfahrungsmedizin“ zu zeigen, wie das Bündnis in einem offenen Brief schreibt (Link zum Brief). Grund sei, dass Ernst „seine bereits bekannten Fehlinformationen zum Forschungsstand der Homöopathie“ vortrage, so das Bündnis, das zur „Beteiligung an der inhaltlichen Diskussion“ in seinem Brief aufruft.

Am Sonntag, 8. Dezember, spricht SZ-Redakteur Werner Bartens in München auf einer Veranstaltung der Süddeutschen Zeitung gegen Homöopathie und CAM/Alternativmedizin (VHS Unterföhring, Am Bahnhof 13, 18-19.30 Uhr, SZ-Link). Bartens ist bekannt für seine Haltung gegen Globuli, die er immer wieder in Meinungsartikeln der SZ äußert. Sein letzter Artikel darüber hat der Zeitung über 30 Beschwerden beim Presserat eingebracht (Link). Das Aktionsbündnis #RetteDeineHomöopathie ruft in einem offenen Brief (Link zum Brief) Heilpraktiker, Ärzte, Patienten und Homöopathie-Freunde auf, die Veranstaltung zu besuchen und „Flagge für die Homöopathie und Erfahrungsmedizin“ zu zeigen. Interessierte könnten sich bei vhs-nord.de anmelden, so das Bündnis.

Das Aktionsbündnis #RetteDeineHomöopathie zur Homöopathie und Erfahrungsmedizin vom Fachverband Deutscher Heilpraktiker und ärztlicher Hahnemann-Gesellschaft hatte im November mit der Petition #RetteDeineHomöopathie über 50.000 Unterzeichner aktiviert, die erfolgreich an die Grünen appellierten, keinen Beschluss gegen Globuli auf dem Parteitag zu fällen.

Vor einem Jahr hatten sich Ärzte, Heilpraktiker und Patienten auf einer Veranstaltung der Anti-Homöopathie-Lobby in Mainz an der Uni mit der Anti-Globuli-Lobbyistin Natalie Grams (angestellt beim Abmahnverein Dt. Konsumentenbund, der Heilpraktiker-Webseiten abmahnt) ebenfalls für Homöopathie eingesetzt. Das größte medizinische Fachportal Apotheke Adhoc hatte über ihr Engagement gegen die Skeptiker-Lobby berichtet. Und eine Heilpraktikerin hatte einen Augenzeugenbericht der Veranstaltung im Homoeopathiewatchblog veröffentlicht.

SPD-Parteitag diskutiert über Heilpraktiker-Ausbildung

Der SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt stellt für den SPD-Parteitag (6.-8.12. in Berlin) einen Antrag zum Thema Heilpraktiker, und zwar zur Ausbildung. Die SPD solle eine „Reform“ des Berufsbildes und der Ausbildung anstreben, fordert der Antrag. Konkret benennen die Antragsteller drei Punkte: 1. Einheitliche Berufsausbildung, 2. Geschützte Berufsbezeichnung,
3. Übergangsregelung / Schutz Patienten.

Die Antragskommission empfiehlt, den Antrag an die Bundestagsfraktion zu überweisen.

Ausführliche Details
Hier der Antrag zum Thema Heilpraktiker aus dem Antragsbuch (Seite 406) für den SPD-Parteitag (Link zum Antrag im Wortlaut im Homoeopathiewatchblog). Auch zur Homöopathie diskutiert der Parteitag: der Antrag lautet, der Homöopathie den Status als Arzneimittel abzuerkennen (Link zum Antrag im Wortlaut im Homoeopathiewatchblog).

 

Heilpraktiker und Homöopathie im TV am 27.11.: BR 20.15 Uhr und ORF 18.10 Uhr

Gleich zwei öffentlich-rechtliche TV-Sendungen bringen am 27. November Beiträge über Homöopathie und Heilpraktiker.

Die Münchner Runde des BR diskutiert um 20.15 Uhr über „Was können Heilpraktiker und Homöopathie wirklich?“. Zu den Diskutierenden gehören bekannte Anti-Homöopathie-Aktivisten wie Werner Bartens (er bringt regelmäßig Botschaften der Anti-Homöopathie-Lobby in der Süddeutschen Zeitung unter) sowie die Medizinerin Jutta Hübner, die als Mitglied der Skeptiker-Lobby sowohl gegen Homöopathie als auch gegen Heilpraktiker agitiert. Das Thema Homöopathie und Heilpraktiker vertritt die Heilpraktikerin Gabriele Schwartze-Grossmann (Details beim BR) (Beitrag in Mediathek).

Ebenfalls heute strahlt der ORF einen TV-Beitrag über Homöopathie aus, um 18.10 Uhr in der Sendung „Magazin 1“. Der Homoeopathiewatchblog hat auf die Sendung aufmerksam gemacht, weil die Redaktion homöopathische Experten unter Druck gesetzt hat und zu Statements zwingen wollte. (Link ORF-Stream) (Beitrag in Mediathek).

Wie reagieren Heilpraktiker auf die Impfpflicht? Hier drei Beispiele: Verfassungs-Klage, Petition, Kritik von Hochleistungs-Sportlerin

Mit deutlicher Mehrheit der Großen Koalition plus Oppositionsparteien wie der FDP hat der Bundestag in der letzten Woche erstmals in der 70-jährigen Geschichte der Bundesrepublik eine Impfpflicht für Masern beschlossen. Betroffen davon sind auch 45.000 Heilpraktiker, die sich ebenfalls impfen lassen müssen, worauf ich im Heilpraktiker-Newsblog als erstes Medium im Mai hingewiesen habe (Link). Die Impfpflicht erstreckt sich automatisch neben Masern auch auf Mumps und Röteln, da offiziell nur ein Dreifach-Impfstoff angewendet wird.

Wie reagieren Heilpraktiker auf die Impfpflicht? Hier drei Beispiele.

Der Heilpraktiker Thomas Stapper aus NRW hat eine Petition gegen die Impfpflicht gestartet. Er richtet sich mit ihr an den Bundespräsidenten, den er auffordert, das Gesetz für die Impfpflicht nicht zu unterzeichnen. Bis heute hat die Petition „Nein zu Zwangsimpfungen in Deutschland“ 18.000 Unterzeichner.  Thomas Stapper schreibt im Petitionstext u.a: „Sehr geehrter Herr Bundespräsident, unsere Demokratie ist in Gefahr. Der Bundestag hat am 14.11. 2019 die Wiedereinführung der Zwangsimpfung in Deutschland beschlossen (Masernschutzgesetz). Die Zwangsimpfung gab es in Deutschland zeitweise im 19. Jahrhundert und vor allem in der Zeit von 1939 – 1945.“ … „Sehr geehrter Herr Steinmeier, lassen Sie nicht zu, dass die Bundesregierung diese Grundsätze missachtet! Bitte überprüfen Sie das Masernschutzgesetz, ob es nach den Vorschriften des Grundgesetzes zustande gekommen ist, insbesondere die Frage des Grundrechts. Sie werden feststellen, dass der vorgesehene Impfzwang den oben genannten Grundrechten des deutschen Volkes widerspricht. Wir bitten Sie daher, die Ausfertigung (Unterzeichnung) und Verkündung des Gesetzes nach Artikel 82 GG zu verweigern .“
Sie können die Petition hier unterschreiben (Link).

Der Heilpraktiker Gerhard Bruns aus Burhave kündigt eine Klage gegen die Impfpflicht vor dem Bundesverfassungsgericht an. Bereits im Sommer hatte er seine Klageabsicht veröffentlicht, mittlerweile sei das Schriftstück für die Klage fertig (Bericht in Lokalzeitung).

Die Heilpraktikerin und Hochleistungssportlerin Elisabeth Brandau aus Baden-Württemberg (Radsport, Deutsche Meisterin, Bronze Europameisterschaft, Teilnehmerin bei Weltmeisterschaften Mountainbike/Cyclocross, trainiert aktuell für Olympia in Tokio 2020) kritisiert Jens Spahn persönlich in einem Facebook-Post für die Impfpflicht – und den Versuch, den Heilpraktiker-Beruf abschaffen zu wollen


(Foto zeigt Elisabeth Brandau/ Autor: Fanclub Elisabeth Brandau)

Skeptiker-Lobby ruft dazu auf, gefälschte Patienten-Geschichten im Heilpraktiker-Newsblog zu veröffentlichen

Die Anti-Heilpraktiker-Lobby der Organisation Die Skeptiker hat im letzten Herbst ihre Kampagne gegen Heilpraktiker gestartet. Dies läuft seitdem in Medien und in der Politik und gegen Heilpraktiker-Befürworter. Beispielsweise konnte die Lobby mit ihren Journalisten (Medwatch, Duwe) und ihren „Experten“ (Gesundheitsamtsleiter, Hübner) einen Beitrag in ARD Panorama veröffentlichen, an dessen Ende die Forderung der Abschaffung des Heilpraktiker-Berufs steht. Die Politik reagiert auf die Lobby, so hat Gesundheitsminister Jens Spahn ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, das die Beschränkung oder Abschaffung des Heilpraktiker-Gesetzes prüfen soll. Der Panorama-Beitrag wirkt wie der Aufgalopp der Zusammenarbeit von Spahn und der Skeptiker-Lobby: erst soll medial ein Problem konstruiert werden, für das die Politik dann die Problemlösung anbietet.

Und die Skeptiker-Lobby agiert nicht nur medial und politisch aggressiv. Die Skeptiker-Lobby agiert auch aggressiv in einer Art Stasi-Manier gegen Menschen. Dafür gehen sie gegen alle Befürworter des Heilpraktiker-Berufs vor. Aktuell hat sich die Skeptiker-Lobby den Heilpraktiker-Newsblog als einen greifbaren, zu attackierenden Gegner, stellvertretend für die Heilpraktiker, ausgesucht.

So ruft die Skeptiker-Lobby auf Twitter offen dazu auf, hier im Heilpraktiker-Newsblog gefälschte Patienten-Geschichten zu platzieren (was ihr nicht gelingt).

Hier der Aufruf-Tweet von heute eines der Chef-Trolle der Skeptiker (es gibt etwa 1.000 Skeptiker-Trolle auf Twitter, die in Stasi-Manier agieren).

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Ein anderer Skeptiker-Troll, Stefan S. aus München (sein Name plus ladungsfähige Privatadresse plus Arbeitgeber ist mir bekannt) unterstützt seinen Skeptiker-Kollegen beim Versuche, FakeNews zu platzieren:

heilpraktiker

Seit diesen Tweets sind schon zahlreiche auffällige Kommentare bei mir eingetroffen.

 

Der Aufruf zu gefälschten Patienten-Geschichten der Skeptiker-Lobby ist nicht die erste Attacke gegen den Newsblog. Im Oktober haben 1.000 Skeptiker-Trolle den Newsblog bei Twitter denunziert, er würde Unwahrheiten über die Anti-Heilpraktiker-Lobby verbreiten. Twitter sperrte für mehrere Tage den Twitter-Account des Newsblog, nahm aber nach anwaltlicher Aktivität die Sperrung zähneknirschen zurück.

Folgen für Kommentar-Schreiber

Bitte haben Sie daher Verständnis, dass ich Sie, wenn Sie einen Kommentar einstellen, per Mail anschreibe, damit Sie sich bei mir persönlich glaubwürdig identifizieren können.

Was können Sie nach Schock über das Spahn-Rechtsgutachten tun? Hier ein sofort umsetzbarer praktischer Tipp: Machen Sie mit bei der Kampagne „Mein Heilpraktiker hilft mir“

Wie ich aus vielen Mails und Telefonaten mit Heilpraktiker*innen und Patient*innen heraushöre, sitzt der Schock über die Aktivität von Gesundheitsminister Jens Spahn mit seinem „Rechtsgutachten zum Heilpraktikerrecht“ tief.

Was also tun? Hier eine praktische Idee, bei der Jeder einfach und sofort mitmachen kann:

Die Ausschreibung zum Gutachten behauptet, dass von Heilpraktiker*innen eine Gefahr ausgeht. Das ist falsch, wie 100.000 Patienten wissen, die jeden Tag zu einer der 45.000 Heilpraktiker*innen aus einem Grund gehen: „Mein Heilpraktiker hilft mir …“, sagen Patienten.

Unter dieses Motto habe ich auch die Kampagne des Heilpraktiker-Newsblog gestellt: „Mein Heilpraktiker hilft mir“. Zahlreiche Patienten berichten hier im Blog, wie Heilpraktiker*innen ihnen helfen konnten. Eine Zusammenfassung finden Sie hier. Patienten gehen danach aus drei Grünen zum Heilpraktiker: Hilfe, Heilung, HP-Knowhow.

Die positive Patientenerfahrung ist eine große Chance für Patienten und Heilpraktiker, die genutzt werden kann. Jens Spahn behauptet, von Heilpraktikern geht eine Gefahr aus. Die Stimme der Patienten sagt mit ihrer praktischen Erfahrung das Gegenteil aus: „Mein Heilpraktiker hilft mir.“

Helfen Sie also mit, der Stimme von Jens Spahn die Stimme der Patienten und Heilpraktiker entgegen zu stellen.

Wie?

Wenn Sie Patient sind, veröffentlichen Sie hier im Newsblog (Link) Ihre Patientengeschichte, wie Ihr Heilpraktiker Ihnen helfen konnte.

Wenn Sie Heilpraktiker sind, sprechen Sie Ihre Patienten an, damit sie hier ihre Patientengeschichten eintragen.

Und dann?

Wenn viele Patientengeschichten zusammen gekommen sind, kann daraus eine gedruckte Publikation „Mein Heilpraktiker hilft mir“ mit vielen Patientengeschichten werden (z.B. mit einer Crowdfunding-Aktion). Diese Publikation kann man dann in der Politik verwenden. Jeder Heilpraktiker kann diese Publikation mit vielen Patientengeschichten bei sich in der Praxis auslegen. Die Publikation „Mein Heilpraktiker hilft mir“ mit vielen Patientengeschichten wird eine starke Stimme von Patienten und Heilpraktikern werden können.

Hier ein paar Patientenstimmen der Kampagne „Mein Heilpraktiker hilft mir“:

Eine besonders eindrückliche Geschichte ist die von Millon„Nach einem ewig andauernden zum Arzt Gerenne, wegen unerklärlicher sich immer verschlimmernder Schmerzen in den Gelenken habe ich mir meine Heilpraktikerin gesucht. … Nur nach mehrmaligem ausmessen meiner Körperflüssigkeiten ist sie auf den Kern des Übels gestoßen. Ich habe mir auf der Hochzeitsreise von mehr als 10 Jahren einen Pärchenegel (Schistosomiasis) eingefangen. …Dank einer umfassenden Leber-Reinigung, Entgiftung und Entschlackung meines Körpers, war ich in weniger als einem Monat schmerzfrei. Bei der Leberreinigung kam beim 3. Mal der mindestens 15 cm lange Wurm zum Vorschein. Seither vertraue ich meiner HP mehr an, als jedem Arzt der Welt.“Nicole berichtet Ähnliches: „Eine Heilpraktikerin erkannte, dass mein Sohn an Mononukleose erkrankt war (EBV) der Arzt, wo wir zuvor waren kam nicht auf die Idee nach diesem Virus zu suchen.“ Auch Brigitte schreibt über die Diagnose-Fähigkeiten: „Nachdem ich erhebliche Schmerzen im linken Fuß hatte und nicht mehr laufen konnte, ging ich zur Heilpraktikerin. Ich schilderte ihr die Beschwerden worauf sie meine Wirbelsäule und den Rücken ansah und einen Schiefstand der erheblich war feststellte.“

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Petiton #RetteDeineHomöopathie und Heilpraktiker-Aktionen erfolgreich: Grüne stimmen nicht gegen Homöopathie auf Parteitag / „Großer politischer Erfolg“: Statements der beiden Petitions-Initiatorinnen von FDH und HG

Erstmals seit Jahren ist eine große politische Aktion von Heilpraktiker* innen und Ärzt* innen für Homöopathie erfolgreich. Erstmals setzt sich die Homöopathie-Community gegen die Anti-Homöopathie-Lobby politisch durch. Und erstmals ist eine Petition der Homöopathie-Community erfolgreich:

Als Reaktion auf den öffentlichen Druck der Petition #RetteDeineHomöopathie von FDH und HG mit 47.000 Unterschriften und weiterer Aktionen wie Kontakte zu Politikern von den Heilpraktiker-Gruppen „Wir für Homöopathie“ und „Homöopathie vernetzt“ wird es auf dem Parteitag der Grünen am 15. November keine Abstimmung gegen Homöopathie geben.

Der Grünen-Bundesvorstand und alle Contra- und Pro-Homöopathie-Antragsteller haben sich am 1. November auf einen neuen gemeinsamen Antrag geeinigt, der die anderen Anträge kippt. Der neue Antrag sieht vor, dass es keine Abstimmung des Anti-Homöopathie-Antrages von Tim Demisch auf der Bundesdelegiertenkonferenz geben wird. Außerdem sieht der Antrag vor, dass eine Partei-Kommission eine Position der Grünen zur Homöopathie und anderer Gesundheitsthemen bis zum Parteitag 2020 erarbeitet. Zu dieser Kommission werden auch externe Experten wie Heilpraktikerinnen und Ärzte für Homöopathie zugezogen werden können.

Der taz-Journalist Ulrich Schulte schreibt zum Erfolg der Petition via Twitter: „Die Grünen legen den #Homöopathie-Streit bei – vorerst. Deal: Keine Abstimmung auf Parteitag im November. Stattdessen sol Kommission aus Fachpolitikerinnen bis zur übernächsten BDK Kompromiss finden. Sie kann Mediziner und Homöopathen hinzuziehen. .. Interessant: Feststellung, dass #Homöopathie nicht üer den Placebo-Effekt hinaus wirkt, ist raus. Harter Punkt Kassenfinanzierung ja/nein wird nur wolkig angedeutet. Wichtige Siege für Homöopathie-Befürworter.“

Auch der Geschäftsführer der Grünen Michael Kellner äußert sich (auf seiner Facebook-Seite): „Es ist in einem konstruktiven Dialog gelungen, einen guten Kompromiss zu finden. Ich danke dafür allen Beteiligten. Damit ist ein Weg beschrieben, um über die nötigen Anforderungen in unserem komplexen Gesundheitssystem zu sprechen und Vorschläge für Verbesserungen zu erbarbeiten. Es ging bei den unterschiedlichen Anträgen ja um eine Vielzahl von Fragen, die weit über die Frage der Erstattung von homöopathischen Mitteln hinausging. Dieser Komplexität werden wir am besten gerecht, wenn wir uns die nötige Zeit nehmen, die verschiedenen Aspekte zu diskutieren.“ 

Die Petition #RetteDeineHomöopathie von Fachverband Deutscher Heilpraktiker (FDH) und ärztlicher Hahnemann-Gesellschaft (HG) hat bis heute (35 Tage nach Start am 1. Oktober) die Unterschriften von 47.000 Patienten, Heilpraktikern und Ärzten pro Homöopathie eingesammelt. Die Petition wurde in der TAZ ausführlich präsentiert und verlinkt, bei Tagesschau.de und BILD erwähnt – und in den sozialen Medien von der Anti-Homöopathie-Lobby mit Tausenden Trollen intensiv bekämpft.

Der Heilpraktiker-Newsblog hat die Petition von der ersten Idee bis zum Erfolg intensiv begleitet und unterstützt. Mich interessiert, wie die beiden Petitions-Initiatorinnen Ulrike Fröhlich (HG) und Ursula Hilpert-Mühlig (FDH) sowie aktive Heilpraktiker-Gruppen den Erfolg bewerten.

Ursula Hilpert-Mühlig, Heilpraktikerin und Präsidentin des Fachverband Deutscher Heilpraktiker (FDH): „Wir haben mit unserem Aktionsbündnis über 47.000 Stimmen bei der Petition erreicht, dazu wurden tausende von Postkarten an grüne Politiker*innen verschickt und auch vor Ort mit Parteimitgliedern diskutiert. Ich bin überzeugt, dass wird damit ganz entscheidend dazu beigetragen haben, dass viele in der Partei nachdenklich geworden sind. Nachdenklich darüber, ob unser Gesundheitswesen nicht massiv verarmt, wenn man es nur auf Wissenschaftlichkeit reduziert und Erfahrungsheilkunde hinausdrängt. Darüber in einem Fachgremium, dem auch externe Expert*innen angehören sollen, vertiefend diskutieren zu können, begrüße ich. Gerne stellen wir uns auch als Ansprechpartner*innen zur Verfügung.“

Ulrike Fröhlich, Ärztin für Homöopathie und Vorständin der Hahnemann-Gesellschaft (HG): Der Anti- Homöopathie-Antrag der Jungen Grünen wurde abgewehrt – das ist der erste große politische Erfolg der Homöopathie Gemeinschaft. Mit unserem Aktionsbündnis Homöopathie und Komplementärmedizin aus Heilpraktiker*innen und Ärzt*innen, gemeinsam mit unseren Patient*innen konnten wir über unsere Petition #RetteDeineHomöopathie bisher über 47.000 Unterstützende gewinnen. Dadurch haben wir 1. unsere Stimme hörbar gemacht und 2. Druck auf unsere Politiker, hier BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aufgebaut. Das hat das Durchwinken des Anti-Homöopathie-Antrages der Jungen Grünen verhindert.  Wir konnten damit gemeinsam erleben, dass es 1. Maßnahmen gibt, politischen Entscheidungen eine Richtung zu geben und das es sich 2. lohnt, sich gemeinsam stark zu machen. Genau an diesem Erfolg orientiert werden wir weitere wirksame Maßnahmen ergreifen.“

Eine Sprecherin der Heilpraktiker*innen-Gruppe „Wir für Homöopathie“ (die u.a. wegen möglicher Aktivitäten der Skeptiker-Lobby öffentlich namentlich nicht genannt werden möchte) schätzt den Erfolg der Homöopathie-Community so ein: „Geeint mit vielen hundert Kollegen und deren Patienten, unter denen traditionell eine sehr hohe Prozentzahl Mitglieder oder Wähler der Grünen sind, freue ich mich, dass sich die Partei nicht vor den Karren einer kleinen, lauten Gruppe hatte spannen lassen. Ich schätze die basisdemokratische Möglichkeit des Einbringen eines Antrags in die Bundesdelegiertenkonferenz sehr, ebenso wie den klugen und weitsichtigen Umgang mit V-01, den der Bundesvorstand gezeigt hat. Danke ebenfalls an die Mitglieder der Grünen, die sich so leidenschaftlich für den Erhalt der Therapie- und Therapeuten Freiheit sowie dem Pluralismus in der Medizin eingesetzt haben und es weiter tun.“

 

 

BMG will Heilpraktiker-Gesetz überarbeiten (bis hin zur Abschaffung) und veröffentlichte am 30.10. Ausschreibung für Rechtsgutachten / Hier Link zu Ausschreibungs-Unterlagen / Erste Medien berichten bereits

Das BMG plant einen Frontalangriff auf das Heilpraktiker-Gesetz bis hin zur Abschaffung. Dazu hat das Ministerium am 30. Oktober eine Ausschreibung für ein Rechtsgutachten zum Heilpraktiker-Gesetz veröffentlicht. Ziel des Gutachtens soll sein, die Rechtslage zu klären, wie der Heilpraktiker-Beruf entweder eingeschränkt oder abgeschafft werden kann.

Die Ausschreibungs-Unterlagen zum BMG-Rechtsgutachten finden Sie im Original/Link (1,5 MB als PDF) im Homoeopathiewatchblog (Link).

Sie möchten als Heilpraktiker oder Patient nach einem ersten Schock aktiv werden? Dann habe ich eine Anregung für Sie: machen Sie mit bei der Kampagne „Mein Heilpraktiker hilft mir“ vom Heilpraktiker-Newsblog. Wie das geht, finden Sie hier beschrieben. Es geht einfach und schnell für Jeden und hat für Alle einen großen Nutzen.

heilpraktiker schulmedizin

Mehrere „Experten“ des ARD-Panorama-Beitrages gegen Heilpraktiker sind nah an Skeptiker-Lobby: Leiter Gesundheitsamt, Medwatch, Medizinerin. Wie ist Ihre Meinung zum Beitrag?

Im ARD Panorama-TV-Beitrag „Behörde fordert: Heilpraktiker abschaffen“ (Mediathek,Kurzform als Text bei Tagesschau.de) vom 31.10. werden viele FakeNews und justiziable Verunglimpfungen über den Heilpraktiker-Beruf verbreitet. Zu Wort kommt beispielsweise der Leiter eines Berliner Gesundheitsamtes, der den Heilpraktiker-Beruf mit einem Würstchen-Verkäufer vergleicht und die Abschaffung des Heilpraktiker-Berufs fordert.

Mich (und andere Leser*innen des Blogs) interessiert Ihre Meinung zum Panorama-Beitrag. Wie schätzen Sie den Beitrag ein und was sollen Heilpraktiker gegen solche FakeNews unternehmen? Gerne können Sie im Kommentarfeld Ihre Meinung öffentlich machen.

Neben dem Inhalt des Beitrages sind auch die Hintergründe des Beitrages fragwürdig. Hier eine Analyse der im Beitrag genannten Personen:

Auch die Unabhängigkeit des im Beitrag genannten Leiter des Gesundheitsamtes Patrick Larscheid ist anzweifelbar. Larscheid gehört zu den Unterzeichnern der „Freiburger Erklärung“.

homöopathie

Die Erklärung ist ein offener Brief der Anti-Homöopathie-Lobby, mit der diese 2016 Unterzeichner gegen Homöopathie gewann. Larscheids Unterschrift ist öffentlich einsehbar, man muss nur seinen Namen in Verbindung mit Freiburger Erklärung googlen. Die Erklärung gilt als Startpunkt der organisierten Anti-Homöopathie- und Anti-Heilpraktiker-Lobby-Aktivitäten. Diese wurde 2016 von der Lobbygruppe Die Skeptiker gegründet, die weltweit gegen Alternativ-Medizin und Komplementärmedizin agiert.

Die Panorama-Moderatorin behauptet, dass das für den Beitrag verantwortliche Online-Portal Medwatch „unabhängig“ sei.
Ein Realitäts-Check stellt diese Behauptung in Frage:  Hinter der Anti-Heilpraktiker-Recherche steckt das Portal „Medwatch“, das für diesen TV-Beitrag mit Panorama kooperiert, wie es twitterte. Das Journalistenbüro unter dem Namen Medwatch von Hinnerk Feldwisch wird offizielle finanziert vom Dt. Konsumentenbund, der als juristischer Abmahnverein Budget eintreibt, indem er Webseiten von Heilpraktikern kostenpflichtig abmahnt. Medwatch hat bereits zahlreiche Beiträge gegen Heilpraktiker zuerst auf seiner Webseite veröffentlicht, die in ähnlicher Form auch von anderen Medien veröffentlicht wurden, für die Feldwisch ebenfalls als freier Journalist arbeitet (mehr Details zu Medwatch und Konsumentenbund im Homoeopathiewatchblog, hier klicken).

Der Heilpraktiker-Newsblog sowie der Homoeopathiewatchblog.de mit Informationen über die Kampagne gegen Heilpraktiker und Homöopathie sowie die Aktivitäten der Therapeuten für ihren Beruf sind die Gegenspieler des Medwatch-Blog, der ein wesentlicher Botschafts-Verbreiter der Anti-Heilpraktiker- und Anti-Homöopathie-Kampagne ist. Dafür hat Medwatch allein offiziell im Jahr 2018 13.000 Euro von seinem Finanzier Dt. Konsumentenbund DKB erhalten, wie die Homepage von Medwatch zeigt:

heilpraktiker

Der DKB macht auch Crowdfunding-Aktionen für Medwatch, um das Budget zu erhöhen.

Der Dt. Konsumentenbund finanziert auch offiziell die Anti-Heilpraktiker-Lobby und Anti-Homöopathie-Lobby INH. Deren Vorstand Natalie Grams (die selbst Angestellte des Dt. Konsumentenbundes ist, wie sie öffentlich machte) hatte im Herbst 2018 den öffentlichen Startschuss für die Anti-Heilpraktiker-Kampagne gegeben – mit einem Tweet verbreitete sie das Motto #Heilpraktikalypse. Die Lobby fordert die Abschaffung des HP-Berufs.

Auch die Unabhängigkeit von zu Wort kommenden Expertinnen im Panorama-Beitrag ist anzweifelbar. Die als Onkologie-Medizinerin vorgestellte Jutta Hübner ist Mitglied des „Münsteraner Kreises“. Der Kreis ist eine Gründung der Anti-Heilpraktiker-Lobby INH. Das INH aus Rossdorf wird ebenfalls vom Abmahnverein Dt. Konsumentenbund finanziert, ebenfalls offiziell.

Auch die Unabhängigkeit eines weiteren Journalisten des Beitrages ist anzweifelbar. Silvio Duwe. Duwe ist ein bekannter Journalist nahe an der Skeptiker-Lobby. Er hat sich beispielsweise als falscher Patient in eine homöopathische Klinik eingeschleust und darüber berichtet.

Duwe hat auf den Bericht reagiert und auf Twitter die Analyse des Newsblog zu ihm bestätigt:

 

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Neuer Grünen-Antrag von Ärztin und Demisch will den Heilpraktiker-Beruf abschaffen und Kindern die Homöopathie verbieten und

Nach einem ersten Antrag gegen Homöopathie für den Parteitag der Grünen agieren die beiden Antragsteller mit einem neuen Rundumschlag gegen Alternativmedizin mit Aktivitäten gegen Globuli und nun auch gegen Heilpraktiker. Tim Demisch (Student, Ex-FDPler aus Berlin, unterstützt offiziell von Anti-Homöopathie-Lobby INH) und Paula Piechotta (Schulmedizinerin aus Leipzig, stellt ihre Kontakte zur INH heraus) haben ihren ursprünglichen Antrag am 20. Oktober noch einmal geändert und wollen damit den Druck auf die grünen Delegierten und den Bundesvorstand erhöhen, indem sie ihre Vorschläge gegen Alternativmedizin noch einmal verschärfen.

Der Änderungsantrag der Schulmedizinerin hat neben der Anti-Homöopathie-Ausrichtung einen völlig neuen Aspekt. Und zwar schreiben die Antragssteller, dass sie eine Notwendigkeit sehen, das Heilpraktiker-Gesetz zu überarbeiten. Dieser Versuch wurde schon von anderen Parteien unternommen und mündete häufig im Versuch, den Heilpraktiker-Beruf zu verbieten (weil er Konkurrenz für Schulmediziner ist).

Der Änderungsantrag der Schulmedizinerin Piechotta und des Studenten Demisch vom 20. Oktober sieht nicht nur wie im ersten Antrag vor, dass Kassen die Erstattung von Homöopathie als freiwillige Leistung verboten wird. Nein, im Änderungsantrag ist zusätzlich vorgesehen, dass Kassen auch die Erstattung von Homöopathie bei Kindern und Minderjährigen komplett verboten wird. Da Kinder häufig wegen Infekten mit Globuli behandelt werden, wird der Antrag der grünen Schulmedizinerin den Antibiotika-Umsatz als Ersatz für die Globuli-Behandlung steigern. Außerdem sollen laut Antrag bestimmte Medikamente (genannt sind Medikamente, deren Wirkung nicht über Placebo hinaus erwiesen ist, d.h. fälschlicherweise beziehen dies die die Antragsteller auf Homöopathika) mit Warnhinweisen versehen werden in der Apotheke, worüber Apotheker aufklären sollen. Homöopathika sollen nicht mehr zugelassen werden können. Die Antragsteller wollen eine Sonder-Steuer für Homöopathika. Die Antragsteller stellen auch die Zusatzbezeichnung von Homöopathie für Ärzte sowie weitere Themen in Frage.

Hier finden Sie die wesentlichen Auszüge aus dem Änderungsantrag der Grünen Tim Demisch und Paula Piechotta:

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(Screenshot Webseite Grüne)

ÄNDERUNGSANTRAG ZU V-44: GRÜNE GESUNDHEITSPOLITIK – MIT VERANTWORTUNG UND WEITBLICK IN DIE ZUKUNFT 

von Paula Piechotta und Tim Demisch:

Link zum Antrag auf der Grünen-Webseite der Anträge

(Der Antrag stellt folgende Punkte in Frage und will sie diskutieren lassen)

„- die Rolle wissenschaftlicher Erkenntnisse für die Erstattungsfähigkeit medizinischer Maßnahmen in der GKV
– eine Deklarationspflicht für nicht über den Placebo-Effekt hinaus wirksame Substanzen und Therapieformen
– eine Aufklärungspflicht für nicht über den Placebo-Effekt hinaus wirksame Substanzen durch abgebende Apotheken bzw. der Wegfall der Apothekenpflicht für Placebo-Medikamente
– Erstattung nicht faktenbasierter Therapieformen und Substanzen durch die GKV ausschließlich in Wahltarifen, zu deren Finanzierung nicht die Gesamtheit der Versicherten herangezogen werden kann
– zulässige Maximal-Gewinnmargen für Placebo-Medikation in der GKV-Erstattung für Fälle, in denen keine über den Placebo-Effekt hinaus wirksamere Therapie existiert
– die Notwendigkeit einer Überarbeitung des Heilpraktiker-Gesetzes von 1939 durch den Bundestag
– Abschaffung des sogenannten Binnenkonsens, Wegfall der Möglichkeit von Placebo-Zulassungen als Arzneimittel
– Frage der Abschaffung der Sonderregularien für die sogenannten „Besonderen Therapierichtungen“
– eine identische Vergütung der Anamneseerhebung in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) unabhängig von der Methodik der Anamneseerhebung und eine Stärkung der Anamneseerhebung im ambulanten und stationären Bereich
– eine Bewertung der Gewinnmargen für Placebo-Mittel und die Frage einer Sondersteuer auf Placebo-Medikation
– Abschaffung homöopathischer Placebo-Medikation als Regelleistung im Leistungskatalog der GKV für Minderjährige
– Meldepflicht für schwerwiegende Behandlungsfehler durch Heilpraktiker*innen
– Zulässigkeit der Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ durch die Landesärztekammern“

Was können Sie als Leser*in des Heilpraktiker-Newsblog tun, wenn Ihnen dieser neue Antrag der Grünen nicht gefällt?

Sie können grüne Politiker anschreiben, die pro-Homöopathie eingestellt sind, und diese animieren, dass sie sich öffentlich zum von der Anti-Globuli-Lobby gesteuerten Anti-Globuli-Antrag der Schulmedizinerin und des Studenten äußern.

Sie können die Petition #RetteDeineHomöopathie unterzeichnen und andere ansprechen, ebenfalls zu unterschreiben

Sie können grüne Lokalpolitiker anschreiben

Sie können grüne Bundespolitiker anschreiben. Das können Sie öffentlich tun, z.B. auf Abgeordnetenwatch.de

Sie können auf Twitter oder Facebook oder Instagram mit dem Hashtag #RetteDeineHomöopathie ihre Stimme vernehmbar werden lassen

Twitter sperrt Heilpraktiker-Newsblog auf Wunsch der Skeptiker-Lobby … und den Homoeopathiewatchblog

Twitter ist der zentrale Austragungsort der Auseinandersetzung um Homöopathie und Alternativmedizin. Daher habe ich mein Engagement für Homöopathie und Heilpraktiker im August 2018 auch auf Twitter gestartet. Doch das ist erst einmal gestoppt. Denn die Skeptiker-Lobby hat es geschafft, dass Twitter den Twitteraccount zum Homoeopathiewatchblog @watchblog_h seit Freitag sperrt. Unter dem Account @watchblog_h kommt diese Meldung:

homöopathie

In der Folge kann ich über den Twitter-Account keine Informationen mehr über die Skeptiker-Lobby und ihre Methoden gegen die Homöopathie-Community verbreiten. Watchblog_H ist somit auf Twitter verstummt, was sich die Skeptiker-Lobby immer gewünscht hat.

Doch die Skeptiker-Lobby belässt es nicht bei Aktivitäten gegen den Watchblog (seit Freitag). Die Skeptiker-Lobby hat es auch erreicht, dass Twitter den Twitteraccount zum Heilpraktiker-Newsblog @hp_newsblog am Samstag gesperrt hat. Wie beim Watchblog kommt beim Newsblog die Meldung „Account gesperrt“. Im Heilpraktiker-Newsblog informiere ich über die Kampagne der Skeptiker-Lobby gegen Heilpraktiker.

Dementsprechend feiert die Dachorganisation der Skeptiker-Lobby, die GWUP, sowie ihre Twitter-Trolle ihren Erfolg gegen den Watchblog und Newsblog, wie sie twittern:

homöopathie

homöopathie

Die Skeptiker-Lobby zeigt damit aktuell, wie aggressiv sie vorgeht. Der Auslöser ist schnell recherchiert.
Der Start der Petition #RetteDeineHomöopathie hat der Skeptiker-Lobby vor Augen geführt,
dass im Homoeopathiewatchblog und Heilpraktiker-Newsblog zusammen mit HPs und Ärzten eine Menge Power steckt. Offenbar trauen sich die Skeptiker nicht, an die beiden Verbände der Petition zu gehen. So haben sie sich stellvertretend die beiden Blogs für Attacken ausgesucht.
Die Welt der Skeptiker-Lobby besteht aus zwei Welten: einer Scheinwelt und einer Realwelt. In der Scheinwelt versucht sie mit der FakeNews-Botschaft „Skeptiker klären Politiker und Journalisten auf“, zu beeinflußen. In der Realwelt will die Skeptiker-Lobby zerstören: die Homöopathie und Personen, die sich für Homöopathie und Heilpraktiker einsetzen.
Meine Reaktion
Ich habe meinen Anwalt auf das Thema angesetzt, um eine Entsperrung zu erreichen.

Und ich habe mir einen Ersatz-Account @watchblog__h (mit zwei Unterstrichen) eingerichtet, bis der Ursprungsaccount befreit ist: Link zu Twitter.

 

Reaktionen von Ärzten:

Homöopathie

 

Aktualisierung 22. Oktober:

 

heilpraktiker

 

Höchstes Gericht erteilt keine Erlaubnis für sektoralen Heilpraktiker nur für Osteopathie

Es wird keine eingeschränkte Heilpraktikererlaubnis nur für Osteopathie geben, hat das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig am 10. Oktober entschieden. Das Gericht erteilt damit mehreren Klägern eine Absage, die eine sektorale Heilpraktikererlaubnis für die Therapieform Osteopathie einklagen wollten. „Das Berufsbild des Osteopathen ist nicht hinreichend klar umrissen, so dass es an der für eine sektorale Heilpraktikererlaubnis erforderlichen Abgrenzbarkeit der erlaubten Heiltätigkeit fehlt“, begründet das Gericht seine Entscheidung (Link zur Gerichts- Information).

Das Urteil ist nicht mehr durch weitere Rechtsmittel angreifbar, da es vom Bundesverwaltungsgericht als höchste Verwaltungs-Gerichtsinstanz letztinstanzlich entschieden ist. Damit endet ein sich über vier Jahre hinziehendes juristisches Verfahren. Die Revisionen von drei Klägern, die vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart erfolglos die Erteilung einer auf den Bereich der Osteopathie begrenzten Heilpraktikererlaubnis einklagen wollten, hat das Gericht somit zurückgewiesen.

Für Patienten bedeutet das Urteil mehr Klarheit, für Therapeuten Rechtssicherheit, da es keine eingeschränkte Heilpraktikererlaubnis nur für Osteopathie geben wird. Wie bisher sind für Patienten nur Voll-Heilpraktiker und Ärzte mit osteopathischer Weiterbildung die Ansprechpartner für die Therapieform Osteopathie.

Heilpraktiker mit vollumfänglicher Heilpraktikererlaubnis zeigen sich erfreut über die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes. Der Fachverband Deutscher Heilpraktiker (FDH) begrüßt das Urteil in einem Statement von der Präsidentin Ursula Hilpert-Mühlig für den Heilpraktiker-Newsblog: „Es setzt den Bestrebungen, neben der sektoralen Heilpraktikerlaubnis für Gesundheitsberufe nun auch noch aus jeder Therapieform einen eigenen Heilpraktikerberuf zu schaffen, klare Grenzen. Es bestärkt unsere Berufspolitik: Patientensicherheit und Qualität der Heilkundeausübung kann es nur geben, wenn deren Ausübung eine vollumfängliche Heilpraktikererlaubnis oder ärztliche Approbation zugrunde liegt. Als einzige Ausnahme sehen wir den Bereich der Psychotherapie, der zur Tätigkeitsausübung keine allgemein heilkundlichen Kenntnisse (wie etwa Anatomie, Physiologie, Pathologie und Arzneimittelkunde) erfordert und dessen Tätigkeitsumfang klar abgrenzbar ist.“

Der 1. Vorsitzende der Berufsvereinigung für heilkundlich praktizierte Osteopathie (hpO), Jürgen Gröbmüller, bewertet das Gerichtsurteil im Statement für den Newsblog so: Das BVerwG hat mit seinem Urteil vom 10.10.2019 nur konsequent umgesetzt, was es mit seinem Urteil vom 26.08.2009 bereits gefordert hatte. Sinngemäß kann den Gesundheitsfachberufen, denen eine staatliche Ausbildung und Anerkennung zu Grunde liegt, eine „Teilzulassung“ zur Heilkundeausübung erteilt werden, begrenzt aber auf den Sektor ihrer Tätigkeit, die in den jeweiligen Ausbildungsrichtlinien und -verordnungen exakt beschrieben werden. Die Osteopathie verfügt weder über eine staatlich regulierte Ausbildung, noch lässt sie sich auf einen Sektor begrenzen. Denn Osteopathie dient der Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden am gesamten Menschen. Kaum eine andere Form der Heilkunde findet sich im Gesetzestext, der die Ausübung von Heilkunde regelt, dem HeilprG, so exakt beschrieben wieder. Eine Trennung, oder Aufspaltung in Tätigkeitsfelder ist in der Osteopathie nicht möglich, denn es geht immer um den gesamten Organismus. Daher ist dieses Urteil nicht nur logisch und formal konsequent, sondern auch aus fachlicher Sicht absolut nachvollziehbar.“

Heilpraktiker*innen schicken Tausende Postkarten an Habeck und Baerbock: Aktionsbündnis #RetteDeineHomöopathie startet zweite politische Homöopathie-Aktion / So bestellen Sie die Postkarten

Die Briefträger* innen für Robert Habeck und Annalena Baerbock dürften bald gut zu tun bekommen: die Parteivorsitzenden der Grünen erhalten demnächst Tausende Postkarten von Heilpraktiker* innen, Patient* innen und Homöopathie-Nutzer* innen.

Das erste Aktionsbündnis #RetteDeineHomöopathie von Heilpraktiker* innen und Ärzt* innen für Homöopathie vom Fachverband Deutscher Heilpraktiker und Hahnemann-Gesellschaft hat eine Postkarte entwickelt und produziert, mit der jeder Interessierte an die Grünen-Chefs seine Meinung zum Grünen-Antrag gegen Homöopathie auf dem Parteitag schicken kann. Ziel ist es, den Grünen-Vorsitzenden deutlich zu machen, wie viele Menschen Homöopathie nutzen und wie viele Menschen sich die Anti-Homöopathie-Kampagne der neoliberalen Fraktion bei den Grünen und der Anti-Globuli-Lobby nicht mehr widerspruchslos gefallen lassen. Die Postkarten dienen somit der politischen Willensbildung und Aufklärung der Politiker durch die Bürger. Mit der Petition #RetteDeineHomöopathie an die Delegierten der Grünen hat das Heilpraktiker-Arzt-Aktionsbündnis eine erste erfolgreiche Aktion mit aktuell 9.000 Unterschriften angeschoben.

Das Aktionsbündnis hat die Postkarten-Aktion gestern gestartet. Am ersten Tag wurden bereits 5.000 Postkarten von Heilpraktiker* innen, Ärzt* innen und Patient* innen bestellt. Die Hahnemann-Gesellschaft zeigt ein Foto der ersten Versandaktion (siehe oben) und schreibt dazu: „Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, danke für euren Aktivismus. Schaut doch. Caro bringt den ersten Schwung Petitions-Postkarten zur Post 🙂 Zu zweit durften wir sie schleppen. Ihr seid großartig! Macht weiter so. Wir haben bereits nachgeordert. Bestellt sie unter petition@hahnemann-gesellschaft.de.“

heilpraktiker post


Aktueller Stand der Zahl der bestellten Postkarten: 15.000 (12.10.)


 

Hier können Sie die Postkarte bestellen:

Link zur E-Mail-Adresse des Aktionsbündnisses #RetteDeineHomöopathie plus weitere Angaben für Ihre Postkarten-Bestellung.

Die Postkarte kann mit einer E-Mail beim Aktionsbündnis zum Selbstkostenpreis von 5 Euro (für Porto und Druck) im 50er Pack von Heilpraktiker* innen und Ärzt* innen (z.B. zum Auslegen im Praxis-Wartezimmer für die Patienten) oder auch von Patient* innen zum Verteilen bestellt werden. Die Postkarte besteht aus dem Motiv #RetteDeineHomöopathie auf der Vorderseite. Auf der Rückseite ist die Anschrift von Habeck und Baerbock aufgedruckt sowie ein leeres Textfeld, in dem der Postkartenschreiber seine Meinung zum Antrag der Grünen gegen Homöopathie schreiben kann.

So sieht die Postkarte aus:

heilpraktiker post

 

Was Sie noch mit den Postkarten tun können:

Wenn Sie die Postkarten mit Text ausgefüllt haben, machen Sie ein Foto von der ausgefüllten Textseite und mailen Sie das Foto an die Mailadresse des Aktionsbündnisses (siehe Link). Im Anschluss wird die Postkarte veröffentlicht (Ihr Name wird geschwärzt), z.B. im Homoeopathiewatchblog oder Heilpraktiker-Newsblog. Damit soll die Aktion dokumentiert und der öffentliche Druck der Bürger* innen auf die Politik gemeinsam erhöht und die Unterstützer der Homöopathie in der Politik gefördert werden.

Hier eine Postkarten-Schreiberin aus Wiesbaden:

heilpraktiker

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